Was ist eigentlich ... Fossiles Marketing?

Fossiles Marketing ist der Sammelbegriff für alles, was ich mache. Denn ich bin ein Marketing-Saurier. Ich bin der T-Rex der Werbung. Alles, was ich sage, ist so unzeitgemäß wie, ab und zu aus dem Unterholz zu brechen und eine Ziege zu fressen. Man wird es kaum für möglich halten, aber ich vergebe tatsächlich immer noch zwischendurch mal einen Druckauftrag.

Drucken? Auf Papier? Wie fossil ist das denn?


Während für Viele heute das Internet alles ist, ist es für mich immer noch nur einer von mehreren Kanälen. Sowohl, was die Kommunikation angeht, als auch was den Warenfluss betrifft. 2013 betrug das Einzelhandelsvolumen nach Angaben des EHI in Deutschland rund 450 Mrd. Euro, rund 10 Prozent war der Anteil des "interaktiven" Handels. Die Ausgaben für Online-Werbung sind im letzten Jahr um fantastische 32 Prozent gestiegen, waren jedoch mit einem Anteil von 4,5 Prozent am Gesamtwerbekuchen immer noch gering. Man verstehe mich richtig: Mit diesen Zahlen will ich sagen, dass die Welt immer noch auch ein bisschen analog ist. Ich will damit in keiner Weise die Bedeutung des Internets relativieren. Im Gegenteil: Was hier abgeht, wird meiner Ansicht nach noch immer nicht richtig eingeschätzt. Die obigen Zahlen zeigen m.E. die moderate Anstiegsphase einer später exponentiell steigenden Kurve. Sie geben nicht ansatzweise wieder, vor welchen Disruptionen wir stehen. Wer mich persönlich kennt, weiß, dass ich schon seit gut 15 Jahren die digitale Transformation geradezu predige.

Ein Saurier
Ich bin ein Saurier, der T-Rex der Werbung, ein Fossil des digitalen Zeitalters

Und genau das ist es, genau das macht mich zum Saurier: Dass ich das schon so lange predige.

Ich liebe das Internet!


Das Internet ist toll. Und super sind auch die fantastischen Möglichkeiten von Mobile Marketing. Natürlich! Wenn der T-Rex heute in unseren Großstädten jagen könnte, wäre er auch beglückt über die viele frische, leicht zu erlegende und überwiegend nicht flucht- und nicht wehrfähige Beute. Und gleichzeitig bin ich skeptisch. Reden wir mal nicht über Fulfilment, reden wir über Kommunikation. Ein dumpfes Gefühl sagt mir, manchen Unternehmen sind die direkten Wege der Kommunikation zu teuer oder zu mühsam; manche wissen vielleicht auch nicht mehr, wie man mit Kunden redet und hoffen nun auf cookiegesteuerte Banner und "Social-Media-Kanäle". Von welcher Qualität das ist, sehen wir. Es gibt Prototypen sehr guter Kommunikation und es gibt eine Menge rausgeschmissenes Geld. Nicht zu reden von den monatelang nervenden Anzeigen, nachdem man etwas gekauft hat, die genau das weiter bewerben.

Das erinnert mich an meine Kinder. Auch sie verlagern ihre Kommunikation immer mehr ins Virtuelle. Und ich werde nicht müde, das fossile Märchen herunterzubeten, dass Beziehungsdramen nicht per Chat oder in 140 Zeichen oder per "Trauriger Smiley" zu klären sind, sondern man sich besser persönlich unterhält, hilfsweise telefoniert. Ja richtig, und da ist es wieder, dieses Gefühl, ein Saurier zu sein.

Achtung, da hinten: ein Meteor!


Weil wir grad über Saurier reden, die ja wohl von einem Meteor ausgelöscht wurden: Neulich im TV Deep Impact. Und ich? Ich habe mich mit Robert Duvall als Captain Tanner identifiziert, der den jungen Astronauten sagen musste, dass er nicht aus PR-Gründen bei der Mission dabei war, sondern weil er der einzige noch lebende Astronaut war, der schon einmal auf einem anderen Himmelskörper gelandet war. Und in vieler Hinsicht bin ich wie er. Klingt Weinerlichkeit in diesen Worten mit? Vielleicht. Jahrelang redet man sich den Mund fusselig, um "das Internet" zu verkaufen. Und nun, wo das nicht mehr erforderlich ist? Muss man für Oldschool-Kommunikation kämpfen, damit es nicht zu einseitig wird. Und wird als Saurier betrachtet, weil man das tut.

