E-Learning

E-Learning entwickelt sich zu einem wichtigen Bestandteil der Aus- und Weiterbildung und mittlerweile ebenso zu einem Wirtschaftsfaktor. Die Statistiken des Tages zeigen, dass und womit die E-Learning-Branche Geld verdient.

Das MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung befragte zum fünften Mal in Folge E-Learning-Anbieter zur geschäftlichen Entwicklung der Branche. Im vergangenen Jahr konnte die Branche ihre Umsätze um rund 22 Prozent auf 509 Millionen Euro steigern. Damit war 2011 ein Rekordjahr für E-Learning.

E-LearningUmsatz von E-Learning Unternehmen in Deutschland von 2008 bis 2011 in Millionen Euro.


Der größte Anteil am Branchenumsatz enfällt mit mehr als einem Drittel auf die Erstellung von digitalen Lerninhalten. Etwa ein Fünftel wird durch den Verkauf und die Vermietung von Software für E-Learning und Wissensmanagement (21,8 Prozent) erlöst. Beim Umsatz mit mit dem Anbieten von E-Learning-Kursen zeigt sich im Verhältnis zu 2010 die größte Veränderung: Der Umsatzanteil hat sich von 12,8 auf 20,1 Prozent fast verdoppelt.

E-Learning TätigkeitsfelderUmsatzanteile einzelner E-Learning Tätigkeitsfelder vonn 2009 bis 2011 in Deutschland



Zudem konnten zahlreiche E-Learning-Unternehmen neue Arbeitsplätze schaffen. Die Anzahl der freien Mitarbeiter legte um 12 Prozent auf 2.547 zu. Die Zahl der Mitarbeiter mit Festanstellung erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 9 Prozent auf 5.145.

Mitarbeiter E-Learning-BrancheMitarbeiteranzahl in der E-Learning-Branche in Deutschland von 2008 bis 2011


Bereits im Frühjahr ermittelten die Marktforscher im Rahmen des MMB-Trendmonitor I/2012 die Erfolg versprechenden Zielgruppen für die E-Learning-Wirtschaft.
Auf einer Skala von 1 ("sehr Erfolg versprechend") bis 6 ("überhaupt nicht Erfolg versprechend") liegen Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern als anvisierte Zielgruppe für E-Learning Angebote mit einem Skalenwert von 1,4 auf Rang 1. Das Angebot an Selbstständige und Freiberufler sowie Handwerker wird hingegen deutlich pessimistischer mit Skalenwerten von 3,5 bzw. 3,7 beurteilt.

Zielgruppen E-LearningErfolg versprechende Zielgruppen für die E-Learning-Wirtschaft

In Interviews ermittelten die Studienmacher im Rahmen des MMB-Trendmonitor I/2012 zudem welchen E-Learning Anwendungen in Unternehmen besondere Bedeutung beigemessen wird. 96 Prozent der Befragten gaben an, daß Blended Learning (integriertes Lernen) als Lernform künftig eine zentrale Bedeutung haben wird. Web Based Trainings (auf Internet-Technologie basierte Lernprogramme) sind nach Ansicht von 81 Prozent der Befragten von zentraler Bedeutung.

E-Learning AnwendungenExpertenumfrage zur zukünftigen Bedeutung von E-Learning Anwendungen

Noch ein wenig im Schatten steht das Thema Mobile Learning. Die vorliegende Statistik zeigt die Ergebnisse einer Umfrage unter Unternehmen und Organisationen zu ihrer Kenntnis von Mobile Learning. 73,5 Prozent aller Befragten haben sich noch nicht mit dem Thema beschäftigt.

Bekanntheit M-LearningM-Learning: Lerninhalte über Smartphone oder Tablet


Auch die zukünftige Entwicklung von M-Learning wurde untersucht. 87 Prozent der befragten Experten gaben an, dass Lernende zukünftig mobil vor allem Angebote nutzen, die speziell für Smartphones und Tablet-PCs entwickelt wurden.

Zukünftige Entwicklungen Mobile LearningZukünftige Entwicklungen von Mobile Learning aus Expertensicht


Als E-Learning wird computer- und internetgestütztes Lernen bezeichnet. Dabei wird beispielsweise mittels einer Lern-Software Wissen vermittelt oder Trainer und Seminarteilnehmer treffen sich in so genannten virtuellen Klassenzimmern. Besonders intensiv wird E-Learning in der beruflichen Bildung eingesetzt.

E-Learning hat den Vorteil, dass Lernende selbst bestimmen können, wann und wo sie lernen.Auf diese Weise können Trainings mit Unterstützung von Video-, Sprach- und Chatfunktion am PC unabhängig von einem bestimmten Ort durchgeführt werden. In der Praxis kommt häufig eine Kombination von Präsenzveranstaltungen und E-Learning zum Einsatz, bei dem die Lerneinheiten am PC nachbearbeitet und das Wissen vertieft wird. Außerdem erleichtert das Internet die Kommunikation zwischen Coach und Teilnehmer. Nicht dem E-Learning zuzuordnen sind einfache Recherchen im Internet oder die Erstellung von Dokumenten für Seminare, Kurse etc.

Grafiken via Statista

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