Rosenkohl im modernen Content-Management

(mit Weihnachtsgeschenk-Tipp am Ende des Beitrags)


Es ist Rosenkohl-Zeit, Sie haben es sicher bemerkt. Wenn Sie Rosenkohl kochen, können Sie tiefgefrorene Ware kaufen. Wenn Sie jemanden fragen, der noch nie in seinem Leben Rosenkohl geputzt hat, werden sie 500 Argumente bekommen, warum TK-Kohl besser und frischer und überhaupt besser ist als frischer Rosenkohl. Ich sage: Nehmen Sie den frischen! Kaufen Sie ihn nicht im Supermarkt, sondern irgendwo, wo Sie davon ausgehen können, dass Ihr Rosenkohl tagesfrisch vom Großmarkt kommt und nicht schon eine Woche lang in einer lieblos gecategorymanagten Schütte rumgammelt.

Rosenkohl waschen. Strunk abschneiden*. Alle Blätter entfernen, die Ihnen zu dunkelgrün oder einfach nur unsympathisch sind. Schneiden Sie den Strunk ein. Wasser zum Kochen bringen und einen Teelöffel Salz dazugeben. Wenn es Ihnen ein besseres Gefühl gibt, waschen Sie den Rosenkohl noch einmal, geben Sie ihn dann in das kochende Wasser. 15 Minuten kochen lassen, abgießen, mit kaltem Wasser abschrecken. Butter erhitzen, einen Schuss Sahne dazu, Salz, Muskat, Pfeffer, den Rosenkohl dazugeben, mischen, fertig. Wenn der Rosenkohl Frost bekommen hatte und Sie viele der dunklen Blätter weggeschnitten haben, schmeckt er richtig süß. Butterkartoffeln dazu. Feinherber Riesling. Die Welt ist schön!

Supersoft (= Küken), soft (= Schaf), bärenstark (= äh, naja, Bär) und extrastark (= Löwe) (okay, der ist ein Küchentuch) (trotzdem) - alle dreilagig bis auf das Küken
Supersoft (= Küken), soft (= Schaf), bärenstark (= äh, naja, Bär) und extrastark (= Löwe) (okay, der ist ein Küchentuch) (trotzdem) - alle dreilagig bis auf das Küken


* Strunk, nicht etwa Strunz oder Spunk

7 effektive Wege zu New Business, bei denen man nichts tun muss, um Geld zu verdienen

Networking ist wichtig. Neulich war ich auf einer Networking-Veranstaltung. Motto: „Alles kann, nichts muss“. Thema habe ich vergessen. War bestimmt interessant. Spannend. Und inspirierend. Man kann Menschen kennenlernen, bekommt Anregungen und macht New Business.

1. Bereiten Sie sich vor, bringen Sie ein Nachtsichtgerät mit


Beim Networking ist entscheidend, dass man a) Small-Talk kann, b) seinen Elevator-Pitch beherrscht und c) nicht sofort nach Aufträgen fragt. Außerdem darf man sich nicht betrinken. Alle tun, als ob sie nur wegen des spannenden (und inspirierenden) Themas hier wären. Gleichzeitig ist alles durchdrungen von angespannt zurückgehaltenem Blutdurst.

Das Reizvolle am Networken ist, dass man Menschen aus verschiedensten Branchen trifft. Gleich am Eingang wurde ich von fünf Männern begrüßt. Einer war Texter, ein anderer Redakteur, der Dritte PR-Autor, ein weiterer war Blogger, aber eigentlich Texter bzw. genau genommen Internet-Startup-Unternehmer, und der mit der Brille war Content-Marketing-Berater. Sponsoring-Partner waren ein aussichtsloser Triple-B-Internetprovider und ein Bartpflege-Produkt.

Ein Nachtsichtgerät
Unentbehrlich für professionelle Networker: das Nachtsichtgerät (erhältlich bei Yps oder Micky Maus)































2. Beachten Sie geheime Tabus, über die man nicht sprechen darf


Der Veranstalter entschuldigte sich, dass das Mikrofon so schlecht funktionierte und wünschte einen schönen Abend. Dann ging die eigentliche Veranstaltung los. Ich hatte meine Hausaufgaben gemacht und gesehen, dass unter den 79 angemeldeten Gästen auch ein potenzieller Kunde war. Der potenzielle Kunde ist quasi der goldene Schnatz und man muss ihn fangen. Gleichzeitig muss man die Konkurrenz abblocken.