Doch nun ist es gut: Ich wehre mich nicht mehr


Mit jedem Versuch zu beweisen, dass ich kein Saurier bin, verhalte ich mich letztlich genau wie jemand, der einer ist. Es ist ein Catch22. Gebe ich es zu: Saurier! Streite ich es ab: Saurier! Ergo: Fossiles Marketing!

Wie man im Verkaufsgespräch Notizen macht

Einer meiner Beiträge hier hatte das Thema: Das Verkaufsgespräch mit dem vielversprechenden Interessenten. Ganz am Ende des Postings habe ich dann gesagt: "Notizen machen ist das A & O in einem Verkaufsgespräch. .. In einem kommenden Posting mehr dazu."

Tja und dann haben Sie nichts mehr von mir darüber gehört. Das hat heute ein Ende. Gekonnt Notizen machen ist viel zu wichtig für Verkaufsverhandlungen, um es noch länger so stiefmütterlich zu behandeln.

Notizen

Warum überhaupt Notizen machen?


Es gibt nicht nur einen, sondern gleich 3 sehr gute Gründe, weshalb man als Verkäufer im Verkaufsgespräch Notizen machen sollte.

  1. Sie fokussieren sich automatisch auf das was der Kunde sagt. Mit anderen Worten: Sie hören sehr gut zu.

  2. Sie entlasten Ihr Gehirn von Fakten (die Sie sich nicht merken müssen, weil Sie sie notieren) und können sich empathisch auf den Kunden einlassen.

  3. Sie zeigen dem Kunden, dass das was er sagt so wichtig für Sie ist, dass Sie es aufschreiben.

Und wenn wir da noch mal und ganz genau hinschauen, dann stehen da schon 3 Merkmale, die den sehr guten Verkäufer ausmachen.
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Was haben Stephen Hawking und Jörg Immendorff gemeinsam

Binsenweisheiten im Zusammenhang mit ALS: Ja, als Beispiel einer viralen Kampagne ist die Ice-Bucket-Challenge ein beachtlicher Erfolg. Ja, da ist eine Menge Geld zusammen gekommen. Ja, manche Prominente und Dreiviertel-Prominente nutzen die Gelegenheit, um sich ins Rampenlicht zu setzen (Profilneurose usw.). Ja, sogar, wenn Menschen aus den falschen Gründen das Richtige tun, freuen sich die Menschen, denen das Geld hilft. Ja, man kann es bedauern, dass Menschen nicht auch ohne Zirkus drumrum aufmerksam und hilfsbereit sind. Ja, wie bei fast jedem Thema in dieser komplizierten Welt kann man diese Challenge kritisieren oder gut finden und hat auf jeden Fall irgendwie Recht.

Es ist übrigens nicht ganz leicht, für Gegen-ALS zu spenden. Ich habe ein paar Minuten gebraucht, um in dem Wust von Links, den die Kampagne erzeugt hat, ein Spendenkonto für ALS zu finden (Initiative Therapieforschung "Stop ALS"). Manche Spendenempfänger sind erst auf den zweiten Blick oder mit Hintergrundwissen als Anti-ALS-Initiative erkennbar, wie z.B. die Krzysztof-Nowak-Stiftung, an die viele deutsche Fußballspieler gespendet haben. Und dann gibt es Viele, die an die verschiedensten selbst gewählten Empfänger spenden.

Stephen Hawking, der selbst an ALS leidet, hat übrigens auch an der Ice-Bucket-Challenge teilgenommen.

Angeregt durch die Bitte einer Freundin möchte ich mit dem folgenden Video auf das mit dem ALS im Erscheinungsbild verwandte Locked-in-Syndrom aufmerksam machen. Bekanntheit hat es durch Buch und Film "Schmetterling und Taucherglocke" erlangt. Hier gehts zum Spendenkonto des Vereins LIS e.V.

Macht der Gedanken "Leben mit dem Locked-In Syndrom" (Trailer) from Caroline Rosenau on Vimeo.


PS: Mein Vorschlag zur Verbesserung der entsprechenden Wikipedia-Artikel wäre, die Spendenkonten zu ergänzen. Vielleicht mache ich das bei Gelegenheit selbst (wenn man selten in Wikipedia schreibt, ist es nicht einfach, sich da zurecht zu finden).

