Die Burger King Friedensinitiative

Wie wir seit Demolition Man wissen, stehen uns in der Zukunft schwere Franchise-Kriege bevor. Am Ende wird, möchte man Sandra Bullock Glauben schenken, überaschenderweise Taco Bell bzw. (deutsche Sychronisation) Pizza Hut obsiegen.
Ggf. auch um diese Perspektive wissend und darum bemüht die Tex-Mex-Food/Pizza-Zukunft zu verhindern ging dieser Tage Burger King auf den Mitbewerber McDonald’s zu und unterbreitete ein einmaliges wie eintägiges Friedensangebot.

Burger King Vorschlag an McDonald's

So schlug Burger King in einem offenen Brief vor, am 21. September 2015, dem Weltfriedenstag, alle Differenzen beiseite zu legen, um gemeinsam den „McWhopper“ zu kreieren – ein Burger auf Basis von Big Mac und WHOPPER.

Burger King Friedensinitiative

Für die Burger-Kreation, die es nur für einen einzigen Tag an einem einzigen Ort auf der Welt geben sollte, wäre Burger King dem Mitbewerber entgegen gekommen und hätte in Atlanta ein Pop-up-Restaurant errichtet, in welchem Teammitglieder beider Unternehmen den „McWhopper“ hätten zubereiten können.

Plakat von Burger King

Zwischenzeitlich hat McDonald’s - erwartungsgemäß - den Vorschlag abgelehnt. Nicht verhindern konnte man allerdings das gewaltige Medienecho für diese Aktion von Burger King. Zudem darf man sich bei der Non-Profit-Organisation Peace One Day ebenfalls über erhöhte Aufmerksamkeit und natürlich - Geld - freuen.

Guerilla-Marketing der Extraklasse

Mit Staunen und Ehrfurcht haben wir die Geschichte der chinesischen Frau gelesen, die ihren Cognac nicht mit ins Flugzeug nehmen durfte. Sie wollte das wertvolle Getränk nicht zurückgelassen und hat die Flasche kurzerhand ge-ext. Wie wir erst jetzt aus verlässlicher Quelle (Bahnhofs-Gustl!) erfahren haben, war das Ganze eine raffinierte Marketing-Aktion. Unter Einbeziehung aller Kanäle, selbstverständlich auch "mit Social Media" (Facebook, Twitter etc.)(dieser Hinweis nur, um Know-how vorzuäuschen) und sogar "mit Content-Marketing" (angeblich sogar Neuromarketing) wurde hier eine Guerilla-Aktion durchgezogen, vor der wir alle nur den Hut ziehen können.

Danke, unbekannte chinesische Frau. Danke, Remy Martin XO. Danke, Internet. Danke bzw. Ganbei! - wie wir Chinakenner lässig sagen! PS: No dogs were harmed in this campaign.

I had a dream

Sie kennen das: Sie haben einen Traum, in dem Sie plötzlich alles ganz klar sehen. Das Leben, der Sinn, everything. Sie wachen auf, machen sich kurz Notizen und schlafen wieder ein. Am Morgen erinnern Sie sich. Sie sehen sich um. Neben dem Bett liegt ein irrer Fresszettel. Was so ein delirierendes Nebenhirn halt nachts beschäftigt - und absolut kein Bezug zu Marketing.

Drei Monate später


Doch, doch. Hier ist er: Marketing-Content erster Sahne. - Weil - und das ist eine wahre Geschichte: Vor Jahren haben wir an einem Job gearbeitet, der vom Kunden dringlich angeschoben und dann unvermittelt gestoppt wurde. Bedauerlich, denn mit der Kreation waren wir eigentlich fertig. Wir hatten super Ideen, es war klasse, ein wunderbares Gefühl!

Heute hab ich die Skizze wiedergefunden, die wir damals im Kreativrausch angefertigt haben. Und was soll ich sagen? THIS is what I found:

Ich hatte einen Traum - und das ist, was ich am nächsten Morgen fand
Ich hatte einen Traum - und das ist, was ich am nächsten Morgen fand

Heidenau Stadtmarketing: "Du bist willkomm"



Lassen wir es einfach wirken:
".. Komm tritt ein, du bist willkomm`, setz dich zu uns, krieg das zu Haus Gefühl!"