3. New Business: Citius, altius, fortius


Meine schon im Kindergarten begonnene Elite-Ausbildung und eine Million Achtstundentage hatten mich bestens vorbereitet auf das, was nun folgte. Geschmeidig duckte ich mich unter ein paar Faustschlägen weg, kugelte mich zwischen den Bistrotischchen zur Bar und ließ mich flach über den Tresen rollen. Hinter der Bar ist die Deckung besser, außerdem kommt es vor, dass Kunden, die noch nicht lange dabei sind, hier Zuflucht suchen. Und tatsächlich kauerte hier ein verängstigter junger Mensch, den ich sofort mit Handschellen an den Zapfhahn kettete. Ich stopfte ihm eine Visitenkarte ins Sakko. „Rühren Sie sich nicht von der Stelle, wenn Sie lebendig hier rauskommen möchten!“

Ich sah mich um. Neben dem Beamer wüteten fünf ehemalige, jetzt als Social-Media-Berater tätige Journalisten, die jeder nur „Die schmutzigen Fünf“ nannte, und weideten den Praktikanten mit der Fernbedienung aus. Vom Eingang her setzten sich ein kleiner italienischer Klemptner und ein Gorilla in Richtung Bar in Bewegung. Zeit, zu verschwinden. Ich löste die Handschellen meiner Beute vom Zapfhah, fesselte ihn an meine Linke und suchte nach einem Fluchtweg.

4. Fesselnde Begegnungen und Hamster-Wisdom


Doch verdammt! Was zum ..? Eine Kunsthistorikerin mit wütendem Blick, die als Content-Marketing-Beraterin hier war, hatte mich an die Spülmaschine gefesselt. Hämisch lachend nestelte sie in ihrem Michael Kors Shopper herum, um eine sedierende biografische Erzählung herauszuziehen. Doch natürlich hatte ich mit all dem gerechnet. Ich warf meinen Gaudi-Kostüm Halloween Dritten-Arm (extra realistisch) von mir und setzte sie mit einem Donnerschlag außer Gefecht. Nur noch eine Handvoll goldener Münzen und ich könnte mit einem Powerstern meine Konkurrenten hinter mir lassen.

Ich zog das Laserschwert. „Siri, finde mir einen Ausgang!“ – „Quiek! Das ist ein Android, du Vollpfosten! Quiek!“, antwortete mein Smartphone. „Hör mal, ich kann jetzt nicht mit dir diskutieren! Wie komme ich hier raus?“ Eine Display-Nachricht informierte mich, dass ich ein dringendes Update installieren müsste. In diesem Moment trat Bud Spencer vor mich und versetzte mich mit einem trockenen Muff auf die Stirn ins Land der Träume.

5. Wer zu früh einschläft, den bestraft das Leben


Ich erwachte davon, dass die Putzfrau mich bat, die Füße zu heben. Die Präsentationen waren vorbei. Alle waren weg. Müde schleppte ich mich zum Taxi. Zu Hause angekommen, sah ich, dass sie mich geschminkt und „Opfer“ mit Edding auf meine Stirn geschrieben hatten. In meinem Sakko steckten zweitausend fremde Visitenkarten von Social-Media-Beratern.

PS: Ich entschuldige mich dafür, dass der Beitrag nicht zu 100 Prozent erfüllt, was die Überschrift verspricht. Ich habe in einem Blogbeitrag gelesen, dass man das so machen soll.

Ein inspirierendes Symbolbild für New Business, in dem ein Mann zu sehen ist, den man ins kalte Wasser geworfen hat © Dudarev Mikhail - Fotolia.com
New Business - kein Problem für Profis © Dudarev Mikhail - Fotolia.com

Die drei Aufgaben, wenn man neues Business entwickeln will

Vor einiger Zeit schrieb ich darüber, wie man neue Kunden, Zielgruppen, Märkte sucht und findet. Und das – vielversprechende, profitable Kunden entdecken – ist eine von drei Aufgaben, wenn man neues Business entwickeln will. Die anderen beiden Aufgaben heißen "Geschäftskontakte (Leads) generieren und entwickeln" und "Verhandeln & Verkaufen".

