Wenn das iPhone ein Hanuta wäre. - Ein marketingphilosophisches Gedanken-Experiment.

Wenn das iPhone ein Hanuta wäre, das wäre toll. Denn ein herkömmliches iPhone hat man oder hat man nicht, aber wenn man es hat, hat man es immer. D.h. man muss nicht jeden Tag ein neues kaufen wie bei Hanuta. Wenn das iPhone aber ein Hanuta wäre, wäre das Hanuta logischerweise auch ein iPhone, d.h. genau wie dieses müsste man es nicht jeden Tag am Kiosk holen, sondern hätte es immer bei sich. Toll.

Ein Foto, das kein Hanuta und kein iPhone zeigt
Kann Spuren von Nüssen enthalten
Zweimal im Jahr würde der CEO-Dings, Vorstandsvorsitzende oder so eine Veranstaltung machen, in der das neue Hanuta vorgestellt wird. Es wäre größer und teurer und hätte jedes Mal ein paar neue Nüsse. Das Marketing für ein solches Hanuta wäre leichter, weil das Hanuta ja auch leichter ist als das iPhone.

Vielleicht wäre das Marketing aber auch schwerer. Denn das iPhone wäre dann ja auch leichter, weil es wie ein Hanuta wäre – also bevor das Hanuta ein iPhone wäre. Leicht zu sein, ist sehr wichtig. Content übrigens auch; wichtig.


Das größte Problem wäre allerdings, dass das iPhone, wenn es das Hanuta wäre, und damit das Hanuta wie das iPhone wäre, wieder genau wie vorher wäre, also wie das iPhone. Ein iPhone, das wie ein iPhone ist, wäre dann aber auch nichts weiter Besonderes mehr. Sehr schwierig für‘s Marketing. Doch vielleicht könnte man ein iPhone entwickeln, das wie ein Snickers wäre, und das Snickers dann wie ein Hanuta und das Hanuta dann wie ein iPhone, ohne dass das iPhone ein Hanuta ist, weil es ja ein Snickers wäre. Damit wäre das Marketing ein Kinderspiel.

Was Marketing-Strategie von Serienkillern lernen kann

Welche Marketing-Strategie ist besser: Generalist oder Spezialist? Seit ich vor vielen Jahren informiert wurde, was der Unterschied zwischen einer Bank und einer Bausparkasse ist, beschäftigt mich die Frage, was erfolgreicher ist: Sich als Spezialist oder als Generalist zu positionieren? Es waren Serienkiller bzw. Psychopathen, die mich der Antwort ein Stück näher gebracht haben.

Psychopathen handeln ohne Risikobewusstsein


Offenbar sind viele Mörder und alle Serienkiller stark psychopathisch veranlagt. Es gibt den sog. Hare-Test, benannt nach einem amerikanischen Forscher, der sein Leben der Erforschung psychopathischer Persönlichkeitsstrukturen gewidmet. Was Psychopathen auszeichnet, ist ihr Mangel an Empathie, ihre Reu- und Gewissenlosigkeit und eine generelle Angstfreiheit. Sie sind selbstsicher und ziehen ihr Ding durch, ohne groß herumzuzaudern oder sich in Reflexionsketten hineinzuprokrastinieren. Psychopathen haben kein Risikobewusstsein. Man kann das auf CRTs sehen.

Auch Alkohol reduziert tendenziell Hemmschwellen und erleichtert Handeln ohne größeres Grübeln


Alkohol im Gehirn hat zahlreiche Wirkungen. Unter anderem reduziert er die Wirkung von Glutamat, die Weiterleitung von Nerven-Erregungen wird gedrosselt, der Informationsfluss wird langsamer, nur die stärksten Signale kommen durch. Man fühlt weniger, merkt weniger, erinnert sich an weniger. Gleichzeitig wird die Wirkung der Gamma Amino-Buttersäure (GABA) verstärkt, die u.a. als Angstlöser gilt. Kombiniert bewirkt Alkohol also, dass im Gehirn wenig los ist, das einem dafür aber besonders klar ist. „Heureka! Ich habe die Weltformel gefunden!“ – man kennt das (von entfernten Bekannten). Kurz gesagt: Wir sehen weniger Angst, weniger Risikobewusstsein, reduzierte Hemmschwellen und mehr Spontaneität.

