Freitag, 23. Februar 2007
22:56
Gute Nacht.
Der Herr Kuhn von den Grünen. Ein netter, an sich völlig unscheinbarer Herr, wie ich am Abend vor der letzten Bundestagswahl beim Bier in einer meiner Stammkneipen erfahren konnte, machte nun, wie viele kleine Männer, große Worte: "Die Werbung für Spritfresser sollte in Deutschland verboten werden." So zitiert ihn zumindest Spiegel Online. Begründung ist hübsch: "Es ist absurd, große Geländewagen mit Millionenaufwand zu bewerben, wo in Deutschland kaum jemand im Gelände fährt. Wir sind doch nicht in der Sahara oder im australischen Busch."a) Würden diese Autos dort weniger Sprit verbrauchen?
b) Gibt es demnächst ein Werbeverbot für Didgeridoos?
c) Jetzt mal ganz davon abgesehen, wenn überhaupt, wie intelligent es ist, bei allem, was einem nicht passt, Verbote zu fordern: Weiß Herr Kuhn, dass er damit den dummen Werbemenschen Aufwind gibt? Denn durch solche Äußerungen macht er sie wohl glauben, man könne mit seiner Kreativität/Kampagne o. Ä. "den Leuten" etwas aufschwätzen, was sie gar nicht wollen.
Dummes Zeug. Die Leute wollen den Scheiß. Sie lassen sich nicht für dumm verkaufen. Sie sind es. Aber das zu sagen, traut er sich nicht. Könnte ja sein, dass er in der Max Bar kein Bier mehr kriegt ...
Geschrieben von Heiko Walkenhorst in Meta-Marketing
2 Kommentare - 0 Trackbacks
Tags für diesen Artikel: marketing


Kommentare
Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt
Jander:
Dummes Zeug! Es ergibt schlichtweg keinen Sinn einen stark motorisierten Spritfresser zu kaufen, wenn Mutti damit einkaufen fährt! SUV sind so überflüssig wie ein Kropf. Dass man deswegen Werbung für sie verbieten sollte, ist - hm - vielleicht nicht so geeignet.Wortführer:
Ah, gen Ende haben wir dann doch verstanden, worum es ging. Mir steht es nicht zu, Mutti vorzuschreiben, womit sie einkaufen fährt. Aber das kann ja jeder halten, wie er will. Mich jedenfalls würde es stören, wenn sich andere in meine Privatsphäre einmischen. Also versuche ich mich aus ihrer fernzuhalten. Ich finde es eher traurig, dass so was gekauft wird, denn es geschieht nicht ohne Grund. Der wiederum einen Grund hat etc. usf. Und was dann übrig bleibt, da kann man dann ansetzen.Kommentar schreiben