Business: Kunden-Gruppen

Schauen wir die 3 Aufgaben ein mal aus der Nähe an
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Kein Angebot einfach so ins Blaue

Und was mache ich, wenn der Kunde sagt: “Machen Sie mir ein Angebot.”, und ich bin noch gar nicht so weit? – Das ist wirklich erst mal eine ganz unangenehme Situation. Auf der einen Seite kann man als Verkäufer noch nicht genau sagen, was der Interessent will oder braucht. Auf der anderen Seite will man auch nicht so einfach “Nein” sagen. Man könnte ja einen (offenbar kaufbereiten) Interessenten verprellen, oder?

Es gibt eine richtige Antwort auf dieses zu frühe “Machen Sie mir ein Angebot”. Und sie liegt auch noch ganz nahe. Aber, sie scheint sehr sehr schwer; besonders für unerfahrene Verkäufer oder solche, die gerade eine Krise durchmachen. Aber Okay, die richtige Antwort lautet: “Ich bin noch nicht so weit!”

Das kann man natürlich ein klein wenig “verpacken”. Was zur Folge hat, dass der passende Interessent ganz gespannt ist, während wir es vor ihm wieder auspacken. Wer will, kann das tun (Wie das geht, nachher gleich mehr). Man kann sein “Ich bin noch nicht so weit!” auch einfach so in den Ring werfen. Das ist ein bisschen Gefühls- oder Geschmackssache.

Angebot

Aber, was man keinesfalls tun sollte: Anfangen ein Angebot auszuarbeiten, wenn man nicht alle notwendigen Informationen dazu hat.
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Vergleichsportale und Kundenbewertungen: Trends, Hintergründe und wirtschaftlicher Nutzen

Jenny Gebel von netzsiegerEin Gastbeitrag von Jenny Gebel, Online-Redakteurin beim Vergleichsportal Netzsieger.de.


Wer sucht, wird auch etwas Billigeres finden. Getreu diesem Motto machen sich mittlerweile Millionen deutsche Verbraucher täglich die Mühe, auf Vergleichsportalen nach günstigen Angeboten bzw. Tarifen zu suchen. Dabei bleibt im Grunde genommen kein Lebensbereich außen vor, denn von der Traumreise, über die Kfz-Versicherung bis hin zum besten Stromtarif lässt sich mit wenigen Klicks alles bequem vergleichen. Als Erfolgsbeispiel lässt sich hier auf netzsieger.de verweisen, denn hier finden Interessenten unter dem Motto 'alles vergleichen' für vielfältige Lebensbereiche zahlreiche Vergleichsoptionen.

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10 universelle Thesen von Reichtum, Glück und Content-Marketing (Advanced-Content-Approach)

Eigentlich müsste die Überschrift anders lauten: Was mir heute im Leerlauf so durch den Kopf gegangen ist. Aber wer will das schon wissen? Hier, bei der Überschrift, geht es um mehr: um Auffälligkeit, Distinktion, Relevanz usw. Damit Ihr Text gelesen wird, müssen Sie unbedingt an der Advanced-Content-Schraube drehen. Und damit haben Sie schon Lektion 1 gelernt:

1. Verkauf Kühlschränke in Alaska –
mit perfekt formulierten Buzz-Word-Headlines


Eine Überschrift muss catchy sein („catchy“ kennen die Älteren noch als „pfiffig“). Sonst liest niemand den folgenden Text. In der Menschheits-Geschichte ist kein Fall bekannt, wo jemand einen Text gelesen hätte, ohne zuvor die Überschrift gelesen zu haben (ist natürlich auch manipulativ, die Headline oben über den Text zu setzen; noch dazu in großer Typo!).