PPS: Auszug aus der Seite Stop-ALS: ".. Noch immer wird von der ALS als einer 'extrem seltenen' Krankheit gesprochen. Damit wird die hierzulande völlig unterschätzte Häufigkeit der ALS leider reproduziert. Viel sinnvoller wäre es zu sagen: 'Allein in Deutschland stirbt alle 5 Stunden ein Mensch an ALS'. Oder: 'Die ALS trifft einen von 400 Menschen. Bildlich gesprochen: Wer auf das vollbesetzte Dortmunder Fußballstadion schaut, sieht dort 150 Menschen, die im Laufe ihres Lebens an ALS erkranken werden.'"

PPPS: Was hier über den Signal-Iduna-Park gesagt wurde, gilt auch für andere Stadien wie Allianz-Arena, Volkswagen Arena, Veltins-Arena u.a.

Was ist eigentlich ... ein Pitch?

In unserer kleinen Reihe wenden wir uns heute einem Thema zu, dass immer wieder Gegenstand hochkontroverser Gespräche ist: der Wettbewerbspräsentation bzw. neudeutsch: Pitch. Auch dies ist eine Marketingmaßnahme und entsprechend geht es bei ihr auch nur um Geld. Eventuell viel für den Gewinner, evtl. wenig bis nichts für die Verlierer. Vor allem geht es aber um das Geld dessen, der zu dieser Präsentation einlädt. Was aber ist ein Pitch?

Pitch Definition
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Zehn Punkte, die Sie unbedingt beachten sollten

Lieber Leser O. aus P., es trifft nicht zu, dass ich hier nur zu beweisen versuche, dass die Moderne ein Irrtum ist. Mein Anliegen ist vielmehr, in nostalgischer Verklärung darüber zu informieren, dass Manches, was heute schick ist, eigentlich nur neu verpackt und sonst s.o.s. ist. 10-Punkte-Listen zum Beispiel sind älter als man vielleicht denkt.

1. Wie man mit einer 10-Punkte-Liste ein Milliarden-Imperium aufbaut: Forbes


Die Zahlenlisten im noch unglobalisierten Forbes-Magazin waren das erste Mal, dass solche Listen medial auffällig geworden sind. Das war in den 80er oder 90er Jahren, vielleicht auch in den 70ern. Wen interessiert das schon genau bzw. wer hat Lust, sich das zu merken? Genau genommen waren es auch keine 10-Punkte-Listen, sondern einfach der Versuch, wirtschaftliche Zusammenhänge durch Fußballfeldvergleiche begreifbarer zu machen, also eigentlich etwas, das überhaupt nicht hierher gehört.

2. Zielgruppengerechte Verpackung: Die zehn Gebote


Gott wusste schon, was er tat. Ihm war klar, dass kein Mensch in der Lage ist, sich diese ganzen Gebote zu merken, also verpackte er sie mit dem Label "zehn Gebote" und - Pämm! - jeder konnte sie sich merken. Luther behauptete, es waren drei auf der linken, sieben auf der rechten Tafel, aber das ist nur Gerede. Angeblich waren es ursprünglich auch zwölf Gebote, aber s.o.: Wen interessiert das schon?

3. Immer die Aida-Regel beachten: "Heilige Zahl" 10


Ein Foto von Zehen, das auf die Lautähnlichkeit des Wortes "Zehen" mit dem Zahlwort "Zehn" anspielt
Dadaismus vergangener Tage: Zehn, höhö, Zehn ..
Zehn ist keine heilige Zahl. Es ist einfach eine runde Zahl, die erste, die wir kennenlernen, sehr früh, im Prinzip mit der Muttermilch. Der Babo des Dezimalsystems, the big cheese, der Kwisatz Haderach der Erinnerbarkeit, die Maximalzahl von Bullets, die gemäß der meisten Dudennormativitäts- und Regelfetischisten auf eine Powerpoint-Seite dürfen. Sonst uninteressant.




4. Marketingmaßstäbe richtig justieren: Nimm die 10


Unvergessen sind die Worte des Kollegen Christof Hintze, vor vielen Jahren im note-blog: Seine metaphorische Storytelling-Fabel-Story ermahnt uns Marketingtätigen in nachdrücklicher Weise, immer nur das Beste anzustreben. Im Fall des Scheiterns haben wir wenigstens eine prima Zeit gehabt. Wie Faust irgendwie.

