NUR MAL SO ANGENOMMEN, es wäre Sonntag morgen, Sie säßen mit ihrer Familie am Frühstückstisch, speisten, parlierten und lachten und entwickelten plötzlich Appetit auf ein Tags zuvor käuflich erworbenes Produkt aus Frischkäsezubereitung. Sie zögen am dafür vorgesehenen Eck und erblickten plötzlich eine Schraube.
Was täten Sie?
Ich würde eine E-Mail schreiben, ungefähr so:
Sehr geehrte Damen und Herren,
dass Lebensmittel dazu da sind, die Maschine Mensch am Laufen zu halten, ist OK. Dass Sie deshalb eine Schraube in Ihre Frischkäsezubereitung tun, ist übertrieben.
Sie lesen richtig. In meiner Packung XXXXXXXXX war (und da ist sie auch noch) eine Schraube. Da das gerade beim Sonntagsbrunch mit Freunden geschah, bin ich in der dankbaren Situation, dass es unabhängige Menschen gibt, die den Fund bestätigen können. (Gekauft habe ich die Packung gestern im XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX)
Keine Sorge, ich bin kein Verrückter. Ich ... frage mich, was das Beste wäre:
a) (verg)essen?
b) Anzeige?
c) veröffentlichen
Ich habe mich für d) entschieden. Informieren.
und würde damit rechnen, dass man sich bei mir meldet, sich entschuldigt, irgendwie so was.
Was aber, wenn sich niemand meldet. Was wenn ich dort anrufen müsste und selbst dann keinen Rückruf vom Chef bekäme, sondern erst Stunden später eine Angestellte telefonisch zu mir sagen würde: "Schicken Sie uns das zu!" und die meine Frage, warum sich den der Chef nicht melde, mit den Worten "Er habe Wichtigeres zu tun!" beantwortet. Natürlich würde sie wohl auch verneinen, wenn ich ihr sagen würde, ihr Chef hat Schiss und drückt sich.
Ich weiß nicht, was ich dann machen würde. Ich glaube, ich würde Fotos machen, den Frischkäse in den Kühlschrank und die Geschichte in den Blog stellen ...
Aber was dann?
Fortsetzung