2. Mach Hyper-Branding und erwähne Marken oder Promis –
oder beides (aber niemals, niemals Sex!)


Hier ein Foto einer Blondine, die darstellt, wie man ein Foto sinnvoll in den Content einbindet © Sergii Figurnyi - Fotolia.com
Blondinen dürfen auf keinen Fall nichts mit dem Text zu tun haben! © Sergii Figurnyi - Fotolia.com
Egal, ob man eine Marke lobend oder despektierlich erwähnt: Beides bringt Leser, Hauptsache, der Name kommt vor. Wenn man es geschickt anstellt, zum Beispiel durch das Bild einer Blondine, die aber auf keinen Fall nichts mit dem Text zu tun haben darf, bleiben auch nach der 2-Sekunden-Grenze stets zwei Leser hängen.

Marken, die sich dafür eignen, sind Apple oder Samsung oder Audi. Oder man erwähnt Promis, also Menschen-Marken, wie Helene Fischer oder Michael Jackson. Oder Helmut Kohl. Oder Erwins Pils Pub! Erwins Pils Pub, gepflegte Biere in der Bahnhofstraße 7, jetzt ein iPad mit jedem siebten Pils.







3. Sei wichtiger als dein Textgegenstand –
und alle Welt will ein Kind von dir


Im Gegensatz zu anderen, langweiligen Textarten wie Dissertationen, darf ein Blogbeitrag subjektiv und persönlich sein. Eigentlich muss er das sogar. Am besten macht man mit jedem Wort darauf aufmerksam, dass der Text einen unglaublich intelligenten und witzigen Autor hat, der tolle Wörter kennt und sich traut, waghalsigste Satzkonstruktionen zu entwerfen, bei denen irgendwann keiner mehr weiß, wie der Satz eigentlich angefangen hat. Der Gegenstand eines Textes muss zwingend hinter die Person des Autors zurücktreten. „The author ist the message!“, wie Michel Montignac in seiner berühmten Gandhi-Biographie so treffend schrieb.

4. Beweis der Welt, wie falsch sie liegt


Haben Sie studiert? Geisteswissenschaften? Dann wissen Sie ja, dass eine Abschlussarbeit nur dann gut ist, wenn sie alles Bisherige in Frage stellt. Die gesamte Forschung hat geirrt! So einfach ist das. In einem guten Blogbeitrag ist es genauso. Seien Sie der/die Erste, der/die alles richtig sieht. Endlich!

5. Reg dich auf – sei der Größte


Je höher das Erregungsniveau, desto authentischer die ganze Aussage. Völlig egal, ob es um die Flut neuer CDs von irgendwelchen Bands aus den 70ern geht, einen typografischen Fehlgriff auf einer Kaugummipackung oder eine Anzeige, die sowieso nur 20 ältere Damen im Possenhofener Hinterhofblatt gesehen haben, regen Sie sich auf, als ginge es um den Weltuntergang.

6. Reg dich MEHR auf – gib den Schwachen Hoffnung


Werden Sie ausfällig, um klarzumachen, wie wichtig das Thema ist. Beleidigen Sie Menschen, rufen Sie Andere zum Handeln auf. Werden Sie persönlich (vergessen Sie nicht, alles mit „sorry“ zu relativieren). Niemand darf tatenlos zusehen, wenn ein Unternehmen wirkungslose Werbung macht.

7. Kenn die richtigen Leute


Es reicht nicht, Bescheid zu wissen, man muss die richtigen Leute kennen. Anfänger zitieren Shakespeare, machen Sie es besser, zitieren Sie Leute, die kaum einer kennt. Zum Beispiel Thomas Müller, Profiler aus Österreich, oder Ralf, der jeden Freitag in Erwins Pils Pub ist. Sie wissen schon: Erwins Pils Pub, gepflegte Biere in der Bahnhofstraße 7. Außerdem Autoritäten wie Onkel Arthur (internationale Politik), Onkel Herbert (Sport, Wirtschaft), Tante Thekla (Medizin, Wissenschaft) und Oma (neue Medien).