5. Zehn kleine Abzählreime hatten großen Durst, da sind sie in den Wald gegangen, doch da gab's nicht mal Wurst


Genug für heute, das dauert alles schon wieder zu lange. Morgen vielleicht mehr (gelogen). Sehen Sie sich bitte in der Zwischenzeit dieses Musikvideo an. Es wirkt am besten, wenn Sie die Lautstärke maximal aufdrehen, die Krawatte resp. Büro-Pumps von sich werfen und laut mitsingen. Versuchen Sie es, und glauben Sie mir: Das ist ein besserer Beitrag zum Thema Marketing als wenn Sie jetzt noch weiterlesen dürften.


Wie man Trigger Events nutzt, um Kunden zu gewinnen

Kürzlich habe ich eine Technik vorgestellt, wie man neue Märkte entdecken kann: mit einem Brainstorming. Und wenn man dann weiß, welche Kunden-Zielgruppe(n) vielversprechend sind, dann geht es daran, die kaufbereiten dort herauszufiltern.

Trigger Event

Man kann nun natürlich, wenn man so eine Zielgruppe entdeckt hat, zum großen Schlag ausholen. Also zum Beispiel eine Serie ganzseitiger Anzeigen in den betreffenden Branchen-Magazinen schalten, 15000 Adressen mieten, ohne wenn und aber alles drei mal anschreiben; wer sich als Interessent outet wird zur 20-Städte Roadshow einladen, usw. usf. - keine Frage: wenn es gut gemacht ist, dann funktioniert das.

Die Kehrseite vom großen Schlag: Die Investition ist a) hoch und zwar sowohl was Aufwand - wie Planung und Orchestrierung betrifft, als auch vom Finanziellen her und b) ist es riskant. Ist so eine Kampagne erst mal am Rollen, dann ist es nämlich sehr schwer, was zu ändern, weil eins ins andere greift. Wenn es schief läuft, dann hilft oft nur mitten drin stoppen. "Wir mussten die Reißleine ziehen", heißt es dann gern.

Aber bitte, wer genug Geld hat und sich sehr sicher ist, so dass er alles auf eine Karte setzen kann, und wer dann auch die anrollende Response-Welle handhaben kann, warum sollte der nicht den großen Wurf versuchen.

Wer allerdings sparsam mit seinen Ressourcen - wie Geld, Manpower, Energie - umgehen muss, und wer erst mal Erfahrung sammeln will, bevor er alles auf eine Karte setzt, der geht besser einen anderen Weg. Und einen solchen Weg will ich Ihnen heute zeigen: Wie man Trigger Events nutzt, um Kunden zu gewinnen.
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Wohin fliegt ein Flyer?

„Bei mir sofort weg!“ , „Rundablage P“, „Auf den Müll!“ – Klassische Antworten, die, wenn man ganz ehrlich ist, null Aussagekraft haben. Dennoch ist es so, dass Flyer ein Gschmäckle der Ineffizienz haben, was auch mit ihrer schieren Masse zu tun hat.

Früher war ein Flyer etwas Besonderes – und der Flyerdruck teuer. Heute ist der Flyerdruck günstig, dafür der Druck auf dem Flyer umso höher. Denn nach wie vor erwarten sich Werbetreibende wahre Wunderdinge von diesem mal zweimal, mal einmal, mal gar nicht gefalteten Stück bedruckten Papieres.

Flyer

Sind Flyer für Marketingzwecke überhaupt noch zeitgemäß?

Natürlich. Und selbst wenn nicht, darum geht es nicht. Auch wenn viele Agenturen meinen, Kommunikation müsse zeitgemäß sein, also Moden folgen, es ist ein Fehler. Kommunikation muss erfolgreich sein, sonst gar nichts. Und wenn man dafür auf unzeitgemäße Mittel zurückgreift, egal – solange sie nicht unlauter sind.

Otto Rehagel wurde mit Griechenland mit höchst unzeitgemäßer Spielweise mit Libero und kontrolliertem Querpass Fußball-Europameister. Was glauben Sie, wie sehr die Griechen das Unzeitgemäße gestört hat?

Jeder kann sich einen Flyer drucken lassen. Aber nicht jeder hat eine Idee. Und wer eine hat, ist auch nicht unbedingt in der Lage, sie mit den richtigen Worten und Bildern zu kommunizieren. Und dann ist natürlich noch das Medium wichtig. Es kann ein Flyer sein, muss aber nicht.

