So um die 5 Jahre war ich mit einer Krankenschwester liiert. War es mir vor dieser Zeit noch völlig unerklärlich, dass ein spärlich ausgestattetes Krankenzimmer mit meist lausiger Verpflegung deutlich teurer kommt als z.B. ein Zimmer im 5-Sterne-Hotel, bin ich heute der Ansicht, dass sich eben jener Vergleich nicht wirklich ziehen lässt. Geht es hier doch um Leben und Tod und nicht ums Schokolädchen auf dem Kopfkissen. Somit reagiere ich empfindlich auf irgendwelche Berater oder gar Politiker ohne pflegerischen bzw. medizinischen Background, die mit betriebswirtschaftlichen Thesen in der Krankenpflege rumwurschteln wollen.
Nun, seis drum: Helmuth Hofer vom
versicherungs-blog nimmt sich naturgemäß häufig und ungewöhnlich kometent der Gesundheitsreform, der gesetzlichen wie privaten Krankenversicherung und somit auch der Gesundheitspolitik im Kleinen und Großen an.
Aktuell (
Von Krankenhäusern, Ärzten und den 'lästigen' Patienten)
widmet er sich verweist er auf einen lesenswerten und wohl auch überdenkenswerten
SZ-Artikel des
Ärztehassers Werner Bartens:
Ein erster Grundstein für die Verrohung und Missachtung gegenüber den Patienten wird bereits im Medizinstudium gelegt. Im ersten Semester erklärte uns der Professor für Histologie in der Vorlesung: »Befahrene Wege müssen gepflastert sein.« Der Experte für Gewebeuntersuchung wollte damit sagen, dass in der Vagina und im Mund Gewebe vorkommt, das wie eine Pflastersteinstraße aussieht und Plattenepithel heißt.
Und was das mit Marketing zu tun hat? Ich fürchte, damit hat es auch zu tun. Viel.
Aber ich red da besser niemandem rein.