8. Storytelling – die 3-in-1-Marketing-Superwaffe


Erstens ist „Storytelling“ natürlich ein 1A-Buzz-Word, zweitens wird niemand ernst genommen, der nicht mit Storytelling arbeitet, und drittens ist Storytelling immens wirkungsvoll. Als ich zum Beispiel letztes Jahr bei der Oscar-Verleihung mit meinem guten Freund Robbie Williams im Gespräch war (er wollte meinen Rat wegen einem Werbespot, den er grad machte), kam Warren zu uns rüber.

Warren begrüßte mich sehr herzlich, fragte, wie es meinem Hund geht, ich schüttelte ihm die Hand und meinte, dass Rasputin super drauf ist, obwohl ich ihm immer Walmart-Futter kaufe, wir lachten, und dann wollte er, dass ich ihn mit Robbie bekannt mache. Wir redeten noch lange über dies und das, hingen später noch auf ein paar Drinks in der neuen Kneipe rum, die Robert de Niro gerade eröffnet hatte, und da sagte Warren zu mir den entscheidenden Satz: Torsten, sagte er, wenn du wirklich erfolgreich sein willst, mach Storytelling! Alle nickten, auch der Nikolaus.

9. Setz dich für die gute Sache ein


Orientieren Sie sich an Sunzi, schlagen Sie nur Schlachten, die Sie schon gewonnen haben. Setzen Sie sich engagiert und erfreulicherweise ohne Folgekosten für das Gute ein. Ergreifen Sie Partei für Ghandi, Schweitzer und Einstein, verteidigen Sie Mozart und Kafka, werfen Sie sich gegen Krieg und Tierquälerei in die Brust und erzählen Sie, während Sie noch ein Lachshäppchen vom Tablett nehmen, wie Sie jedes Mal leiden, wenn ein Bergigel stirbt. Die kaum einer kennt, weil sie schon so gut wie ausgestorben .. ∗schnüff∗ … die armen Tiere.

Machen Sie auf jeden Fall einen „Pro-Umwelt“-Aufkleber auf Ihren BMW. Am besten zwischen den Sylt- und den Apple-Aufkleber. Über den „Ich bremse auch für Kinder-“ und den „Woodstock“-Aufkleber. Neben den „Für Wale“-, den „Für Pinguine“-, den „Ich hab den Längsten“- und den „Payback“-Aufkleber. Jetzt 0,1% Rabatt bei Herausgabe all meiner persönlichen Daten. Mensa-Club, Singapur. Lotto Baden Württemberg. Biosiegel sind oft unseriös. Amen.

10. Distinktion ist alles


Abstand, Abstand, Abstand, wie Karl Lagerfeld gesagt haben könnte. Marketing beruht darauf, sich zu unterscheiden. Beachten Sie die Figur-Grund-Beziehung, seien Sie die Figur und nicht der langweilige Hintergrund. Und verbal, das muss man leider sagen, bleibt da kaum etwas Anderes als Angeberei. Werden Sie der größte Angeber der Welt, und Sie verkaufen den Eiffelturm! Ihre Kunden werden Sie lieben!

11. Buch meine Seminare und werde reich, richtig reich


Meine Seminare finden jeden zweiten Dienstag auf dem Mond statt. Genießen Sie in Schwerelosigkeit schwebend den Blick auf die Erdkugel mit einem Glas französischen Rotweins und skandieren Sie das Mantra des guten Verkäufers: Eines Tages gehört das alles mir! Und ja, richtig, es sind elf Thesen, aber wenn eine Überschrift zu viele Thesen ankündigt, wird der Text nicht gelesen.

Exposè: Businessplan zum Antrag auf Seedfinanzierung durch Venture-Capital-Unternehmen

Der Markt


Jedes Jahr werden allein in Deutschland rund 28 Millionen Weihnachtsbäume gekauft. Jeder Weihnachtsbaum kostet 75 Euro. Da die männlichen Käufer von Weihnachtsbäumen aber von den Weihnachtsbaumverkäufern sofort als die cleveren Manager identifiziert werden, die sie nun mal sind, und weil diese beruflich mit großvolumigen Investitionen befassten Manager-Männer den Verkäufern von Weihnachtsbäumen auf Anhieb sympathisch sind und sich sowieso nicht übers Ohr hauen lassen würden, bekommen sie die Bäume (1,80 hoch, original Biozucht aus nachhaltigen Wäldern, organischer Fairtrade, dicht benadelt, einfach eine Pracht) ausnahmsweise, aber nicht weitersagen, zum reduzierten Preis von lächerlichen 65 Euro. Marktvolumen demnach rund 1,8 Milliarden Euro.