So günstig der Flyerdruck heute auch ist, wenn der Flyer keinen Druck auf den Konsumenten erzeugt, also nicht nicht zum Kauf, zur Kontaktaufnahme oder was immer sein Ziel ist, führt, dann wäre es Geld zum Fenster rausgeschmissen gewesen.

Deshalb kommt es auf die Idee an, nicht das Medium. Und wenn die stimmt, dann lässt ein Flyer fliegen – und zwar die Kunden zu Ihnen.


Bildquelle: istockphoto

Curriculum Vitae (Sponsored Post für torevis.de)

Ich kam am 29.02.1975 auf einem Interkontinentalflug zwischen Frankfurt und New York, kurz nach Erreichen des US-amerikanischen Luftraums, als dritter und einziger Sohn eines bekannten deutschen Dichterdenkers und einer venezuelanischen Schönheitskönigin zur Welt. Als Geburtshelfer fungierte ein zufällig anwesender Herzchirurg aus Südafrika. Somit besitze ich drei Staatsangehörigkeiten, ebenso viele Muttersprachen und rudimentäre Kenntnisse in Afrikaans und isiZulu. Schon während meiner Zeit in der der University of Oxford, UK angeschlossenen Tagesstätte für hochbegabte Kinder konnte ich durch den regen Austausch mit gestrigen, heutigen und künftigen internationalen Leadern der Weltpolitik meine Kenntnisse in Mandarin, Kantonesisch, Hindi, Paschtu, nilosaharanischen und Khoisan-Sprachen vervollkommnen. Aber auch die meisten austronesischen sowie indogermanischen Dialekte sind mir nicht fremd.

Veritas Lebenslauf

Von 1979 bis 1981 besuchte ich Junior High, Senior High in Boston, Massachusetts. Aufgrund eines vom damaligen Governeur des Staates (der griechische Zweig der Familie) vorgetragenen educational enrichment device versetzte mich das Repräsentantenhaus von Massachusetts zu Beginn des Jahres 1982 an die Harvard University in Cambridge, Massachusetts. Dort studierte ich Anglistik, Anthropologie, Theologie, Literatur und Rechtswissenschaften. Meine Promotionsleistungen wurden jeweils mit "summa cum laude" ausgezeichnet. Das Motto der Universität “VERITAS” habe ich bis zum heutigen Tag verinnerlicht. Während eines Wochenendausflugs nach Washington, DC promovierte, dissertierte und disputierte ich an der John Hopkins in Medizin.

Durch Empfehlung meines Großonkels Ronald wurde mir 1983 die Ehre des Besuchs der United States Military Academy in West Point zuteil. Neben einer weiteren Dissertation über die Clausewitz'sche Theorie des Guerillakrieges erarbeitete ich dort in enger Abstimmung mit dem Weißen Haus die sog. Strategic Defense Initiative, welche ich selbst allerdings einige Jahre später wieder verwarf.

Von 1984 bis 2012 arbeitete ich als Consultant, Spin Doctor, Konsul, UNO-Generalsekretär, Verteidiger von O.J. Simpson und Ghostwriter von Charlotte Roche. Meine umfassenden Studien, meine multilingualen Fähigkeiten und mein mir mittlerweile vorauseilender Weltruf kamen mir insbesondere bei der Revision der Lateranverträge zwischen Heiligem Stuhl und Italien, dem Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Volksrepublik China, dem Entwurf des Deutsch-Deutschen Staatsvertrages von 1990, der juristischen Ausgestaltung des Schengener Abkommens und selbstverständlich auch bei der Erfindung des i-Phones zugute. 1984 in Verdun war ich es, der die Hände von François Mitterrand und Helmut Kohl im Versprechen auf eine bevorstehende Skatrunde zusammenführte. Mit einem Knopfdruck startete ich in diesem Jahr zudem das Privatfernsehen in Deutschland und löste auf ebensolche Weise den schwarzen Montag von 1987 aus. 1989 fungierte ich als Notizengeber für Günter Schabowski und 1990 gewann ich unter dem Pseudonym "Lothar Matthäus" die Fußball-Weltmeisterschaft. 1992, 1996, 2000 und 2004 vereinnahmte ich je etwa zwei Drittel der olympischen Medaillenspiegel. Seit 1987 erhalte ich in jedem Jahr den Internationalen Karlspreis zu Aachen und wurde bislang 32 mal als Best Director, Best Actor, Best Actress bzw. mit dem Honorary Award durch die Academy of Motion Picture Arts and Sciences ausgezeichnet.

