Ich bin schockiert. Gerade erfahre ich, dass unser aller Freunde, die Paparazzi, bald am Hungertuch nagen werden. Die
Netzeitung berichtete kürzlich, dass der Wert von Prominentenfotos zusehends verfällt. Schuld daran sind die mittlerweile überall präsenten "Leserreporter".
Für den bekannten Paparazzo Hans Paul befindet sich das Geschäft mit den Schnappschüssen prominenter Persönlichkeiten in der Krise. «Für ein Bild von Thomas Gottschalk oder Paris Hilton stehe ich jedenfalls nicht mehr auf», schilderte der 52-jährige Fotoreporter der Nachrichtenagentur dpa, als er nach dem Besuch des Karnevals in Bergisch Gladbach Station in Hannover machte. Der Konkurrenzdruck unter den Paparazzi sei schlicht zu groß, die Honorare befänden sich im freien Fall - auch, weil immer mehr Fotografen-Laien ihre Bilder zu vermarkten wüssten.
Die Frage müsste doch viel eher heißen: was ist so ein Foto vom einem Prominenten, das ihn in irgendeiner privaten Situation zeigt, überhaupt wert? Brauchen wir das wirklich? Oder können wir nicht einfach mal Stars und Sternchen in Ruhe lassen und uns wichtigeren Themen zuwenden?
Für exklusive Schnappschüsse hat Paul deswegen aufgerüstet: Sein Auto tarnt er mit dem Werbeschriftzug einer Malerfirma. «Und ich verkleide mich oft als Postbote», sagt Paul. Wenn das alles nichts hilft, setzt sich der Paparazzo in sein Ultraleichtflugzeug und verfolgt Prominente wie Bruce Willis, Leonardo DiCaprio und Jennifer Aniston - «mit denen wenigstens noch Geld zu holen ist».
Ein bisschen Privatsphäre haben diese Leute doch auch verdient. Ich jedenfalls hab nix dagegen, wenn so mancher Paparazzo in Zukunft sein Geld anders verdienen muss.