Dieser Umsatz wird allein in der Vorweihnachtszeit erzielt, grob gesagt in einem Monat im Dezember.

Zu sehen ist ein Weihnachtsbaum im Wert von 75 Euro (Geschenke sind auch zu sehen, doch diese sind nicht Gegenstand des Businessplans)
Das Produkt: Weihnachtsbaum; Vertriebspotenzial deutlich nicht ausgeschöpft


Das Nadelöhr bzw. der begrenzende Flaschenhals für diesen Markt ist der stationäre Handel, der mit seinen Produkten nur in der Vorweihnachtszeit auf hässlichen Eckgrundstücken ohne Parkgelegenheit anzutreffen ist.

Die Analyse unter systematischer Befragung mehrerer Marktexperten (Opa und Onkel Herbert) hat aber ergeben, dass es genug Bäume gibt, um den Vertrieb von Weihnachtsbäumen ganzjährig mit Produkten zu versorgen (Anlage 1).

Die Idee


Ganzjähriger Weihnachtsbaumverkauf über das Internet mithilfe einer Gratis-App, die im ersten Schritt als Mobile-App für iPhones und Android-Smartphones, im nächsten Schritt als Desktop-App und schließlich für alle weiteren Plattformen verfügbar sein soll (Browser sowieso).

Steigerung des Absatzes durch mächtige Preisreduktionen in der Größenordnung von 12 Prozent durch Ausschaltung des Man-in-the-Middle. Aufbau von 20 großen Logistikzentren in ganz Deutschland (EU-Föderung möglich!).

Das Volumen für den ganzjährigen Weihnachtsmarktverkauf beträgt (ohne Ausweitung der Zielgruppe durch die Verbilligung der Produkte) 12 x 1,8 Milliarden Euro abzüglich 12 Prozent = rund 19 Milliarden Euro. Allein in Deutschland!!!!

Skalierbarkeit der Idee


Sukzessive Ausweitung des Vertriebs auf Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich, England, USA, Kanada, Australien, Neuseeland, China, Japan, Irak, Iran usw.

Bonusfeatures


"Sprich-mit-deinem-Baum"-Funktion, Bildgalerie, Speicher historischer Baumdaten, Community- und Chat-Features (Treehugging etc.), Plätzchen-Verkauf, optionale Weihnachtsmannvermittlung, Geschenkeservice, Deko-Bedarf, Winterkleidung, Bartwuchsmittel, Skireisen.

Finanzbedarf


1% des möglichen Umsatzvolumens, d.h. 190 Millionen Euro als Seed-Kapital für eine Beteiligung von 5 Prozent. Im ersten Jahr.

Leads generieren im Web

Freund oder Feind, fight or flight. Es sind die ersten 2 Sekunden, in denen entscheidet sich, ob wir jemanden mögen oder nicht. Und wenn andere dich mögen dann wollen sie das beste in dir sehen und suchen unbewusst nach Gelegenheiten, “Ja” zu sagen.

Auf einer WebSite sind es vielleicht ein paar Sekunden mehr. Aber auch hier entscheidet sich rasend schnell, ob einer bleibt oder gleich wieder geht. Wir brauchen nur mal uns selber über die Schulter zu schauen, wenn wir im Web unterwegs sind, weil wir Information suchen oder ein Problem lösen wollen. Hab ich nicht recht?

Und wenn einer auf einer WebSite sagt: “.. sieht gut aus hier, ich bleibe”, dann können wir davon ausgehen, dass er unbewusst nach Gelegenheiten sucht, “Ja” zu sagen. Und wenn wir einen als Lead gewinnen wollen, dann ist das gut für uns, wenn er “ja” sagen will.

