Augmented LOL - Identitätskrisen in der Werbung

Einer meiner persönlichen Helden war Onkel Roland. Lange bevor ich Superman- und Batman-Heftchen kennenlernte, bewunderte ich Onkel Roland. Er war so vielschichtig, er konnte sich so gut verstellen, er konnte im einen Moment herzlich, im nächsten aggressiv und wieder im nächsten brutalst witzig sein. Okay, er war immer laut, aber sonst ... er hatte viele Gesichter. Und er bereitete mich darauf vor, dass im Leben die Dinge nicht immer so sind, wie sie scheinen.

Später kamen "Spidie" und Superman/Clark Kent und Batman/Bruce Wayne mit ihren doppelten Identitäten in mein Leben. Danach irgendwann erst Max Frisch und dann eine lange Folge von Krimis und Horrorfilmen, die einen wesentlichen Teil ihrer Schreckwirkung häufig der Tatsache verdanken, dass irgendwer nicht der ist, der er zu sein scheint.

Und nun also Werbung. Nein, um es gleich klarzustellen, es geht mir nicht darum, dass Produkte in der täglichen Wirklichkeit öfter nicht die Eigenschaften haben, die ihnen in der famosen Werbewelt zugeschrieben werden. Nein. Es geht mir schlicht um die Volatilität des Seienden- eines Seienden, das gar nicht ist, was es ist. Äh .. scheint.

"Du bist nicht du, wenn du hungrig bist"


Die Verwandlung von schlechter Laune in gute Laune, einfach durch irgendein Produkt, ist ja ein uralter Topos der Werbung. Neu ist, dass Menschen komplett jemand Anderer sind. Tim und Sam und wie sie alle heißen werden zur Diva, wenn sie hungrig sind. Erst ein Snickers stellt den Ur-Zustand wieder her. So weit, so gut. Und hier ist die Welt noch relativ einfach.




"... bin ich gar nicht deine Freundin, sondern Manuel Neuer."


Wesentlich komplexer ist die Welt von Coke Zero. Der seelischen Gesundheit der Zuschauer zuliebe, wird die Aufdeckung der schockierenden Camouflage im Spot durch die Aussage abgemildert: "Siehst du: Wenn du willst, kannst du alles haben..." Was eigentlich nur heißen kann: "Wenn du es schaffst, dir einzubilden, dass Coke Zero wie echtes Cola schmeckt, dann steht einer soliden schizophrenen Paranoia (ICD-Code F 20.0) nichts mehr im Wege!"




Augmented LOL


Die Welt, einmal betrachtet als Menge der Daten, die uns überfluten, wird immer umfangreicher, immer komplexer und immer irrer. Wenn es heißt "Die Partei. Gegen Europa. Für Europa.", wird ziemlich klar, was ich unter "irre" verstehe (das soll nicht despektierlich sein, ich bin Fan von Martin Sonneborn). Früher konnte man Amerika einfach lieben oder hassen. Heute nicht mehr. Wenn man nur ein bisschen differenziert, muss man beides. Genauso Angela Merkel. Sie macht das alles prima - und gleichzeitig führt sie uns mit ihrer Nicht-Politik ins Verderben usw. Die Welt, die wir wahrnehmen, ist nicht mehr die Welt, sondern eine big, big, crazy mediale Repräsentation - vermittelt durch die Apps, über die sie sich uns bis in ihre feinsten Verästelungen darstellt. Die Welt ist ein Mem, ein LOL-Anlass, ironisch augenzwinkernd. Und wer wer ist, auf der anderen Seite des Social Media Kanals - wer weiß das schon?

Salesforce CRM: Ein e-Book zeigt 5 Strategien für KMU

Customer-Relationship-Management. Man ist quasi sofort geneigt an Software, Verwaltung, Dititales und Tralala zu denken. Immeröfter auch an SaaS, Cloud und Hassenichgesehn. Dabei geht es zunächst einmal ja nur um Bezieungsmangement oder auch Kundenpflege. Natürlich kommt es ein bisschen auf die ausgeübte Profession an, in den allermeisten Branchen, Berufen und Unternehmen sollten aber Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Können die erfolgversprechensten CRM-Systeme sein. Denken Sie mal drüber nach, wenn Sie die nächste Noreply-Mail mit Textbausteinen auf den Weg bringen.

Nichtsdestotrotz gibt es natürlich auch weiterführende Tools und Systeme, die das tägliche Buhlen um den Ziel-, Wunsch- und Stammkunden leichter machen können, leichter machen sollten. Und selbstverständlich wähnt man da gerne mal große Unternehmen mit unendlich groß erscheinender Manpower, und Kapital sowieso, im Vorteil. Aber ist das so? Zumindest nicht zwangsläufig.

