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Wahlergebnisse

CDU gewinnt Social Media Wahlkampf
Weber Shandwick präsentiert die Ergebnisse des Wahl-im-Web-Monitors
Drei Tage vor der Bundestagswahl präsentiert Weber Shandwick die Ergebnisse des Wahl-im-Web-Monitors, mit dem die Kommunikationsagentur seit Februar den Social Media Wahlkampf der fünf großen Parteien und dessen Echo im Web 2.0 beobachtete:

Die CDU dominierte über die letzten sieben Monate stets das Web 2.0 und schließt die Auswertung mit einem Drittel (33,1 Prozent) der Webaktivität ab. Die Partei nutzte sämtliche Social Media Kanäle konsequent und konnte die Kanzlerin als Pull-Faktor erfolgreich positionieren. Im sozialen Netzwerk Facebook, das vorrangig für personengebundene Aktivitäten der Spitzenkandidaten genutzt wurde, hatte die Amtsinhaberin Angela Merkel von Beginn an einen deutlichen Vorsprung. So war es auch die CDU, die hier die größte absolute Steigerung an Fans und deren Beiträgen auf sich vereinen konnte. Insgesamt wurde das Web 2.0 von den Christdemokraten vorrangig zu Informations- und weniger zu Motivationszwecken eingesetzt.

Auf Platz 2 im Parteienvergleich landet Bündnis 90/Die Grünen mit einer Webaktivität von 23,0 Prozent. Beim Microbloggingdienst Twitter, der in diesem Wahlkampf erstmals als Mittel der politischen Partizipation genutzt wurde, lag die Partei von Anfang an vorn und konnte über den Beobachtungszeitraum auch die größte absolute Steigerung an Tweets und Followern verzeichnen. In Blogs war die Partei eher schwach vertreten, erntete dafür aber überwiegend positives Feedback.

Die SPD landet mit einem Anteil von 20,3 Prozent der Webaktivität auf Platz 3. Die Sozialdemokraten hatten keinen parteiübergreifenden Twitter-Account im Einsatz, sondern stellten eher einzelne Politiker in den Vordergrund. Sie verpassten die Chance, im Netz in einen wirklichen Dialog zu treten und verloren über den Beobachtungszeitraum mit 8,7 Prozent den größten Anteil an der Webaktivität.

Am deutlichsten steigern konnte sich die FDP mit 4,6 Prozent. Zum Ende der Betrachtung landen die Liberalen mit 15,5 Prozent auf Platz 4. Im Rahmen eines kontinuierlichen Social Media Wahlkampfs war die FDP insbesondere bei Twitter aktiv und hatte zudem sehr hohe Video-View-Raten auf YouTube zu verzeichnen. Bei Facebook legte die FDP mit einem Wachstum von 839 Prozent am deutlichsten zu.

Die Linke spielte im Social Media Wahlkampf eine unbedeutende Rolle. Mit nur geringfügiger Web 2.0 Aktivität und wenigen Unterstützern im Social Web bildet die Partei mit einer Webaktivität von 8,2 Prozent im Social Media Wahlkampf das Schlusslicht. Im Gegensatz zum Beginn des Monitorings verfügt die Partei allerdings mittlerweile über einen Twitter-Account mit 2.493 Followern.

Mit Blick auf die im Social Web diskutierten Themen gibt es quantitativ einen klaren Gewinner: Das Thema Internetsperren konnte 2.372 Kommentatoren auf sich vereinen, allerdings war die Tonalität vorrangig negativ. Die Plätze 2 und 3 belegten Ulla Schmidts Dienstwagenaffäre mit 913 und die Piratenpartei mit 768 Kommentatoren. Generell schnitten linke und internetaffine Themen in der Bewertung der Kommentatoren am erfolgreichsten ab.

„Der Obama-Impuls hat zweifelsohne für eine stärkere Nutzung von Social Media im Wahlkampf gesorgt. Von fast allen Parteien gab es originär netzorientierte Aktivitäten, die jenseits der medialen Auseinandersetzung ihr eigenes Echo hinterlassen haben. Allerdings bleibt abzuwarten, ob die Webaktivität der Parteien schon bei dieser Wahl signifikanten Einfluss auf das Verhalten an der Wahlurne hat oder nicht.“, kommentiert Astrid von Rudloff, CEO von Weber Shandwick in Deutschland.
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