Leads produzieren
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Orte der Worte

Unter der Überschrift "Mediaplaner aufgepasst" haben wir hier schon einmal über, sagen wir mal: thematisch unglückliche Platzierung von Werbung berichtet. Klar kann man sich, wenn man ganz, ganz streng ist, darüber ärgern, dass man viel Geld für das Gegenteil der intendierten Ziele ausgegeben hat. Andererseits ist dadurch Aufmerksamkeit garantiert und ein Leben weitaus länger, als es Werbung sonst zuteil wird, zum Beispiel als eMail-Attachment unseres Händlers für Präsentationsprodukte ("Danke.") und folglich in einem Blog für Besserwerber:


Köstliches Product Placement
McDonalds / Burger King

Wer wirbt wofür?
Seniorenheim WerbungMediaplanung im Stadverkehr
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Wirkungsoase Zeitung: Der ruhende Gegenpol

Markus Ruppe, ZMGMit einer Kampagne rund um das fiktive Unternehmen "Consumer Penetration Unlimited (CPU)" persiflieren die ZMG Zeitungs Marketing Gesellschaft und Ogilvy & Mather Advertising Frankfurt die mediale Hektik sowie die immer engmaschigere Kontrolle des Konsumenten.

Ein Gastbeitrag von Markus Ruppe, Geschäftsführer der ZMG Zeitungs Marketing Gesellschaft über das Erfolgsprinzip Slo-vertising.

Der „Slo-vertising“-Gedanke, die Medienwelt und der Bedarf für kommunikative Ruhe- und Konzentrationszonen.



Chief Penetration Officer Carsten Heintzsch bringt die Idee von „Consumer Penetration Unlimited“ (CPU) auf den Punkt. Mit ständig neuem Wahnsinn versucht die Werbebranche den Konsumenten zu überlisten.



„Pre-Toilet-Ads“ und „Funeral-Sponsoring“ sind natürlich total überzeichnet. Aber sie spiegeln wider, wo es hingeht.



Menschen – auch wenn sie Konsumenten sind – wollen nicht ständig und immer und überall getrackt werden.



Haben die Menschen ihren Alltag früher noch als „grau“ bezeichnet, empfinden sie ihn heute zumeist als „stressig“. Das stellt auch der Jens Lönneker von rheingold salon bei seinen Studien fest. Umso mehr gewinnt Zeit an Bedeutung.

Die Zeitung ist da der ruhende Gegenpol. Ihre Leser leisten sich den Luxus, Zeit zu haben, zu lesen. 45 Millionen Menschen nehmen sich in Deutschland täglich Zeit für Neues. Sie saugen das Neue quasi in sich auf. Sie wollen wissen, was los ist. Sie lesen im Durchschnitt 39 Minuten intensiv – in körperlicher Ruhe, aber höchster geistiger Bewegung – Zeitung. Das ist der Zeitpunkt für Slo-vertising.

Zeitungsleser schaffen sich breites Wissen, um mitreden und mitentscheiden zu können. Bei keinem anderen Medium kann der Leser einerseits so schnell eine Doppelseite, dicht gefüllt mit Informationen überfliegen, und andererseits alles sehen und sich doch auf das konzentrieren, was ihn interessiert. Nirgendwo erhält der Leser so schnell eine professionelle Einordnung einzelner Themen. Schließlich will ich wissen, rege nur ich mich auf oder ist die Aufregung allgemein?

Und in Zukunft?

Die heutigen Kinder und Jugendlichen wachsen längst damit auf. Pre-Consumer-Education ist teilweise leider schon Realität. Aber genau deswegen lernen die jungen Leute frühzeitig sich abzuschotten. Je mehr etwas blinkt und leuchtet und dreht, umso eher wird es als „Spam“ eingeordnet. „Wirken statt blinken“ schrieb Dirk Engel in seinem Blog „Kunden wissen“. Wer Zeitung liest, entscheidet sich aktiv für Information. Für Jugendliche ist die Zeitung heute das vertrauenswürdigste Medium. Vielleicht wird sie nicht immer gedruckt gelesen, sondern oft am Laptop oder auf dem Smartphone, aber sie wird gelesen – und sie wird fokussiert gelesen, im „Informationsaufnahmemodus“.

Geballte Kompetenz

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