Samstag, 11.30 Uhr, Altstadt Düsseldorf, Ecke Karlplatz.
Ein junger Mann tritt mir entgegen.
Er: Darf ich Ihnen eine Rheinische Post schenken?
Ich: Ja, dürfen Sie.
Er: Sie müssen dann noch diesen Schein ausfüllen?
Ich: Warum? Sie wollen mir die Rheinische doch
schenken? Wieso dann eine Gegenleistung?
Er: Wir schenken Ihnen dann 7 Tage lang die Rheinische Post, frei Haus.
Ich: Aber eigentlich wollten Sie mir doch diese
(ich hab die Finger noch dran) Rheinische Post schenken?
Er: Das kann ich aber nur, wenn Sie den Schein ausfüllen.
Ich: Nö.
(lasse die Zeitung los)
Er - zuckt mit den Schultern.
Ich frage mich,
warum man ein Verkaufsgespräch für die eigentlich gute Rheinische Post, für ein ansich gutes Produkt,
mit einer Lüge beginnen muß.
10 Meter und 10 Sekunden weiter.
Ein anderer junger Mann kommt auf mich zu.
Er: Darf ich Ihnen die Frankfurter Allgemeine schenken?
Ich: Ja, dürfen Sie.
Er: Bitte
(reicht sie mir)
Ich: Danke. Schönes Wochenende.
Ich stelle fest: Es gibt viele gute Argumente für die FAZ.