Dienstag, 22. April 2008
Keine Freiheit ohne Pressefreiheit
 Scholz & Friends Berlin unterstützt Reporter ohne Grenzen im Kampf um die Pressefreiheit und zeigt in einem Kino- und TV-Spot die dramatische Situation vieler Journalisten, die Opfer staatlicher Repression sind. Ihr Verbrechen: die Ausübung ihres Berufes – der Versuch, die Öffentlichkeit zu informieren. Der Film ist ab dem 24. April zu sehen. Er ruft dazu auf, für Reporter ohne Grenzen zu spenden und so bedrohte und inhaftierte Journalisten zu unterstützen. Denn immer häufiger bezahlen Journalisten das Recht auf freie Meinung und Information mit Misshandlung, Entführung, Gefangenschaft oder ihrem Leben.
Der Spot zeigt eine schäbige, dunkle Gefängniszelle. Ein Häftling wird von einem Journalisten interviewt. Stockend erzählt er ihm, dass er Opfer staatlicher Willkür geworden ist. Der Reporter macht sich Notizen. Als sich ein Wärter nähert, beenden die beiden abrupt ihr Gespräch. Im grellen Neonlicht erkennt der Zuschauer plötzlich: Auch der Reporter ist ein Gefangener. Seine Notizen werden nie an die Öffentlichkeit gelangen. Das Spot-Ende wird pointiert durch den Text: „In über 30 Ländern ist die Pressefreiheit nur zwei Mal drei Meter groß.“– so groß wie eine Gefängniszelle.
Für den Film konnten zwei hochkarätigen Schauspieler gewonnen werden: Mustapha Rachid, bekannt aus dem Film „Babel“ und Mehdi Nebbou, bekannt aus dem Film „München“. Der Regisseur Michael Dreher („Fair Trade“) setzte den Film auf eindringliche Weise in Szene. Der Film wird von der WAZ Mediengruppe, der Süddeutschen Zeitung, FOCUS, GEO und Stern unterstützt.
Reporter ohne Grenzen wurde 1985 gegründet und kämpft weltweit aktiv für Meinungs- und Informationsfreiheit gemäß Artikel 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen. Die Organisation wird seit Anfang 2007 von den Berliner Friends pro bono betreut.
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