Wann ist ein guter Manager ein guter Manager?


Der als „Management-Diagnostiker“ bekannte Personalpsychologe Rüdiger Hossiep hat neulich in einem Interview – nein, was ich sagen will, ist: Die Wissenschaft hat festgestellt, ein
„wesentliches Qualitätsmerkmal eines erfolgreichen Managers sei eine gewisse Neigung zu psychischen Störungen, vor allem das Ausblenden von Emotionen. (…) Man sollte schon ein bisschen verrückt sein, das hilft. Aber dazu gehören natürlich auch ganz wesentliche Dinge, nämlich sich fokussieren zu können, sich nicht durch Emotionen – auch nicht eigene und die anderer Personen – irritieren zu lassen“.


Kurzer Disclaimer: Ich will niemanden desavouieren. Professor Hare nennt die Zahl von 1 Prozent der Bevölkerung, die psychopathisch veranlagt ist, und vermutet, dass diese Zahl unter Führungskräften rund fünffach höher ist. Wir sprechen hier also von 5 Prozent „Bösen“ gegenüber 95 Prozent „Braven“. Hier noch ein weiteres, etwas differenzierteres Interview mit Rüdiger Hossiep:



Vorfahrt auf der Autobahn der Entscheidungen


Etwas vereinfacht und über einen Kamm geschoren finden wir also im Kopf von Menschen, deren Stärke angstfreies Handeln ist, ein von Nebengleisen befreites Denk-Vorfahrtsystem. Ich muss zugeben, das ist arg metaphorisch. Doch was sich hier zeigt, sind Gehirne, die aus angeborener Neigung oder durch Routine oder durch Alkohol zu einem System leerer Autobahnen geworden sind. Die Verkehrsströme des Denkens laufen zügig auf breiten Wegen, ungestört von Kleinverkehr und klar gerichtet auf wenige Ziele, ohne Seitenwegen beachten zu müssen und ohne sich in alle Himmelsrichtungen zu zerfransen. (klingt wie „Triumph des Willens“ – aber egal jetzt, wir sind fast durch)

Was denn nun? Spezialist oder Generalist?


Zurück zur Eingangsfrage müssen wir, falls wir die vorgenannte Vorfahrtsmetapher gelten lassen, der Spezialistenstrategie den Vorzug geben. Auch hier sehen wir eine vergleichbare Konzentration auf das Wesentliche.

Im Übrigen noch ein Tipp für das Lesen von Blogbeiträgen oder Zeitungsartikeln: Um die Essenz mitzunehmen, müssen Sie nur jeweils den ersten und letzten Absatz. Gut, dabei entgehen Ihnen vielleicht die grandiosesten Spekulationen oder Beweisführungen, aber was ist das für ein Verlust gegen den Verlust, einen Artikel gar nicht lesen zu können?

Inspiration für erfolgreiches Content Marketing!

Sarah NeumannEin Gastbeitrag von Sara Neumann, Content Manager des Lotto Online Anbieters theLotter.

Google machte in den letzten Updates klar, dass der Content einer Webseite ein wichtiger Parameter für die Bewertung der Seite und somit auch dem Ranking ist. Immer wieder klagen Firmen und Content Writer darüber, dass Sie nicht genügend Content erzeugen können. Doch meiner Meinung nach, ist nicht die Quantität das Problem sondern die Qualität.

In andern Worten dient der Content der erzeugt wird auch der beabsichtigten Funktion?

