Freitag, 6. November 2009
In der Krise stark: Deutschland erstmals unter Top 10 des Country Brand Index
Internationale CBI Studie kürt die Ländermarken 2009 und identifiziert aktuelle Tourismus-Trends
Während die USA als Top Country Brand zum ersten Mal das internationale Ranking der Ländermarken anführen und Spitzenreiter Australien hinter Kanada auf Platz 3 verweisen, erreicht Deutschland im diesjährigen Country Brand Index (CBI) Platz 9 von 102 bewerteten Ländern – und damit erstmals die Top 10. In den Kategorien „Lebensstandard“ und „Unkompliziertes Reisen“ belegt es den Spitzenplatz. Auch in den Bereichen Business, Sicherheit und Umwelt ist Deutschland ganz vorn mit dabei.
Der von FutureBrand und Weber Shandwick zum fünften Mal in Folge ermittelte CBI wurde in einem dreistufigen Verfahren erhoben, das neben Experteninterviews eine Befragung von knapp 3.000 international erfahrenen Reisenden heranzieht. Neben Trends, Herausforderungen und Chancen in den Bereichen Wirtschaft und Tourismus identifiziert der Index auch Entwicklungen in den Bereichen Lebensqualität und politisches Klima.
Top-Platzierungen für Deutschland
2008 noch vorrangig in den Business-Kategorien des CBI vertreten, führt Deutschland das Ranking in diesem Jahr in mehreren zentralen Bereichen an. In der Kategorie „Lebensstandard“ landet es auf Platz 1 – unter anderem dank seines guten Geschäftsklimas, hohen Pro-Kopf-BIPs und modernster Infrastruktur. Neben dem Spitzenplatz für „Unkompliziertes Reisen“ liegt Deutschland bei den Themen „Politische Freiheit“ und „Sicherheit“ jeweils hinter Kanada auf Platz 2. Beim Thema "Umweltbewusstsein“ muss sich Deutschland nur Finnland geschlagen geben.
In der Kategorie „Spitzentechnologie“ macht Deutschland einen Sprung auf Platz 2 und liegt wie bei den „Qualitätsprodukten“ (Platz 3) europaweit vorn. Als „Konferenzstandort“ erreicht Deutschland hinter Japan Rang 2, als „Land, in dem man am besten Geschäfte machen kann“ landet es auf Platz 4 – hinter den USA, Singapur und Japan ebenfalls an der europäischen Spitze.
Astrid von Rudloff, CEO von Weber Shandwick in Deutschland: "In Krisenzeiten ist die Reputation eines Landes besonders wichtig, da sie zu nachhaltigen Wettbewerbsvorteilen führen kann – und zwar nicht nur für den Tourismus, sondern auch in den Bereichen Investment, Handel und Politik. Deutschland ist es 2009 gelungen, wichtige Zukunftsthemen wie Sicherheit, Umwelt und Technologie erfolgreich zu besetzen und seine Position an der europäischen Spitze auszubauen. Auch ist die internationale Führung in der Kategorie ‚Unkompliziertes Reisen‘ 20 Jahre nach Aufhebung der innerdeutschen Grenze durchaus bemerkenswert.“
Der CBI identifiziert ferner die folgenden Tourismus-Trends 2009:
Preis-Leistungs-Verhältnis: Die Wirtschaftskrise hat dazu geführt, dass Konsumenten das Thema Reisen zunehmend aus einer finanziellen Perspektive betrachten. Egal ob Basispaket oder Luxusurlaub – der Reisende erwartet ein Schnäppchen. Konsumenten denken zunehmend wie Finanzanalysten: Sie wählen Ziele aus und buchen Reisen, bei denen sie den Komfort und Stil halten können, an den sie sich in wirtschaftlich besseren Zeiten gewöhnt haben.
Authentizität: Die Bedeutung von Authentizität im Tourismus ist unumstritten. Vier Trends erklären, warum sich einige Reiseziele großer Beliebtheit erfreuen, während sich andere Orte gezwungen sehen, ihr Konzept von Authentizität neu zu definieren:
§ Synthetische Ziele – Orte wie Paris, Rom und London, die sich ihres klassischen Erbes bewusst sind, bemühen sich intensiv, ihren Anteil am Tourismusgeschäft zu sichern, indem sie ihre Infrastruktur verbessern und neue Attraktionen erschaffen, um Besucher und Investoren anzulocken.
§ Faux-thentische Reisen – Wenn Reisende auf der Suche nach authentischen Erlebnissen weite Wege und Kosten scheuen, wenden sie sich häufig „faux-thentischen“ Hotels und Touren zu, die ihnen in Anlehnung an die Originale simulierte Reiseerlebnisse bieten – eine Gondelfahrt in Las Vegas oder die Übernachtung in luxuriösen „Zelten“ in der Nähe afrikanischer Naturparks als Abenteuer „light“.
§ Juwelen von morgen – Viele möchten die vom Massentourismus ausgetretenen Pfade verlassen und sind auf der Suche nach den nächsten touristisch unerschlossenen Reisezielen. Noch vor Kurzem führten Kroatien und Thailand die Liste der „weißen Flecken“ auf der Tourismuslandkarte an, bald werden Aserbaidschan, Ghana und die Balkanregion bei den Abenteuerlustigen hoch im Kurs stehen.
§ Wiegen der Zivilisation – Obwohl viele der geschichtsträchtigsten Orte der Welt gerade von Unruhen gebeutelt sind, werden Reisen zu diesen Wiegen der Zivilisation stark zunehmen, sobald sich die Situation beruhigt. Beispiele sind der sogenannte Fruchtbare Halbmond im Irak, das Tal des Indusflusses in Pakistan und das Mali- und Songhai-Königreich im heutigen Mali und Niger.
Rising Stars: Der CBI bestimmt mit den Vereinigten Arabischen Emiraten, China und Vietnam die Top 3 der „Rising Stars“ – die Länder, die in den nächsten fünf Jahren wahrscheinlich zu den wichtigsten Tourismuszielen gehören werden.
Weitere Informationen, ausführliche Ergebnisse und die Executive Summary des CBI 2009 finden Sie unter www.futurebrand.com/cbi.
Für Journalisten steht der vollständige Report zum Download bereit unter http://www.webershandwick.de/download/CBI_09_v32.pdf.
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Bestes Image
Deutschland wird weltweit das beste Nationenimage – gleich dem Image einer Marke – zugesprochen. Das ist das Ergebnis des Anholt-GfK Nation Brands Index (NBI) 2008.
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