Warum Hasen nicht fliegen können

Ein kleiner Hase fragte sich, warum Hasen nicht fliegen können. Vögel können fliegen, Bienen können fliegen, Wolken können fliegen – nur Hasen nicht.

Hase
Eines Abends, als seine Mama ihn wieder zu Bett brachte, fragte er sie. „Mama, warum können wir Hasen nicht fliegen?“ „Weil wir Hasen sind,“ antwortete sie knapp.

„Aber wenn es geht, darf ich dann fliegen?“
„Es wird nicht gehen. Wir Hasen leben auf der Erde. Auch du. Und das bleibt so.“
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Berufe in der Werbung - heute: Chirurg

Der beliebteste Beruf der Welt ist Hirnchirurg. Es gibt nichts Schöneres als die hilfesuchenden Menschen, die angeströmt kommen und zum Beispiel Dinge sagen wie: Herr Doktor, Herr Doktor, mein Gehirn drückt, mit meinem IQ stimmt was nicht. Und dann bohrt man das auf, repariert den IQ und näht das wieder mit zwei-drei Stichen zu. Worauf der Gesamt-Durchschnitts-IQ der Welt ein wenig steigt. Und man hat etwas Gutes getan.

Chirurg und WerbechirurgDer zweitbeliebteste Beruf der Welt ist Werbechirurg. Durch den medizinischen Fortschritt der Kommunikation sind heute selbst schwierige Eingriffe reine Routine. Eine Menge Geld lässt sich mit werbekosmetischen Operationen verdienen: Nasenkorrekturen, Logovergrößerungen, Reichweitenverlängerungen. Am schnellsten und billigsten und dennoch unbeliebtesten von allen Operationen ist die Amputation. Sehr schade, denn vereinzelt wäre es das Gesündeste, adipöse Etats einfach zu amputieren.

Die Gründe für kommunikative Dysfunktionen sind dieselben wie zu Hause bei Hempels: Bewegungsmangel und zu viel Ernährung. Außerdem zu wenig Liebe - für sich selbst oder die Zielgruppe. Das Ergebnis ist ähnlich. Man vernachlässigt sich und wird für die Zielgruppe unattraktiv. Da hilft auch kein Absaugen. Am komplexesten sind Organtransplantationen. Es kommt vor, dass der Werbung erst Hand und Fuß angenäht werden müssen. Und im Notfall bleibt nichts anderes als die Transplantation der kompletten Botschaft.

Neuromarketing – Abgesang auf den Homo Oeconomicus.

Kirsten KönenEin Gastbeitrag von Kirsten Könen, CD Neuro-Design für agent-ci

Das menschliche Entscheidungsverhalten wurde im Dienste des Marketings schon aus vielen Blickwinkeln betrachtet. Dabei wurde stets davon ausgegangen, dass der Mensch ein bewusster Entscheider und Lenker seines Geschickes ist. Die Hirnforschung macht offenbar, dass wir damit weit daneben lagen.

Haben Sie das auch schonmal erlebt? Ich stehe auf dem Flohmarkt mit allerlei Sachen aus Speicher und Garage und die Leute kaufen den größten Schrott, den ich eigentlich gar nicht mitnehmen wollte (es dann spaßeshalber aber doch tat). Und ich frage mich: was geht in den Köpfen meiner Käufer eigentlich vor? Woran liegt es, dass das Gesichtsbräunungsgerät aus den 60igern (garantiert krebserregend) oder die grellbunte Tonschale aus Tunesien in den ersten Minuten neue Besitzer finden, während Dinge mit deutlich mehr Nutzwert vs. weniger Abnutzung unbeachtet liegen bleiben? Wieso wirken Dinge, Produkte, Menschen überhaupt auf jemanden anziehend?

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Schiffbrüchige in Unternehmen

In Sao Paulo lebte ein Obdachloser 35 Jahre an der selben Straßenkreuzung, bis ihn jemand fand. Auch in Unternehmen gibt es Mitarbeiter, die gefunden werden müssen, damit sie Großes vollbringen können. Sie müssen nur gefunden werden.

Raimundo Arruda Sobrinho ist der „Geduldete". Als Obdachloser lebte er in Sao Paulo (Brasilien) Jahre lang an ein und der selben Straßenkreuzung, bis ihn im April 2011 eine junge Frau ansprach. In vielen deutschen Unternehmen gibt es ebenfalls solche „Geduldeten". Sie sind Schiffbrüchige, in Abteilungen und Räumen gelandet, die ihre persönlichen Fähigkeiten nicht nutzen.