Hochwertiger Content bringt den Leser dazu, eine Aktion auszuführen, ob das nun das Teilen des Contents auf sozialen Netzwerken ist, sich in eine E-Mail Liste einzuschreiben, den Verkaufsmitarbeiter zu kontaktieren oder einen Einkauf online zu tätigen. Das Ziel ist den Leser dazu zu bringen etwas zu tun.
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Das Leben ist zu kurz für youtube

So sollte man eigentlich meinen. Dennoch präsentieren wir Ihnen hier im Blog und auf unserem youtube-Kanal alle Nase lang kleine und große Spots aus der schillernden Welt der Werbung. Was uns in diesem Zusammenhang immer wieder erstaunt ist der Erfolg einzelner Videos und teils profan wirkender Werbebotschaften, die man so gar nicht auf der Rechnung hatte. So sind hier im Blog nicht etwa Jean-Claude van Damme oder die kleinen Meisterwerke, die Lürzer's Archive präsentiert, besonders erfolgreich, vielmehr sind es Nick, Helene, die Geissens und sowieso Müller, die uns Freude machen.
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Gar nicht so beschissen, die App

App für die Toilette

Since writing on bathroom walls is done neither for critical acclaim nor financial gain it is the purest form of art.


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Berufe in der Werbung - heute: Chirurg

Der beliebteste Beruf der Welt ist Hirnchirurg. Es gibt nichts Schöneres als die hilfesuchenden Menschen, die angeströmt kommen und zum Beispiel Dinge sagen wie: Herr Doktor, Herr Doktor, mein Gehirn drückt, mit meinem IQ stimmt was nicht. Und dann bohrt man das auf, repariert den IQ und näht das wieder mit zwei-drei Stichen zu. Worauf der Gesamt-Durchschnitts-IQ der Welt ein wenig steigt. Und man hat etwas Gutes getan.

Chirurg und WerbechirurgDer zweitbeliebteste Beruf der Welt ist Werbechirurg. Durch den medizinischen Fortschritt der Kommunikation sind heute selbst schwierige Eingriffe reine Routine. Eine Menge Geld lässt sich mit werbekosmetischen Operationen verdienen: Nasenkorrekturen, Logovergrößerungen, Reichweitenverlängerungen. Am schnellsten und billigsten und dennoch unbeliebtesten von allen Operationen ist die Amputation. Sehr schade, denn vereinzelt wäre es das Gesündeste, adipöse Etats einfach zu amputieren.

Die Gründe für kommunikative Dysfunktionen sind dieselben wie zu Hause bei Hempels: Bewegungsmangel und zu viel Ernährung. Außerdem zu wenig Liebe - für sich selbst oder die Zielgruppe. Das Ergebnis ist ähnlich. Man vernachlässigt sich und wird für die Zielgruppe unattraktiv. Da hilft auch kein Absaugen. Am komplexesten sind Organtransplantationen. Es kommt vor, dass der Werbung erst Hand und Fuß angenäht werden müssen. Und im Notfall bleibt nichts anderes als die Transplantation der kompletten Botschaft.

Wie Beck’s mittels Verpackungsdesign sogar für einen Düdo attraktiv wird

Verpackung und Verpackungsdesign sind eher selten Thema in diesem Blog. Das mag einerseits daran liegen, dass man - wie in anderen Lebensbereichen auch - gerne mal als selbstverständlich nimmt, was nicht unbedingt selbstverständlich ist. Beispielsweise ein angenehmes Äußeres.
Andererseits versorgen uns rd. 300 Agenturen und deren PR´ler regel- und unregelmäßig mit Informationen rund um neue Kampagnen, Werbemaßnahmen etc. - Verpackungsdesign spielt dabei keine große, oder besser gesagt überhaupt keine Rolle.

Dabei ist die Verpackung nicht nur ein wichtiges Werbemittel, sie ist nach dem Produkt selbst wohl das wichtigste. Oder kaufen Sie aufgrund von Facebook-Likes?
Im Optimal-Fall spricht eine gute Verpackung den Konsumenten auf verschiedene Weisen an und trägt zur Emotionalisierung bei.