Marketing verhindern, um Marketing zu ermöglichen

Machen wir uns nichts vor: Der Grund, warum Marketing weniger trivial ist als - sagen wir mal: das Schreiben von Weihnachtskarten (was Sie für Ihr Unternehmen allmählich auf die To-do-Liste setzen sollten) liegt nicht darin, dass Marketing so unglaublich kompliziert ist. Der Grund ist das viele lästige Marketing anderer Unternehmen. Die Welt ist gemein, sogar im gleichen Marktsegment gibt es massenhaft Marketing, das einem das Leben schwer macht.

Tun wir was dagegen!


Das Leben könnte immens viel leichter sein, wenn es weniger Marketing gäbe. Dann hätte unser eigenes Marketing nicht so viel Wettbewerb zu überwinden. Stellen Sie sich eine Welt vor, in der uns nur noch ein Zehntel der Leute da draußen, die behaupten, es wäre Marketing, was sie veranstalten, im Weg rumstünden! Wär das nicht klasse? Denn eine Wirkung hat selbst miserabelstes Marketing auf jeden Fall: Es erschwert unserem eigenen Marketing, durchzudringen und bei der Zielgruppe zu wirken. Was das kostet!

Hier der Plan:


Wir schicken die alle zum Mars. Alle, die sowieso nur mittelmäßiges Marketing machen, alle, die nur die Kommunikationswege verstopfen, alle, die rumnerven! Wir brauchen nur genug Raumanzüge und eine Menge Chloroform. Außerdem habe ich eine alte PS3, die würde ich zur Verfügung stellen, damit es den Jungs und Mädels auf dem Weg zum Mars nicht langweilig wird.

Viele werden jetzt sagen: Hallo! Das geht doch nicht! Sowas darf man doch nicht mal denken! Wieso denn zum Mars? Warum nicht einfach zum Mond? - Meine Antwort: Ja, im Prinzip richtig! Ich finde nur, der Mond ist nicht weit genug weg. Außerdem ist das Investitionsvolumen einer Marsmission höher, ideale Voraussetzung dafür, dass die Finanzwirtschaft ihre Chance erkennt und bei der Sache mitmacht. Man denke nur an all die Arbeitsplätze, die mit einer fetten, fetten Marsmission geschaffen werden!

Der eine alles entscheidende Faktor, der über den Erfolg von Marketing bestimmt

Ich will Sie nicht groß hinhalten: darum gleich als Erstes die Antwort. Hier. Der Grund, warum Sie eingeschaltet haben. Die Antwort aller Antworten. Der eine alles entscheidende Faktor, der darüber bestimmt, ob Marketing erfolgreich ist oder nicht:

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Oder lieber ein gratis E-Book downloaden? Nein? Sie möchten lieber die Antwort? Okay, die Antwort. Hier ist sie. Ohne Umschweife. Knallhart. PÄMM! So sind wir im Marketing: Direkt, schnell, Hands-on, zielstrebig. Die Antwort. Hier ist sie.

Sie wollen wirklich nicht unseren Newsletter oder so?


Na gut. Dann nicht. Dann eben direkt zur - okay hier: Der eine alles entscheidende Faktor. Herausgefunden von einer Forschungsgruppe der MMA (Deutsches Institut für Besseres Marketing i.G.o.P.). Die Forschungsgruppe hat sich damit beschäftigt herauszufinden, warum manche Marketingmaßnahmen so unglaublich erfolgreich sind und andere so erbärmlich schlecht.

93,3 Prozent aller befragten Marketing-Leute wussten Bescheid!


Dabei hat sich herausgestellt, dass 93,3 Prozent aller befragten Marketingfachleute sagen konnten, ob eine bereits vergangene Maßnahme erfolgreich war. Besonders hoch waren die Werte bei Maßnahmen mit dem sog. Old-Hat-Marketing-Approach. Fast alle Marketeers waren zudem in der Lage, zu sagen, dass Apple erfolgreich Marketing macht! - Wow! Wirklich gut. Alles in allem waren alle fast Voraussagen über Kampagnen der Vergangenheit ähnlich zutreffend.

Etwas anders war das Bild bei Marketing der Zukunft


Hier sanken die Werte deutlich (Abonnieren Sie unseren Newsletter und wir schicken Ihnen gratis eine Mail mit den konkreten Zahlen!). Noch schwerer als Prognosen über künftige Maßnahmen abzugeben war es, künftige Maßnahmen zu planen. Also nicht irgendwas zu planen, sondern irgendwas, das im Nachhinein als erfolgreich bewertet werden konnte.

