Da stolpere ich doch gerade über eine
Perle deutscher Sprachkultur. Das muss man sich wirklich mal auf der Zunge zergehen lassen:
Moconso launched interaktiven Wizard für mobile Applikationen
Da ist echt EIN deutsche Wort drin: für. Und das ist nur die Überschrift (ich hätte jetzt auch Headline sagen können). Es geht ja noch weiter:
Download Wizard für mobile Applikationen geht live - Intelligente Software-Hilfe begleitet kompletten Installationsprozess - Der österreichische Online-Wettanbieter bet-at-home.com profitiert als erster Kunde...
Moconso, Spezialist für Mobile Connected Solutions, hat einen dynamischen Wizard für mobile Anwendungen entwickelt, der dem Nutzer beim Download von mobilen Anwendungen hilft. Dabei handelt es sich um eine interaktive und sehr einfach gestaltete Online-Hilfe, die den User durch den kompletten Download- bzw. Installationsprozess begleitet und sogar die nötigen Einstellungen wie etwa Internet-Settings am Telefon vornimmt.
Ich möchte jetzt hier ja wirklich nicht als Moralapostel (gibt's das auch in weiblich?) für die deutsche Sprache auftreten, aber wäre es nicht auch möglich gewesen, das ganze in einigermaßen normalen Alltagsworten auszudrücken? Ich hab mal gelernt, dass Pressetexte in erster Linie verständlich sein sollen.
Nicht, dass Sie jetzt denken, dass ich nicht verstehe, was da drin steht. Ich versteh das schon. Irgendwie. Aber wer von uns will denn "Mobile Connected Solutions"? Das hört sich doch eklig an.
Wenn der "User" sich nun bei Moconso mit Hilfe des "Wizard" durch die Downloads klickt, erwartet ihn dann das gleiche Chinesisch? Schließlich soll ihm das Dings ja helfen, dachte ich. Wenn der dann neben der Hilfe noch das Fremd- und Englischwörterbuch braucht, dann hilft ihm das ja auch nicht, oder?