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Die Ökonomie des Bloggen

Mal wieder angeregt durch eines meiner Lieblingsblogs, wo ein Beitrag erschien mit der Überschrift „Blog-Roi messen: Ein Konzept“, habe ich mir einmal vorgenommen eine kleine „Ökonomie der Bloggerei“ zu verfassen. Was tut die Wirtschaftswissenschaft in solchen Fällen? Richtig, sie fasst die Anreizmechanismen für ein bestimmtes menschliches Verhalten zusammen.

Welche Anreize hat also der Blogger zu bloggen?

- Da der Blogger ein Produzent von Inhalten ist, hat er die Möglichkeit z.B. über Werbung, Mietlinks, Sposoring oder bezahlte Beiträge Geld zu verdienen. Da die Postings potentiell für immer online bleiben, kann sich der Blogger so etwas wie einen Kapitalstock an Inhalten aufbauen. Rutschen dann in der Zukunft Menschen mit der Maus aus und klicken z.B. auf eine adsense-Anzeige, dann erhält der Betreiber des Blogs noch potentiell in Jahrzehnten einen Zins aus diesem Kapital.

- Verweist man auf die Referenz eines gut frequentierten Blogs, kann man zudem regelmäßig für lau Fachliteratur schnorren. (bei gut frequentiert kann man übrigens auch erfolgreich bluffen). Man spart ergo finanzielle Mittel.

- Ein weitgehend ignorierter Punkt ist der Spaßfaktor. Auch die Lust am Bloggen stiftet Nutzen. So wie die Mehrheit in der Demokratie wählen geht, obwohl der Nutzen aus einer einzelnen abgegebenen Stimme gegen Null tendiert, so kann man auch einfach ein Blog betreiben, weil es Spaß macht, ohne dass ein richtiger Ökonom das Verhalten als irrational einstufen wird.

- Ein wichtiger Punkt ist Reputation. Ein Blog kann dabei helfen, persönliche und fachliche Reputation zu erlangen und zu demonstrieren. Gewinnt man diese Reputation, so kann es funktionieren, ein indirektes Einkommen aus einem Blog zu generieren. Es soll auch Sportler geben, die bei den Oly*****n Spielen teilnehmen. Gewinn man dort, kann man auch nur indirekt daraus Kapital schlagen. Für den Sieg allein, gibt es keinen Pfennig. Es gibt auch Ökonomen, die behaupten die erlangte Wahrnehmung an sich, sei in der heutigen Zeit so etwas wie eine Währung. In der Währung „Wahrnehmung“ kann man durchaus eine Menge einnehmen.

- An den Punkt Reputation knüpft der Netzwerkgedanke an. Durch das Betreiben eines Blogs kann man jede Menge Kontakte knüpfen, die vielleicht eines Tages einmal nützlich sein könnten. Wer weiß das schon, die Welt ist verrückt.

Wenn diese Nutzen stiftenden Faktoren die Kosten eines Blogs (Hosting, Implementation, Zeitaufwand, potentielle Abmahngebühren, Schädigung der eigenen Reputation etc. pp) übertreffen, dann macht es unter dem Strich Sinn, sich dem Bloggen hinzugeben. Hierbei sei der Vollständigkeit halber erwähnt, dass das Ergebnis, der direkt dem Blog zuzurechnenden Zahlungsströme durchaus negativ sein kann. In diesem Fall ist z.B. der Spaßfaktor wichtiger als die Kohle.
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Neukunden-Magnet: Der Reiz des Bloggens

Seit Anfang 2007 ist der Neukunden-Magnet auf Sendung. Ich habe das Bloggen entdeckt und teile mein und das Wissen anderer zum Thema Neukunden-Gewinnung, Marketing und Internet. Aber was treibt mich an? Was sind die Motive von Webbloggern? Klaus-Martin...

11:28

Kommentare

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Antoine Johannes Kuske:

Unteranderm habe ich einen Blog um meine politsche Meinung kundzutun.
Also, ist politsche Aggitation auch einen Grund um einen Blog zu unterhalten. Wie ich es im Kopf habe, befassen sich viele Blog mit Poltik.
12:42

JanSchmidt:

Interessanter Beitrag, auch wenn ich glaube, dass (im weiten Sinne) ökonomische Motive nicht alle Spielarten und Praktiken des Bloggens abdecken können. Bei unseren empirischen Studien haben wir eine etwas allgemeinere "Motiv-Batterie" abgefragt, die Ergebnisse finden sich u.a. in verschiedenen Beiträgen hier: http://www.bamberg-gewinnt.de/wordpress/archives/category/umfrage-wie-ich-blogge/
Man merkt, dass Ökonomen und Kommunikationssoziologischen unterschiedliche Zugänge zum Phänomen Weblogs haben... ;-)
19:49

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