Die i-isierung ist nicht aufzuhalten. Steve Jobs bescherte uns diverse i-er und vor ein paar Tagen gab es hier im Blog den
i-mer. Da dämmert mir so langsam, dass der Hesse an sich diese i-er schon längst erfunden hatte. Schon vor Heinz Schenk übrigens.
Lange Jahre meines Lebens verbrachte ich im schönen Frankfurt am Main. Dort hat das Ei Tradition. Als EiEi nämlich, neudeutsch also i-Ei (oder vielleicht i-i?). Es dient als Ausruf, als Dehnungszeichen für den, der gerade nachdenkt, als Einleitung, es ist so eine Art Universalwort für den Einsatz in jeder Lebenslage.
"Ei wie dann?", fragt der Hesse gern. Damit möchte er uns fragen, wie es uns geht. Muss das jetzt "i wie dann?" geschrieben werden? Ist es eine Urheberrechtsverletzung, wenn ich das jetzt so schreibe? Was ist mit Millionen hessischer Bürger, die täglich mit dem i arbeiten? Kriegen die das jetzt verboten?
Und noch viel schlimmer. Die deutsche Sprache ist bedroht. Was wird aus Spiegel-i, aus Rühr-i und vor allem: i-nerl-i? Wo können wir die schützen lassen?
Also, i-ns sage ich Euch. Ich nenn die Dinger jetzt wieder bei ihrem alten Namen. Da kann man nix falsch machen: Ei-phone, Ei-mer, ei-nerl-ei.