E-Book von Salesforce zum DownloadUnd SALESFORCE (das ist nicht gar so verwunderlich, schließlich möchte man in diesem Segment gerne Software verkaufen) hat fünf Strategien aufgetan, mit denen insbesondere Kleinunternehmer ihre Vorteile nutzen und erfolgreich sein können. Und natürlich kann man diese guten Ratschläge einfach mal abtun und erklären, dass sei alles schon mal da gewesen. Man könnte sie sich aber auch einfach immer mal wieder vor Augen halten und versuchen eben jene Vorteile auszunutzen.

Lassen Sie sich also bitte nicht vom Hinweis auf den Sponsored Post täuschen und machen Sie das einzig richtige: Laden Sie sich das E-Book von Salesforce herunter. Hier! Es ist kostenlos, nicht umsonst und vielleicht genau die Art von Inspiration, die Ihnen im Umgang mit Ihren Kunden noch gefehlt hat. Viele weitere Lösungen für kleine und mittelständische Unternehmen von Salesforce gibt es hier. Wir wünschen viel Erfolg!


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Marianne und Michael, Ehrmann, Yeahmann!

Das hier ist ein Sponsored Post, was nichts heißen mag, denn höchstwahrscheinlich sind Sie schon ob der Headline in freudiger Erwartung nun gleich rhythmisch losklatschen zu dürfen... Oder?

Wie dem auch immer sein mag: Hier ist er, der vermeintliche Viralkracher des Januar 2015: Marianne & Michael feat. MC Apfelstrudel singen und rappen für die neuen Sorten Almighurt Hüttenspaß von Ehrmann.



Und ganz gleich ob Sie sich nun grämen, schämen oder freun: Entscheidend ist vorm Kühlregal. Yeahmann.



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Guten Tag.

"Zählen Sie nicht die Menschen, die Sie erreichen.
Erreichen Sie die Menschen, die zahlen."


Guten Tag.

Mein Onkel kennt den Dalai Lama nicht

Kennen Sie den Dalai Lama? Ich auch nicht. Mein Onkel auch nicht. Dann müssten Sie doch meinen Onkel kennen, oder? – Ich möchte heute ein Geheimnis aufdecken, das viele Werbekunden schon lange beschäftigt. Hier ist es. Das Geheimnis. Die Wahrheit. Exklusiv. Für Sie. Die Antwort ist: Ja. Wir Werbeleute kennen uns alle. Jetzt ist es raus.

Das ist wie mit alten Leuten. Die kennen sich auch alle. Ärzte auch. Interessant ist es bei Leuten mit südländischem Aussehen. Wenn sie Verwandte in der Türkei haben, kennen sie auch alle Ägypter und Inder und den Mann, der in Giesing einen Obststand hat. Auf magische Weise kennen sich übrigens auch alle, die mal was mit dem großen Zeh hatten, sowie alle mit einem rothaarigen Kind.

Das hängt mit zwei Dingen zusammen. Erstens Zielgruppenforschung und zweitens Ogilvy. Lassen wir Ogilvy diesmal beiseite, Sie wissen ja: Mit Ogilvy lässt sich in der Werbung alles begründen. Wenn Sie mal nicht weiter wissen, werfen Sie einfach „Das hat Ogilvy gesagt.“ in den Raum. Zielgruppenforschung, das ist – nun, alle Menschen haben dieses Spiegelneuron (Sie finden es rechts hinter dem Ladekabelerregungszentrum). Das Spiegelneuron macht Menschen empathisch, was einfach ein anderer Ausdruck dafür ist, dass jeder ein Zielgruppenforscher ist. Das läuft so: Kaum steht man jemandem gegenüber, beginnt eine unbewusste Zielgruppenanalyse: Wer ist der (oder die)? Was macht der (oder die)? Wie kann man den (oder die) clustern? Und einordnen. Und sortieren. Und zielgruppenspezifisch ansprechen. Und so kommt’s. Interessant, wie? Jetzt haben Sie wieder etwas über die neuronalen Grundlagen der Kommunikation gelernt.

Werber sind übrigens angesehen. Denn ebenso, wie man Ärzten auf der Grillparty sofort erzählt, was man da für einen eigenartigen Schmerz in der Unterleibsgegend hat, erzählt man auch Werbern etwas, das mit ihrem Beruf zusammenhängt. Zum Beispiel, dass man vor fünf Jahren mal einen Werbespot von Hornbach gesehen hat.