Der Geduldete

Aufgabe von Führungskräften ist es, diese Menschen zu finden, ihre Talente zu entdecken und zum Wohl der Firma einzusetzen. Wer weiß, vielleicht ist der „Head of incoming and outgoing mail" in Wirklichkeit derjenige, der Ideen hat, um die Effizienz im Unternehmen zu steigern. Vielleicht ist er derjenige, der die Kunden und Dienstleister so gut kennt, dass er Optimierungen in Ansprache, Umgang und Timings vorschlagen kann. Vielleicht kann er die internen Abläufe verbessern und damit nicht nur Zeit, sondern auch Geld sparen.

Dazu bedarf es allerdings einiger Vorarbeiten: Die Unternehmenskultur muss offen für Neues sein, fähig sein, sich selber zu verändern. Starre Positionen, Titel und Ebenen verhindern Innovationen. Regelmäßige Mitarbeitergespräche, Ideen-Wettbewerbe, Zeitkonten für Kreativität sowie offene interne Plattformen wie Enterprise-2.0-Lösungen (Wikis, Blogs, Social Networks etc.) können dazu beitragen, Ideen von unten heraus („bottom-up") zu ermöglichen.

Solche Erfolgsgeschichten haben übrigens mehrere Vorteile. Sie bringen dem Unternehmen nicht nur direkten Nutzen, sondern können wunderbar in der Außenkommunikation eingesetzt werden. Wer liest nicht gerne das Märchen vom jungen Mitarbeiter, der mit einer Idee eine ganze ganze Firma umkrempelt? Viele Unternehmen fragen ihren PR-Verantwortlichen oft hilflos: „Aber was für Geschichten haben wir denn, die wir erzählen können?" Und die Antwort ist immer die selbe: „Jedes Unternehmen hat Geschichten. Schauen Sie einfach mal eine Tür weiter und unterhalten sich zehn Minuten mit dem Menschen in dem Büro nebenan. Finden Sie den Schiffbrüchigen mit dem Talent zum Schreiben. Dann haben Sie Ihre Geschichte."

Raimundo aus Brasilien hat übrigens ein Buch herausgebracht. Niemand hätte seine Worte, seine Geschichten jemals gehört, wenn sich nicht jemand die Zeit genommen hätte ihn anzusprechen. Man muss ja nicht gleich die ganze Welt ein Stück besser machen. Man kann auch mit dem Zimmer nebenan anfangen.

Akquirieren nach Wahl

Formel 1 Rennen
Wer nach vorne will, muss die Ideallinie verlassen, auf den Schmutz wechseln.
Zumindest im Formel 1-Rennen.
Andererseits kann, wer Zeit hat, es ja so machen wie im Supermarkt
und fragen, ob man vorgelassen wird.
Wenn man das freundlich genug macht, kommt man auch nach vorne.
Aber halt auch nur,
wenn man nicht viel hat.


Bildquelle

Wort zur Woche

“Achte dauf, daß du die richtigen Mittel wählst, dann wird sich das Ziel von selbst einstellen.”



Mahatma Gandhi

Wieder eine Sentenz eines großen Denkers, die mehr mit Marketing zu tun hat, als er je gedacht.


Mahatma Gandhi
(1869 - 1948)


6 aus 49

So kurz vorm Wochenende sei noch die Anzeige des Jahres 2013 nachgereicht. Falls Sie heute noch Ihren Schein abgeben, wünscht Ihnen der Besserwerberblog 6 Richtige. Ihnen allen, selbstverständlich.

Lotterie 6 aus 49 Anzeigenmotiv.

Die Zeitungs Marketing Gesellschaft hat dieser Tage zum 29. Mal die besten Zeitungsanzeigen des Jahres ausgezeichnet. Gold gab es für die Kampagne „Lotterie 6 aus 49“ der Westdeutschen Lotterie. Verantwortliche Agentur: BBDO Proximity Düsseldorf.

So geht Werbung

(Vorrabdruck einer Rede, die ich in zehn Jahren vor der Akademie der deutschen ... ähm, irgendeiner Akademie eben, halten werde)

Rede BalzBildquelle

Verehrte Jury,

Musik ist Balz, Tanzen ist Balz, tja und Werbung ist natürlich auch nichts anderes als Balz. Das geht so: Werbemännchen sitzt in seiner Höhle und reibt sich gedankenverloren den kleinen Grundnutzen, da kommt der Frühling, und das Männchen will raus. Will eine hübsche, nette, nicht zu komplizierte Zielgruppe kennen lernen, ihr näher kommen und vielleicht auch ein paar kleine, hübsche Geschäfte mit ihr groß ziehen. Doch kaum vor der Höhle, verschlägt es ihm die Sprache: Was ist das?? Dutzende anderer Werbemännchen stehen rum und tun und machen und tun und machen sich Konkurrenz!

