Montag, 23. November 2009
18:18
Schlechtes Ansehen von Foren und Blogs
Social-Media-Studie 2009
Aktuelle Situation der Blogger und Foren-Betreiber
Ergebnisse einer Online-Befragung
Aktuelle Situation der Blogger und Foren-Betreiber
Ergebnisse einer Online-Befragung
Die an der Fachhochschule Köln unter der Leitung von Prof. Dr. Matthias Fank durchgeführte Social Media-Studie gibt Einblicke in die Situation von Foren- und Blogbetreibern in Deutschland. Die Studie ist frei zugänglich unter www.infospeed.de
Die Social-Media-Studie zeigt unter anderem, dass auf Blogs verfasste Beiträge zu rund 90% von den Betreibern selber erstellt werden. Bezahlte Beiträge gibt es zwar, diese bilden aber derzeit eher die Ausnahme. Zudem sollten solche bezahlten Beiträge auch eindeutig als solche gekennzeichnet werden, finden 90% der befragten Blogger. Die Mehrzahl der Blogger ist darüber hinaus der Meinung, dass die Unabhängigkeit eines Blogs durch die Vergütung von Beiträgen leide.
Werbeeinnahmen durch Banner sind als Einnahmequelle am stärksten verbreitet. Die Einnahmen reichen aber nicht aus, um einen Lebensunterhalt daraus bestreiten zu können. 57,8% der Studienteilnehmer halten es auch nicht für möglich, mit einem Forum bzw. einem Blog seinen Lebensunterhalt finanzieren zu können. Einige rein privat betriebene Foren und Blogs sehen zudem keine Notwendigkeit, Einnahmen mit ihrer Anwendung zu erzielen.
Verdeckte, durch Unternehmen erstellte Beiträge oder Manipulationsversuche erfolgen laut der Studienteilnehmer eher selten. Unternehmen, oder von Unternehmen beauftragten Agenturen, gelingt es zudem nach Ansicht der Befragten nicht, sich in der Wortwahl dem Jargon der User anzupassen. Die Texte wirken häufig zu kommerziell und die Selbstdarstellungen der Unternehmen sind zu positiv. Sogenannte Richtigstellungen von Usern deuten häufig auf verdeckte Beiträge der Unternehmen hin, die oft dann erfolgen, wenn zuvor ein negativer Beitrag verfasst wurde.
Zahlreiche Studienteilnehmer sind zudem der Meinung, dass Foren und Blogs in Deutschland ein eher schlechtes Ansehen genießen. Dies führen sie mehrheitlich auf das schlechte Image bei Journalisten und Journalistenverbänden zurück.
Geschrieben von Besserwerber in Marken, Agenturen, Kommunikation, Web 2.0
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