Der eine alles entscheidende ... Sie wissen schon


Dabei wurden auch die Schlafgewohnheiten der Marketingleute untersucht. Viele hatten einen guten, tiefen und soliden Schlaf. Dabei entdeckte die Forschungsgruppe des MMA (Deutsches Marketing Institut für Dings): Rechtsschläfer! Ja, Sie haben richtig gelesen. Rechtsschläfer waren mit ihrem Marketing immer erfolgreich.

Eine Kontrollgruppe mit schlechtem Marketing entwickelte sich zu zu Super-Out-Performance-Genies nachdem man sie anhielt, Rechtsschläfer zu werden. - Mit anderen Worten: Werden Sie Rechtsschläfer und Ihnen gelingt im Marketing künftig alles! (Wollen Sie wirklich nicht noch einen Newsletter abonnieren?)

Zur Abwechslung ein paar Lügen

• Ich bin Milliardär (richtig ist: Multimilliardär)
• Dieses Blog wird unterstützt durch Mittel der NSA (richtig: finanziert von Putin)
• Wir erhalten täglich Dutzende Dankesbriefe (richtig: Tausende)
• Marketing ist in den letzten Jahren besser geworden (richtig: [jetzt Sie! na los! mitmachen!])
• Frank Walter Steinmeier ist .. äh .. Dings (richtig: siehe Zeit von morgen)
• Der Scheck ist in der Post (richtig: Wurde gestern elektronisch überwiesen)
• Toller Vorschlag! (richtig: Muss nur noch vom Geschäftsführer freigegeben werden)
• Das hab ich selbst gelesen (richtig: Der Onkel vom Bruder vom Hitler seinem Hund ...)
• Ich ruf Sie morgen zurück (richtig: .. und dann war der Akku leer)
• Ohne Social Media geht gar nichts mehr (richtig: Achten Sie nicht auf meine rechte Hand, nein, nein - da! Da hinten! ein Eichhörnchen!)

Den Rest müssen Sie nicht lesen


Der Rest des Textes dient nur dazu, auf legitime Art dafür zu sorgen, dass dieser Text auch über die Keywords "Cappucino" und "Froschlaich" gefunden werden kann. Wirklich. Sie müssen das nicht lesen. Inhaltlich völlig substanzlos. Okay, wenn Sie sowieso noch mitlesen - hier eine Mediathek-Empfehlung: "Die Geschichte der Katzen". Wichtig für jeden, der zu Gesprächen mit Offlinern gezwungen ist.

Klatschen auf zwei und vier

"Ich hasse die Römer genauso wie ihr!" Die Römer hassen? Hallo? Die Römer sind groß. Und jeder mag alles, was groß ist. Die Großen dafür beklatschen, dass sie groß sind! Bravo! Applaus, wenn der FC Bayern reinkommt. Apple gut finden, ohne Abstriche. Kampagnen gut finden, nachdem sie gelaufen sind. Und nachdem feststeht, dass sie funktioniert haben. Interviews mit dem Inhalt: "Na klar, das war alles genauso geplant!" Ich frage mich, wie oft Sieger nur aus dem einen Grund beklatscht werden, weil es einen ein bisschen größer macht, Gewinner gut zu finden. Vielleicht lindert es die Mediokrität. Vielleicht ist es das Symbol der Zugehörigkeit zur Durchschnittlichkeit, klatschen, weil alle klatschen, kann also nicht falsch sein. Willkommen im Mainstream, willkommen in der Mitte der Gesellschaft. Atemlos durch die Nacht. Henry Ford hat gesagt, wenn er DIE LEUTE gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie sicher gesagt: Ein schnelleres Pferd. Nichts gegen Pferde, aber die Masse darf nicht der einzige Maßstab sein.

Wer hat den größten Ameisenhaufen im Wald?

Ameisen sind die nützlichsten Tiere des Waldes. Das ist eine der unumstößlichen Wahrheiten, die mir meine Eltern früh beigebracht haben (neben: Wenn man Zwetschgen isst und Wasser trinkt, stirbt man - oder: Am Händedruck kann man erkennen, ob jemand Charakter hat). In meinen Augen ist es eine echte Tragödie, dass Waldameisen inzwischen eine bedrohte Tierart sind (wahrscheinlich heißt es korrekt nicht einfach "Waldameise", sondern Deutsche Waldameise - so wie: Deutscher Schäferhund, Deutsche Biene, Deutscher Klapperstorch) (im Gegensatz zu: Schwarze Witwe, Südamerikanische Killerbiene, Asiatische Tigermücke und zur völlig unnützen Pharaonenameise). Arme Ameise!