Verdammt! Jetzt kommt der Moment, in dem er erst mal nachdenken muss. Hat ihm nicht jeder erzählt: Anpassung? Wär das Überlebensding? Hm! Nu aber mal langsam: Wie sehen denn eigentlich die Zielgruppen aus, die auf Anpassung stehen und die man mit max. Anpassung noch abkriegt? Kanns euch sagen: Schmucklos, trist, ein Jammer, will eh keiner haben, Überbiss, HHNE unter ferner liefen. Nee, so nicht. Also, was,tun? Und da schlägt die Stunde des Tollseins: Sexy sein! Muss man. Auffallen, begehrlich sein, die richtige Werbeagentur — was ich den ganzen lieben langen Tag propagier, eben. Tja.

Nun haben aber manche noch nicht gemerkt, dass die Steinzeit vorbei ist. Was tun sie, arme Troglodyten unter den Werbemännchens? Auf die Werbe-[sagtmannicht] hauen, dass es nur so spritzt, und voll aufdrehen und übertreiben und den Preis runter und die Diskont-Marketing-Welle machen, aber sowas von. Und was, wenn sie fertig sind? Keiner mehr da. Alle: „liih!" gesagt, fremd geschämt, abgehauen. Jaja.
Doch wie macht man's richtig? Werd ich oft gefragt, und dann nehm ich die Gitarre (hab zwar keine, aber egal, kann eh kein Instrument), nehm also meine Gitarre, setz mich hin und spiel ein Lied. Es ist das Lied vom Anschmusen. Eine Parabel oder wie die Dinger heißen. Geht ungefähr so:

Zielgruppe, liebe Zielgruppe, gib mir dein Geld./
Dafür geb ich dir einen Austausch, einen Wert,/
einen relevanten Nutzen, glaub mir, das wird schön./
Eine super Balz als Vorspiel (siehe oben),/
ich bin gar nicht so wie alle sagen, ehrlich,/
wir lassen uns ganz viel Zeit (nicht zu viel, sonst schlaf ich ein)./
Ich bring dir Referenzen ohne Ende,/
die waren alle zufrieden./
Wenn du willst, kannst du mich wieder sehen,/
wenn nicht, auch okay, dann nerv ich dich nicht. Usw.

Glauben Sie mir, so geht Werbung.

Haha, Quatsch, war alles nur Spaß! Nehmen Sie sich die richtige Werbeagentur, dann klappts auch mit der Zielgruppe!

Jürgen Klopp und Franz Beckenbauer werben für Sky

BBDO Düsseldorf und Sky-Marketing haben für Sky Go Deutschlands wohl begehrteste Werbegesichter zusammengebracht: Franz Beckenbauer und Jürgen Klopp.

Werbung für Sky Go
Meistertrainer unter sich: Lichtgestalt Franz Beckenbauer und Teilzeit-Wüterich Jürgen Klopp.

Sky Go Testimonial Jürgen Klopp
Die Kampagne wurde von BBDO Düsseldorf entwickelt und von Filmregisseur Peter Thorwarth („Bang Boom Bang“) und Doppelgänger Film umgesetzt.
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Digital Signage Installationen: Bitte mehr Kommerz statt Kunst

Casper Fopp, WondersignEin Gastbeitrag von Casper Fopp, Director of Marketing & PR bei Wondersign®.

Kurz zusammengefasst sind viele Digital Signage Installationen mehr schnörkeliges Kunstprojekt als schlaues Verkaufsinstrument. Der teils verbissene Fokus auf Technik und Technologie verunmöglicht den Blick aufs Wesentliche: Den Inhalt. Screens sind sehr schnell platziert, allerdings fehlt es dann meistens an den gut aufbereiteten und zielgruppengerechten Inhalten. In der Not greifen KMUs zu Wettervorhersagen, Newstickern und Staumeldungen und versäumen den wichtigsten Effekt des Mediums: Mehr Umsatz zu generieren.
Dieser Umstand ist eine große Chance für Marketingexperten, die das neue Medium mit intelligentem Inhalt befüllen und KMUs helfen, das Optimum aus dem Werkzeug herauszuholen.
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