Dienstag, 27. März 2007
09:36
Mein LOOX-Tagebuch – Teil 1: Die Generalprobe des Osterhasen?
Es gibt Menschen in meinem Umfeld, da sagen sich Außenstehende, wer die als Freunde hat, der braucht keine Feinde mehr. Deppen. Gerade diese Menschen finde ich ja klasse, weil völlig bizarr. Einem davon verdanke ich nun eine technische Errungenschaft, von der ich bisher nicht wusste, dass es sie gibt, geschweige denn, dass ich sie brauche. Aber, da mir jene Menschen, die über meine Bekannten urteilen, auch nachsagen, dass ich nicht ganz dicht bin, bin ich folglich auch für alles offen.
Dass der Mensch an sich wirklich alle manuellen Tätigkeiten, die unangenehmen bis zu den angenehmen, nach Möglichkeit „motorisiert“, ist bekannt: Zumindest ist ein Reihenhaus ohne Laubgebläse, Knetteigmaschine und Vibrator heutzutage ja kaum mehr vorstellbar. Nichts davon aber war es, was mir mein freundlicher Kurier brachte.
Obwohl es durchaus eine Sendung aus Flensburg hätte sein können, denn der Karton war ganz neutral, war nichts von Frau Uhse drin, sondern, wie mir der Aufdruck verriet „Pocket LOOX“ - und ich ward so schlau wie noch zuvor. OK, der Hersteller ist mir ein Begriff, den ähnlich wie ich jahrelang, es ergab sich einfach so, Ford fuhr, ohne eine Bindung zur Marke zu haben, ist ein Großteil meiner aktuellen Hardware von Fujitsu Siemens (Falls das einer von Ihnen liest, ich bräuchte einen schnelleres und größeres Laptop …. J).
Jetzt da sich dieses Teil, was nach allem, was ich aus der bildlichen Kommunikation der Umverpackung entnehme, als irgendwas zwischen PDA (denn da ist so ein komischer Stift zu sehen) und einem Navigationsgerät zu entpuppen scheint, denn neben jenem Stift ist ein klein und handliches aussehendes Ding mit so ner Wegweisergrafik zu sehen, stellt sich mir die nächste Frage:
Was will ich mit nem Navi? OK, dass Menschen das Manuelle meiden, hatte ich ja bereits erwähnt, und leider bleibt auch das Kommunikative mehr und mehr auf der Strecke. Das fängt an beim Warentrennbrett an der Supermarktkasse und geht eben bis zu diesen Orientierungs“hilfen“. Bislang kam ich immer auch so ans Ziel. Wenn ich was nicht fand, fragte ich jemanden, der mir weiterhalf. Zugegeben, früher war das einfacher. Die Leute, die man auf der Straße ansprach, waren weniger schreckhaft, dafür auch des gehobenen Deutschen mächtig (ah, und bevor hier wer glaubt, das ginge gegen Ahmet und Aise bzw. Danuta und Dragomir, falsch! Auch Manni und Jenny können nur noch „Äh, vorne, an der Ampel, rechts, glaub ich, oder, ja.“)
Egal, der Osterhase wird sich schon was dabei gedacht haben. Jetzt habe ich es und jetzt interessiere ich mich auch dafür. Also lese ich erst mal (alte Berufskrankheit), was mir da in vier Punkten angepriesen wird: entspannt durch Europa navigieren, auspacken und es läuft ohne Registrierung, ich kann meine Lieblingssongs hören und mich an herausragendem Design erfreuen.
Toll!
Hä?
Klar, steht das da nicht in der Sprache Kant und Hegels, aber auch in der Sprache eines Hobbes schadet es nicht, sich einer gewissen, unserem Kulturkreis entsprechenden Logik zu bedienen. Entweder ich fange mit dem wichtigsten an (wie es meist Journalisten tun) oder ich steigere mich in meiner Argumentation (wie es die Händler auf dem Fischmarkt tun).
Oh, da ist noch ein Aufkleber: noch mal vier Punkte, diesmal aber nicht auf Englisch: NAVIGON MobileNavigatorI6 (enthält Kartenmaterial für 37 Länder auf DVD), 512 MB Mini-SD-Karte für Deutschland vorinstalliert, voll integrierter GPS Receiver: SiRFstarIII, Kopfhörer.
Na, da kann man sagen, was man will, das ist definitiv logischer. Nur verstehen tu ich immer noch nichts, na ja: wenig.
- 512 MB (ich glaube, das hat mein Laptop auch – oder das Doppelte, dafür ist er aber 20 mal größer und schwerer, egal)
- 37 Länder? Knapp 30 sind der EU, das weiß ich, plus die Schweiz … was auch immer da noch dabei ist, angeblich ist es ja ganz entspannt für mich, da durch zu navigieren ...
- SiRFIII? Auch so ne Herstellerkrankheit, dass sie glauben, ich muss mich für ihre kruden Abkürzungen interessieren. Gebt dem Ding einen Namen, wenn es euch wichtig ist, den man sich merken kann und der mir einen Nutzen verspricht. (s. Volvo, die „SIPS®“ brandeten, das Side-Impact Protection System, was an sich nicht anderes ist als eine Bezeichnung für die Airbags links und rechts vom Fahrer bzw. Beifahrer)
- Kopfhörer? Ach ja, da war was vorhin wegen Lieblingsmusik. Oder ist es die Stimme aus dem Navi? Muss ich den Kopfhörer tragen? Ich laufe durch einen Wald und höre dann statt des Säuseln des Windes in den Geästen, das Zirpen und Summen, den Liedern der Vögel „Sie sind in einem Wald.“?