Das Geschenk, für das Sie Frauen lieben werden
Das Geschenk, für das Sie Frauen lieben werden
Danke, dass Sie bis hierher mitgelesen haben. Um Ihnen für das Lesen dieses Beitrags eine Belohnung, d.h. einen praktischen Nutzwert zu bieten, habe ich eine Geschenk-Empfehlung für Sie. Wenn Sie mal auf der Suche nach einem Geschenk für eine Frau sind (und wer wäre das nicht?), kaufen Sie ihr ein SOI Handtaschenlicht. Lesen Sie, was auf der verlinkten Seite steht. Ich habe es gekauft. Seitdem bin ich beliebt. Und das wollen Sie doch auch? Bis nächste Woche!

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Guten Tag.

Scheiße!



Scheiße

Danke, Bulo

Guten Tag.

Frohes, Neues Jaaaaaaa!


Ja, natürlich ist das ein abgegriffenes Wortspiel. Aber schon bitter, dass es immer noch funktioniert. Einzig und allein, weil es ZU WENIG Ja-Sager gibt. Ja, zu wenig.

Ja-Sager gelten als rückgratlos, unterwürfig, ängstlich. Das Gegenteil ist der Fall. Gerade auf Entscheiderebene zeichnet sich der Ja-Sager durch Mut aus, denn er ist bereit zu Neuem, er ist angstfrei. Scheitern findet er zwar auch scheiße, aber wegen der Möglichkeit verfällt er nicht in Schockstarre, sondern er ist durch die Option motiviert, sein Projekt zum Erfolg zu verhelfen.

Und dann ist klar, was er sagen wird:

JAAAAAAAAAAA!


Was sagen Sie? Auf ein erfolgreiches 2015.

Heiko Walkenhorst
Ja-Sager

Wort zur Festwoche

“Die meisten Leute feiern Weihnachten, weil die meisten Leute Weihnachten feiern.”



Kurt Tucholsky

Wieder eine Sentenz eines großen Denkers, die mehr mit Marketing zu tun hat, als er je gedacht.

Kurt Tucholsky
(1890 - 1935)

Die Dark-Op-Wunderwaffe: Schein-Marketing!

Alle Welt spricht von Content-Marketing und ähnlich nerdischen Nerdigkeiten. Dabei wird übersehen, dass unbeachtet, heimlich und leise im Schatten der Königsdisziplinen eine weitere immens wirkungsvolle Marketing-Disziplin gedeiht: Schein-Marketing!

Das Thema wird totgeschwiegen. Offizielle Zahlen existieren nicht. Mit beträchtlichem Aufwand ist es uns dennoch gelungen, die Mauer des Schweigens zu durchbrechen. Schockierende Fakten: 42 Prozent aller Marketing-Tätigen waren schon einmal in Schein-Marketing verwickelt; viele, ohne es zu wissen. Das Problem ist schlimm, sehr schlimm. Doch niemand tut etwas! Der Tenor bei den Betroffenen: Aufklärung tut not! Früh ansetzen, informieren, Alternativen aufzeigen! Na schön. Aufklärung? Hier ist sie:

10 Zeichen, an denen Sie Schein-Marketing erkennen


1. Sie werden direkt vom CEO des Unternehmens gebrieft, der sich auch noch drei Stunden Zeit für Sie nimmt. Irritierend – aber die Lösung lesen Sie am nächsten Tag auf der Homepage: Der CEO hat seine Aufgaben mit Wirkung zum nächsten Ersten aufgegeben. Er ist eine „lame duck“, lässt es sich aber nicht nehmen, ein Projekt noch anzuschieben, das ihm persönlich sehr wichtig ist (von dem man ihn nicht abhalten kann und das sofort nach seiner offiziellen Abordnung eingestellt wird).

2. Ihr Ansprechpartner ist Dr. Kleeberg, ein älterer Herr, der seine Texte noch professionell mit Excel verfasst. Er korrigiert Manuskripte, indem er mit der Schere zerschnittene Textfahnen mit handschriftlichen Anmerkungen versieht, mit Tesa ins Layout klebt, dann scannt und als Bild-PDF an Sie schickt.

3. Niemand stellt die sonst häufige Frage, ob Sie sowas schon einmal gemacht haben.

4. Alle sind unglaublich freundlich, ja verdächtig freundlich zu Ihnen. Der Marketing-Leiter, mit dem Sie sprechen, schenkt Ihnen Plastikspielzeug aus seinem Werbemittelbestand. Die Atmosphäre ist locker, heiter, man macht Scherze, erzählt irrelevante Interna und fordert sie großzügig auf, sich mit Keksen zu bedienen.