Natürlich hat die Optik hier die größte Wirkung. Sie lenkt den Blick durch Form, Farben und Schriften auf das Produkt. Besonders bedeutend ist die Farbgestaltung, sie entscheidet bei Konsumgütern oft über den Verkauf. Die Haptik wird dann bedeutend, wenn der Kunde das Produkt in die Hand nimmt: Eine griffige Form und eine schmeichelnde Produktoberfläche sollen die Kaufentscheidung erleichtern. Bei einer Reihe von Produkten spielt auch die Akustik der Verpackung eine Rolle. Der Duft hingegen kommt meist erst beim Produkt selbst ins Spiel.

Aber bevor ich hier damit fortfahre meinen nicht vorhandenen Lehrauftrag auszufüllen, möchte ich Sie lieber auf ein Gadget aufmerksam machen, von dem ich erst heute, 6 Monate nach dem Produktlaunch, durch eine kleine Meldung der Agentur justblue erfuhr, von dem ich aber fest glaube, dass es so manch Einem zusätzliche Gänge zum Kühlschrank erspart und damit den Sommer verschönert hat: Dem Beck’s Cool Pack.



Schon vor jahren propagierten wir hier im Blog "Weniger arbeiten. Mehr schaffen." Durch dieses Gadget sehen wir uns so ein bisschen bestätigt (Seltener zum Kühlschrank laufen, mehr und kälter saufen). Somit können die Kollegen vom marketingfish so viel motzen wie sie wollen, das Cool Pack ist erstmal enorm innovativ. Wenngleich ich (Düsseldorfer) mir ein anderes Bier dafür vorstellen könnte. Aber man kann ja bekanntlich nicht alles haben...

Was ist Corporate Clothing? – Was ist Corporate Fashion? – Und wieso trägt John Wayne keinen Helm?

Woher wissen Hunde, dass andere Hunde Hunde sind? Die Wissenschaft weiß es nicht, wir Marketing-Leute schon: Es ist ihre Corporate Identity, die sie über Rassegrenzen hinweg identifizierbar macht. Wie schon Benno Keysselitz sagte, für mich der Papst aller CI-Päpste, der David Ogilvy der Unternehmensselbstverständnisse, ist an einer Eiche jedes Blatt anders, dennoch sind sie alle gleich, und jeder weiß, dass ein Eichenblatt ein Eichenblatt ist. Die Lösung? Selbstähnlichkeit mit einem definierten Maß an Unterschiedlichkeit. Genauso bei Kleidung.

Ein Eichenblatt ist ein Eichenblatt
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Mal wieder dmexco

Messegespräche
Danke

Eine Akquise-Strategie - was braucht man dazu?

Kein Geschäft ohne Kunden. Und kein Wachstum ohne neues Geschäft. Wenn man kurz über die beiden Sätze nachdenkt, stellt man fest: Eigentlich Binsenwahrheiten, nicht wahr?

Vielen, die sich selbständig machen ist das allerdings gar nicht bewußt: Wer ein Geschäft betreibt muss wissen, wie er neues Geschäft an Land zieht - wie man akquiriert.

Was man hingegen oft sieht, ist hektisches Treiben. Da wird mal eine Anzeige geschaltet und dann vielleicht ein Werbebrief verschickt. Da werden Google- AdWords gebucht und nebei noch Newsletterwerbung geschaltet. Kurz: Es wird dies gemacht und jenes probiert - allerdings alles recht willkürlich, planlos.

Wer so aus der Hüfte schießt, sollte damit rechnen, dass seine Akquise-Aktionen dann ohne - oder so gut wie ohne - Wirkung verpuffen.

Akquise

Akquise braucht ein Fundament, wenn sie Wirkung entfalten soll.


Das Fundament einer wirkungsstarken Akquise ist eine Akquise-Strategie.
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Geballte Kompetenz

Frank Herold
F.Herold auf xing

Heiko Walkenhorst Wortführer
VerbAgentur
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Gerold Braun
Direktmarketing Blog
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Torsten Matthes
Marketing - Projektmanagement - Text
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David Ogilvy bloggt

Geständnisse eines Werbemannes
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