Sonntag, 15. April 2007
21:55
Haben Landwirte Werbung nicht nötig?
Nachdem ich - ok wie immer nur so nebenbei und auf Sparflamme – ein kleines Marketingprojekt für direktvermarktende Landwirte gestartet habe, und dieses entgegen den Erwartungen gar nicht von alleine läuft, was es in Zeiten des Aal-Prinzips tun sollte, frage ich mich, ob die Landwirte einfach darauf warten, dass die Kunden ihnen die Bude einrennen?
Ausgangspunkt war der Versuch per Google einen Spargelhof in einem Ort xy zu finden. Die Ergebnislisten waren, wie sich herausstellte grotesk schlecht. Wie soll man da einen Spargelhof finden vor lauter Keyword-Spam?
Die Lösung: einen Katalog in Netz gestellt, ein bisschen Schaum geschlagen und keine Sau (schönes Wortspiel) trägt sich ein. Hofläden direkt angeschrieben, E-Mails kommen als nicht zustellbar zurück. Die Webseiten sind oft voll mit defekten Links. Foreneinträge (getarnt als einer von zwei Katalogeinträgern) werden sofort wieder gelöscht. Scheint so, als sei in der Zielgruppe kein durchkommen.
Da Google nicht weiterhilft, die (ok es ist eine Verallgemeinerung) Landwirte offenbar dem Marketing abgeschworen haben, gebe ich auf. Ich werde vermutlich also nie erfahren, welche Hofläden ich weder im Web, noch im richtigen Leben finden werde.
Bei der Recherche nach originellen Marketing-Ansätzen in die beschriebene Richtung ist, ist mir aber doch noch ein postitives Beispiel ins Auge gesprungen: Allein essen ist doof. Vielleicht besteht doch noch Hoffnung?
Ausgangspunkt war der Versuch per Google einen Spargelhof in einem Ort xy zu finden. Die Ergebnislisten waren, wie sich herausstellte grotesk schlecht. Wie soll man da einen Spargelhof finden vor lauter Keyword-Spam?
Die Lösung: einen Katalog in Netz gestellt, ein bisschen Schaum geschlagen und keine Sau (schönes Wortspiel) trägt sich ein. Hofläden direkt angeschrieben, E-Mails kommen als nicht zustellbar zurück. Die Webseiten sind oft voll mit defekten Links. Foreneinträge (getarnt als einer von zwei Katalogeinträgern) werden sofort wieder gelöscht. Scheint so, als sei in der Zielgruppe kein durchkommen.
Da Google nicht weiterhilft, die (ok es ist eine Verallgemeinerung) Landwirte offenbar dem Marketing abgeschworen haben, gebe ich auf. Ich werde vermutlich also nie erfahren, welche Hofläden ich weder im Web, noch im richtigen Leben finden werde.
Bei der Recherche nach originellen Marketing-Ansätzen in die beschriebene Richtung ist, ist mir aber doch noch ein postitives Beispiel ins Auge gesprungen: Allein essen ist doof. Vielleicht besteht doch noch Hoffnung?
Geschrieben von Klaus-Martin Meyer in Direktmarketing
4 Kommentare - 2 Trackbacks


Kommentare
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Kai:
Moin Klaus,für die Spargelleute warst du vielleicht einen Tick zu spät. An die muss man im Winter ran. Ansonsten hätte ich dir ähnliches prognostiziert. Wir machen Marketingberatung für landwirtschaftliche Direktvermarkter und das läuft nur über persönliche Kontakte (Messe, Seminare) oder Empfehlung.
Da viele Spargelanbauer nur ein Saisongeschäft haben setzten sie eher ihr Budget für die Ausstattung der Stände ein als für einen Internetauftritt.
Gruß
Kai
Jan:
Ich glaube, wir Internetler leben zu sehr in unserer Internetwelt. "Da draußen" sind aber Sinn und Nutzen immer noch nicht durchgedrungen und die Aktivität der Massen beschränken sich auf E-Mails schreiben.Ich sehe es oft bei Kunden oder im Gespräch gerade mit der älteren Generation, für die wir Leute sind, "die was mit Computern machen". Kürzlich in der Vorstandssitzung eines Verbandes für lokale Unternehmen kannten allei vier Vorstände weder XING, noch sind sie je auf die Idee gekommen, von ihren Mitgliedern mal die Mailadressen zusammenzutragen und zu nutzen.
Klm:
Der Spargel war natürlich nur ein Beispiel.ich lasse mich aber nicht entmutigen und bleibe dran.
wenn ich dazu komme, werde ich heute abend übrigens ein gegenbeispiel posten.
grusz
klm
kleiner Landwirt:
doch es gibt welche, aber nicht viele:http://www.apfelsaftsack.de/index.html
http://www.herzapfelhof.de/
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