Nachdem ich 2012 die Eurokrise vorläufig abwenden konnte und einen Fallschirmsprung aus der Stratosphäre absolviert hatte, legte ich ein sog. Sabbatjahr ein, in welchem ich einem talentierten jungen Norweger das Schach-Spiel beibrachte und ihn dann für die Weltmeisterschaft coachte. Dieses Sabatical konnte ich bislang aus den Tantiemen meines, ursprünglich für meine Stiefmutter komponierten und dann von meiner vierten Frau vorgetragenen, Welthits „I will always love you“ finanzieren.

Nun suche ich eine neue berufliche Herausforderung und würde mich freuen zum nächsten Ersten als stellvertretender Marktleiter für Ihre Discounter-Kette tätig werden zu dürfen.
Bitte antworten Sie rasch, denn soeben erhielt ich ein Angebot vom Berliner Senat.

PS: Sollten sich weitere Bewerber für diese Stelle bei Ihnen gemeldet haben, so möchte ich Ihnen ein Pre-Employment Screeening von torevis ans Herz legen und auch so ein bisschen darauf verweisen, dass Sie als Unternehmen nach Compliance-Richtlinien schließlich auch verpflichtet sind, die Daten meiner Mitbewerber auf ihre Richtigkeit zu überprüfen. Wie Sie sicher wissen enthalten 46% aller Bewerbungsunterlagen unwahre Aussagen (Anm.: Ich selbst habe 2009 das entsprechende ADP-Screening initiiert, publiziert und finanziert).
Mit torevis können Unternehmen die Angaben von Bewerbern durch einen unabhängigen und neutralen Dritten verifizieren lassen. Diese Referenzprüfungen übernimmt torevis für die unterschiedlichsten Bereiche: Referenzauskunft Basic, Referenzauskunft Professional, Referenzauskunft Academic, Social Media Profiling und Individual Services sind die derzeitigen Services im Angebot. Mehr dazu hier.

Ich verweise auch deshalb so inständig auf die interaktive Recruitment Compliance Solution von torevis, weil ich sie erfunden habe. Aber das ahnten Sie wohl schon...


Aufrichtigste Grüße

Blog Marketing Blog-Marketing ad by hallimash

Postwurfsendung = Wegwerfsendung?

Eine Antwort hängt vor allem von einem ab: Wer sie gibt. Wenn man nun also jemanden fragt, ob eine Postwurfsendung als Marketingmittel taugt, dann erhält man die eine Antwort.

Klar: Alle Dienstleister, die in diesem Bereich tätig sind, werden die Frage bejahen und Statistiken aufweisen, die ihnen Recht geben.

Noch klarer aber: Alle „Menschen auf der Straße“, die in Postwurfsendungen in ihrem Briefkasten wiederfinden, werden die Frage verneinen und darauf verweisen, dass sie niemanden kennen, der „die Dinger“ liest.

Es ist so ein bisschen wie beim Fremdgehen. Bei Umfragen zum Thema Postwurfsendung geben mehr Männer zu, dass sie es schon mal getan haben. Frauen lügen. Wirklich wissen tut es niemand und außerdem kommt es eh immer auf den Einzelfall an.

Postwurfsendung Marketingmittel
So werden Dienstleister nur in den seltensten Fällen einen (potenziellen) Kunden davon abbringen, eine Postwurfsendung nicht zu platzieren, weil das Thema, die Aufmachung, die Kommunikation, der Weg falsch gewählt ist.

Und ebenso wenig geben die Menschen zu, dass sie sich das ein oder andere schon mal ganz gerne anschauen – wegen der Preise, der Aufmachung, dem Angebot, weil es sie interessiert.

Somit kommt man zu dem Schluss: Ja, eine Postwurfsendung als Marketingmittel funktioniert, wenn sie in Form, Wort und Zahl ein Angebot kommuniziert, das interessiert.

Ansonsten landen diese Kommunikationsmaßnahmen nicht einmal in der sogenannten Rundablage P, sondern fliegen direkt in den Papiermülleimer vor der Tür oder, in Wohnanlagen, in die Kiste unter den Briefkästen.