Content-Arbeit ist Ameisen-Arbeit


Content-Marketing ist wie die Arbeit dieser Ameisen: Krümel für Krümel werden erst kleine, dann größere und am Ende gigantische Ameisenhügel zusammengegetragen. Guter Content ist wie ein schöner, großer Ameisenhaufen. Total nützlich, sehr kleinteilig, und man muss echt fleißig sein. Nein, nein, da geht nichts einfach mit einem großen Wurf wie von selbst. Da muss man schon was tun. Das ist Kleinarbeit. Und nützlich! (Wahrscheinlich ist die Deutsche Waldameise in Wahrheit eine SCHWÄBISCHE Waldameise) Nun gut, im echten Wald (Deutschen Wald) gibt es außer der fleißigen Ameise noch andere erdbewegende Kräfte, wie etwa die Spanische Planierraupe und den Gemeinen Wanderer. Aber das ist ja im Marketing nicht anders. Was guter Content leistet, lässt sich mit einer einzigen unvorsichtigen Bemerkung des Erben des Deutschen Firmenchefs auf einer bescheidenen privaten Champagnerparty mit 800 guten Freunden in Ibiza wieder vernichten, wenn er beispielsweise einem privaten Deutschen Fernsehsender seine Ansichten über Menschen anderer (= nicht deutscher) Hautfarbe mitteilt.

Das wird teuer!


Was wollte ich noch sagen? Ach ja, richtig: Kleinarbeit. - Stellen Sie sich darauf ein: Marketing auf Content-Ebene ist kleinteilig und mühsam. Mühsam ernährt sich nämlich auch das Eichhörnchen, fällt mir da ein. Aber ob es klug ist, jetzt, hier am Ende des Beitrags noch einmal die Analogie zu wechseln? Eher nicht. Mühsam also. Und langwierig. Kein Sprint, kein Marathonlauf, sondern Ameisenarbeit. Das wird teuer. Ei-ei-ei! Denn die Aufgabe ist ja nicht nur, einfach nur einen Ameisenhaufen zu bauen, sondern den größten! Sie verstehen? Das Gesetz! Es ist immer noch gültig! Auch, wenn wir über so modernen, krass heißen Scheiß wie Content-Marketing reden: Die Aufgabe ist immer noch, den Größten zu haben! Denken Sie darüber nach! (Das wird nicht billig alles, das wird nicht billig)

Was ist ein guter Friseur?

Ein guter Friseur ist ein Friseur, der keine Angst hat, eine Frisur zu verändern.

Nichts gegen Friseure und selbstverständlich Friseusen, die diesen Mut nicht haben. Oft sind sie gute Handwerker und, wenn es bei einem einfachen Kopf nur darum geht, die Haare zu waschen und - natürlich - die Spitzen zu schneiden, sind sie völlig okay. Aber wenn die Sache nicht so klar ist und die Kundin glaubt, Problemhaare zu haben (was 98% aller Menschen in der First World meinen), dann braucht's jemanden, der beherzt genug ist, wirklich was zu ändern. Jemanden, der keine Angst hat, nicht anzukommen, jemanden, der weiß (aus Erfahrung weiß), dass er eine Frisur machen kann, die besser ist als die alte.

Gut ist ein Friseur, der nicht dabei stehenbleibt, die Probleme auf einem Kopf zu verwalten, sondern der das herausholt, was wirklich in diesen Haaren steckt, auf diesem Kopf, dieser Person, in diesem Alter usw. Ein guter Friseur traut sich was. Und gleichzeitig ist wichtig, dass er nicht zwanghaft nur das Interesse verfolgt, den bestehenden Look zu zerstören. Er macht es anders, weil er in den Haaren etwas sieht, das Andere bisher vielleicht nicht so gesehen haben.

Muss ich weiterschreiben? - Nein. Sie wissen längst, wie diese Analogie weitergeht: Genau so ist es in der Werbung auch! Doch Vorsicht: Beim Friseur können Sie im Normalfall vom Preis auf die Qualität der Leistung schließen, bei Werbung nicht unbedingt. Es gibt einfach zu Viele, die nur so tun als ob. Außerdem: Bedenken Sie, dass nicht die Werber, sondern die Kunden mit ihren Frisuren leben müssen. Aka: Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Almbauer (Konzentrationstest: Sind Sie noch wach?). Ein rollender Stein setzt kein Moos an.

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