Ich bin gespannt, was mich erwartet. Morgen mache ich den Karton auf …
Dass der Mensch an sich wirklich alle manuellen Tätigkeiten, die unangenehmen bis zu den angenehmen, nach Möglichkeit „motorisiert“, ist bekannt: Zumindest ist ein Reihenhaus ohne Laubgebläse, Knetteigmaschine und Vibrator heutzutage ja kaum mehr vorstellbar. Nichts davon aber war es, was mir mein freundlicher Kurier brachte.
Obwohl es durchaus eine Sendung aus Flensburg hätte sein können, denn der Karton war ganz neutral, war nichts von Frau Uhse drin, sondern, wie mir der Aufdruck verriet „Pocket LOOX“ - und ich ward so schlau wie noch zuvor. OK, der Hersteller ist mir ein Begriff, den ähnlich wie ich jahrelang, es ergab sich einfach so, Ford fuhr, ohne eine Bindung zur Marke zu haben, ist ein Großteil meiner aktuellen Hardware von Fujitsu Siemens (Falls das einer von Ihnen liest, ich bräuchte einen schnelleres und größeres Laptop …. J).
Jetzt da sich dieses Teil, was nach allem, was ich aus der bildlichen Kommunikation der Umverpackung entnehme, als irgendwas zwischen PDA (denn da ist so ein komischer Stift zu sehen) und einem Navigationsgerät zu entpuppen scheint, denn neben jenem Stift ist ein klein und handliches aussehendes Ding mit so ner Wegweisergrafik zu sehen, stellt sich mir die nächste Frage:
Was will ich mit nem Navi? OK, dass Menschen das Manuelle meiden, hatte ich ja bereits erwähnt, und leider bleibt auch das Kommunikative mehr und mehr auf der Strecke. Das fängt an beim Warentrennbrett an der Supermarktkasse und geht eben bis zu diesen Orientierungs“hilfen“. Bislang kam ich immer auch so ans Ziel. Wenn ich was nicht fand, fragte ich jemanden, der mir weiterhalf. Zugegeben, früher war das einfacher. Die Leute, die man auf der Straße ansprach, waren weniger schreckhaft, dafür auch des gehobenen Deutschen mächtig (ah, und bevor hier wer glaubt, das ginge gegen Ahmet und Aise bzw. Danuta und Dragomir, falsch! Auch Manni und Jenny können nur noch „Äh, vorne, an der Ampel, rechts, glaub ich, oder, ja.“)
Egal, der Osterhase wird sich schon was dabei gedacht haben. Jetzt habe ich es und jetzt interessiere ich mich auch dafür. Also lese ich erst mal (alte Berufskrankheit), was mir da in vier Punkten angepriesen wird: entspannt durch Europa navigieren, auspacken und es läuft ohne Registrierung, ich kann meine Lieblingssongs hören und mich an herausragendem Design erfreuen.
Toll!
Hä?
Klar, steht das da nicht in der Sprache Kant und Hegels, aber auch in der Sprache eines Hobbes schadet es nicht, sich einer gewissen, unserem Kulturkreis entsprechenden Logik zu bedienen. Entweder ich fange mit dem wichtigsten an (wie es meist Journalisten tun) oder ich steigere mich in meiner Argumentation (wie es die Händler auf dem Fischmarkt tun).
Oh, da ist noch ein Aufkleber: noch mal vier Punkte, diesmal aber nicht auf Englisch: NAVIGON MobileNavigatorI6 (enthält Kartenmaterial für 37 Länder auf DVD), 512 MB Mini-SD-Karte für Deutschland vorinstalliert, voll integrierter GPS Receiver: SiRFstarIII, Kopfhörer.
Na, da kann man sagen, was man will, das ist definitiv logischer. Nur verstehen tu ich immer noch nichts, na ja: wenig.
- 512 MB (ich glaube, das hat mein Laptop auch – oder das Doppelte, dafür ist er aber 20 mal größer und schwerer, egal)
- 37 Länder? Knapp 30 sind der EU, das weiß ich, plus die Schweiz … was auch immer da noch dabei ist, angeblich ist es ja ganz entspannt für mich, da durch zu navigieren ...
- SiRFIII? Auch so ne Herstellerkrankheit, dass sie glauben, ich muss mich für ihre kruden Abkürzungen interessieren. Gebt dem Ding einen Namen, wenn es euch wichtig ist, den man sich merken kann und der mir einen Nutzen verspricht. (s. Volvo, die „SIPS®“ brandeten, das Side-Impact Protection System, was an sich nicht anderes ist als eine Bezeichnung für die Airbags links und rechts vom Fahrer bzw. Beifahrer)
- Kopfhörer? Ach ja, da war was vorhin wegen Lieblingsmusik. Oder ist es die Stimme aus dem Navi? Muss ich den Kopfhörer tragen? Ich laufe durch einen Wald und höre dann statt des Säuseln des Windes in den Geästen, das Zirpen und Summen, den Liedern der Vögel „Sie sind in einem Wald.“?
Ich bin gespannt, was mich erwartet. Morgen mache ich den Karton auf …
Geschrieben von Heiko Walkenhorst in Mobile Marketing
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Tags für diesen Artikel: fujitsu siemens, loox, Mobile Marketing, navi, navigationsgerät, pda, pocket


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