5. Niemand macht Termindruck.

6. Sie haben verdächtig viel Freiraum.

7. Das Projekt ist nicht in einen operativen Umsetzungsplan eingebunden. Vielleicht sind Sie ja so verrückt und fragen, wie die geplante Seite oder Broschüre oder das Event nachbereitet, mit Traffic versorgt oder in Umlauf gebracht werden soll. Wenn Sie damit Panik auslösen, geweitete Augen, umgestoßene Kaffeetassen, und jemand stotternd, umständlich, weit ausholend ausweicht, dann haben Sie es ganz klar mit Schein-Marketing zu tun.

8. Das Geld für das Projekt stammt nicht aus dem Marketing-Budget, sondern Sie haben Ihre Rechnung beispielsweise an Human Resources oder das International Reporting Services Department zu richten.

9. Beim Briefing ist vor allem Eines wirklich klar: Dass die Rechnung unbedingt vor Jahresende, zwingend noch in diesem Geschäftsjahr gestellt werden muss.

10. Unternehmensangehörige stoßen unwillkürlich einen kurzen, hysterischen Schnapplacher aus, wenn Sie das Projekt erwähnen.

Grafik, die zeigt, wie Schein-Marketing den Unternehmensalltag beeinflusst: 42 Prozent aller Betroffenen waren schon einmal zu 100 Prozent betroffen
Schein-Marketing im Unternehmensalltag: 42% aller Betroffenen waren schon einmal zu 100% betroffen





















Es gibt zahllose Gründe, warum Schein-Marketing selbst in Zeiten angespannter Budgets so verbreitet ist. Experten haben berechnet, dass Schein-Marketing trotz der damit verbundenen Kosten immer noch günstiger ist, als das, was damit verhindert werden soll. Was auch immer es ist. Auch darüber gibt es kaum Daten. Frohoho-he Weihnachten!

Zwei zu selten kommunizierte Vorzüge der Berufs- bzw. Marketing-Haftpflichtversicherung

Natürlich. Dies ist ein Sponsored Post. Ein Sponsored Post für Hiscox und das Angebot des Spezialversicherers rund um die Haftpflicht, Berufshaftpflicht, Marketing-Haftpflichtversicherung ....

Nur für den Fall, dass Sie so gar nichts mit dem Thema "Versicherungen im Marketing Blog" anfangen können, habe ich einen Vorschlag für den alternativen Zeitvertreib. Gestalten Sie sich doch einfach ein T-Shirt anhand der nachstehenden Vorlagen... ;-)

T-Shirt statt HaftpflichtShirt statt versicherung
Machen Sie sich bitte keine Gedanken ums Copyright. Die Kreation geht auf das Konto einer Ex-Freundin, die diese Trikotagen einst mir zudachte.


Hiscox HaftpflichtversicherungWenn Sie jetzt noch hier und nicht bei Spreadshirt sind, dann möchte ich mit Ihnen einen Blick auf den Leistungsumfang einer solchen Haftpflichtversicherung von Hiscox werfen. Der Versicherer hat zudem ein paar kleine Infografiken bereit gestellt. Auch die sind einen Blick und sicher auch eine Überlegung wert.

Das Angebot von Hiscox wendet sich speziell an Dienstleister aus Marketing, Werbung und PR und bietet neben der Kernelementen einer Berufshaftpflichtversicherung einige branchenspezifische Specials. So umfasst der Versicherungsschutz beispielsweise ...

Infografik Marketing Haftpflicht... Verletzung von Schutz- und Urheberrechten als auch Persönlichkeits- und Lizenzrechten

... verschuldensunabhängige Haftung (durch Fehler Dritter)

... verzögerte Leistungserbringung (by the way: davon könnte ich aktuell ein Liedchen singen)

... Schäden durch die Übertragung von Viren und/oder Malware

... Eigenschäden (durch fehlerhafte selbst hergestellte Druckunterlagen oder vergebliche Aufwendungen)

... Schäden durch Diebstahl, Betrug, Untreue oder Unterschlagung Ihrer Mitarbeiter (trau, schau,wem!)

Weitere und ausführliche Informationen dazu gibt es - natürlich - bei Hiscox und auch die Kollegen von form-buero.com und blog.buero-x.org berichteten dieser Tage sehr ausführlich.


In diesem Blogposting möchte ich mich aber zweier besonderer Vorteile einer Haftpflichtversicherung annehmen, die zu selten und viel zu wenig deutlich kommuniziert werden.
"Zwei zu selten kommunizierte Vorzüge der Berufs- bzw. Marketing-Haftpflichtversicherung" vollständig lesen »

Geballte Kompetenz

Frank Herold
F.Herold auf xing

Heiko Walkenhorst Wortführer
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