Mittwoch, 10. August 2005
12:36
Ich lass mich scheiden!
Bleiben Sie locker. Wer so was sagt, ist nur frustriert. Also, keine Panik. Aber ein paar Gedanken sollten Sie sich schon machen, wenn Sie das hören:
Worauf haben Sie geachtet, als Sie Ihren Partner kennen gelernt haben?
Trug er immer dasselbe?
Sagte er Ihnen immer dasselbe?
Warum haben Sie sich überhaupt für ihn entschieden?
Das Äußerliche war es wohl nicht – nur. Natürlich war es Ihnen wichtig, schließlich wollten Sie sich ja auch voller Stolz mit ihm/ihr sehen lassen, aber er/sie sollte ja auch Charakter haben, was Besonderes, nicht immer die gleiche Litanei von sich geben (außer Sätze wie "Ich liebe dich.", "Nur du.", "Ach, du bist mein ***", die man immer wieder gerne hört – aber selbst die werden irgendwann zur unglaubwürdigen Floskel.)
Sie wollten doch – und wollen es noch heute – angenehm überrascht werden. Und wenn nicht, schauen Sie sich um, denn, und das wissen Sie ja auch, die anderen sind auch nicht wirklich schlechter. Warum also nichts Neues probieren? Klar, das ist ein gewisses Risiko, hat aber auch seinen Reiz.
Zum Beispiel, dass Ihr Kunde sich von Ihnen nicht trennt, sondern Ihnen und Ihrer Marke treu bleibt. Das geht aber nur durch Anpassung und Veränderung ohne Aufgabe seines Grundcharakters (Markenkern).
Denn ob Sie es mögen oder nicht: So sind sie, die Kunden von heute. Emanzipiert. Unabhängig. Und die Unternehmen? Viele erkennen Ihre Abhängigkeit nicht wirklich und agieren wie Patriarchen. Sie gehen nur von sich aus, von Wunschdenken, verwechseln Starrsinn mit Tradition, und wundern sich eines Morgens, dass sie statt der gebügelten Kleidung für den nächsten Tag die gepackten Koffer für den nächsten Lebensabschnitt vorfinden. Das kann jeden treffen.
Manchmal ist es unvermeidlich, manchmal ist es sogar super, aber halt nicht immer. Und mit Hesses "Abschiedszauber" kriegen Sie Ihre Bilanz auch nicht gerettet. Zudem hat man es als Patriarch heutzutage schwer, jemanden Neues zu finden. Außer, man bezahlt dafür, geliebt zu werden. Und irgendwann ist man pleite. Aber wer liebt schon Versager?
Conclusio:
Seien Sie nicht blöd: Nicht Geiz ist geil - das ist nur billig - Reiz ist geil. Verlieren Sie Ihren nicht. Es ist das Einzige, was Sie haben, um andere für sich zu begeistern. Jetzt. Für immer.
Worauf haben Sie geachtet, als Sie Ihren Partner kennen gelernt haben?
Trug er immer dasselbe?
Sagte er Ihnen immer dasselbe?
Warum haben Sie sich überhaupt für ihn entschieden?
Das Äußerliche war es wohl nicht – nur. Natürlich war es Ihnen wichtig, schließlich wollten Sie sich ja auch voller Stolz mit ihm/ihr sehen lassen, aber er/sie sollte ja auch Charakter haben, was Besonderes, nicht immer die gleiche Litanei von sich geben (außer Sätze wie "Ich liebe dich.", "Nur du.", "Ach, du bist mein ***", die man immer wieder gerne hört – aber selbst die werden irgendwann zur unglaubwürdigen Floskel.)
Sie wollten doch – und wollen es noch heute – angenehm überrascht werden. Und wenn nicht, schauen Sie sich um, denn, und das wissen Sie ja auch, die anderen sind auch nicht wirklich schlechter. Warum also nichts Neues probieren? Klar, das ist ein gewisses Risiko, hat aber auch seinen Reiz.
Zum Beispiel, dass Ihr Kunde sich von Ihnen nicht trennt, sondern Ihnen und Ihrer Marke treu bleibt. Das geht aber nur durch Anpassung und Veränderung ohne Aufgabe seines Grundcharakters (Markenkern).
Denn ob Sie es mögen oder nicht: So sind sie, die Kunden von heute. Emanzipiert. Unabhängig. Und die Unternehmen? Viele erkennen Ihre Abhängigkeit nicht wirklich und agieren wie Patriarchen. Sie gehen nur von sich aus, von Wunschdenken, verwechseln Starrsinn mit Tradition, und wundern sich eines Morgens, dass sie statt der gebügelten Kleidung für den nächsten Tag die gepackten Koffer für den nächsten Lebensabschnitt vorfinden. Das kann jeden treffen.
Manchmal ist es unvermeidlich, manchmal ist es sogar super, aber halt nicht immer. Und mit Hesses "Abschiedszauber" kriegen Sie Ihre Bilanz auch nicht gerettet. Zudem hat man es als Patriarch heutzutage schwer, jemanden Neues zu finden. Außer, man bezahlt dafür, geliebt zu werden. Und irgendwann ist man pleite. Aber wer liebt schon Versager?
Conclusio:
Seien Sie nicht blöd: Nicht Geiz ist geil - das ist nur billig - Reiz ist geil. Verlieren Sie Ihren nicht. Es ist das Einzige, was Sie haben, um andere für sich zu begeistern. Jetzt. Für immer.
Geschrieben von Heiko Walkenhorst in Meta-Marketing
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