Vermeiden lässt sich das nie, weil man nie wirklich weiß, wen was wann genau interessiert. Die Entscheidung für oder gegen ein Angebot per Postwurfsendung wird in Sekundenbruchteilen gefällt. Und was bei dem einen funktioniert, z. B. „Werfen Sie diese Postwurfsendung nicht weg.“, wirkt bei anderen als Beschleuniger, weil es wie Betteln wirkt.

Auch die beliebten „Sie haben gewonnen!“-Umschläge scheinen noch ihren Zweck zu erfüllen, ansonsten wären sie doch schon bestimmt ausgestorben. Oder arbeiten in den werbetreibenden Unternehmen nur misanthropische Ignoranten?

Nun, der Schluss liegt nahe, aber es ist bloß eine Vermutung. Ebenso wie die, dass die Werbemaßnahmen, die man mit Respekt und Wertschätzung erstellt, auch Respekt und Wertschätzung erfahren. Vielleicht verdient das nicht jeder Marktteilnehmer , aber dann müssen sich die werbetreibenden Unternehmen auch fragen, ob dieser Marktteilnehmer sie verdient.

Auch das hat viel natürlich mit dem jeweiligen Angebot und der jeweiligen Zielgruppe zu tun. Menschen, die auf 1-Euro-Läden abfahren, haben bestimmt ein anderes Verständnis von Respekt und Wertschätzung als jene, die von Exklusiv-Maklern geworben werden sollen. Aber das gilt es halt zu wissen und danach zu handeln. Dann taugt auch eine Postwurfsendung zu mehr als einer Wegwerfsendung.

Schaufel-Marketing

Großartig, man kann jeden Begriff mit dem Wort „Marketing“ verbinden und er wird irgendwie ein bisschen toller dadurch. Das Affix „-Marketing“ ist das Mit-Käse-Überbacken des Content-Management-Marketing-Geschäfts. Ich bin ja ein Fossil und damit aus Eingeborenenperspektive ein Troll in der heutigen Zeit, denn ich beharre darauf, dass Quatsch Quatsch, Nonsense Nonsense und Mist-Werbung Mist-Werbung ist. Und da geht es schon los: Denn ich sage „Quatsch“ und meine damit auf keinen Fall „Comedy“.

Schaufel-MarketingSchaufel-Marketing ist toll. Ich erinnere an die legendären Schaufel-Experimente des Taylorismus, einer frühen Form der Standardisierung des Standardisierbaren. Jetzt, in meinem Leben ungefähr doppelt so alt wie seinerzeit William von Baskerville, aber nur in Menschenjahren, in Reizbildjahren eher 100 mal so alt und in Kapiertheitsjahren vielleicht halb so alt, erkenne ich: Die Kirche im Mittelalter hat recht gehabt, man hätte das metrische System und Wissenschaften und das alles nicht einführen sollen. Trambahnen, die auf Schienen fahren: igitt! - Anathema! Anathema! Uhren: Oh nein! Der Barcode: Des Teufels! Et idem: www! Nur Tiefkühlpizza: Danke Gott, dass es die gibt!

Außerdem denke ich, dass Douglas Adams im Unrecht war, denn es ist kein Handtuch, das wir mitführen sollten, sondern eine Schaufel. Außer, dass ein Handtuch besser in ein Flugzeug zu schmuggeln ist, hat ein Handtuch nur Nachteile. Schon mal versucht, ein Bäumchen zu pflanzen? Mit einem Handtuch? „Siri, wie kann ich mit einem Handtuch einen Mitbewohner beseitigen?“ (Und so ungern ich es sage: Die Schaufel ist sogar der früher häufig verehrten Sandale überlegen.) Die Hausaufgaben: Schreiben Sie eine 10-Punkte-Liste über Marketing. Irgendwas. Nur 10 müssen es sein. Und Oma - falls du das liest: Hör auf, in den Kommentaren rumzutrollen! Vom Internet verstehst du nichts!

Danke für's Zuhören. Hier wieder zusammenhanglos ein Produkt, das ich diese Woche für Sie entdeckt, aber nicht ausprobiert habe. To save you a click: Es handelt sich um sog "Reparaturknete". Klingt toll und aufregend, und vielleicht probiert es mal jemand aus und erzählt, ob's was taugt.

Geballte Kompetenz

Frank Herold
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Heiko Walkenhorst Wortführer
VerbAgentur
H. Walkenhorst auf xing

Gerold Braun
Direktmarketing Blog
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Torsten Matthes
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Markus Mayr
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