Freitag, 22. Juni 2007
09:10
10 Tipps für den erfolgreichen Presseverhinderer
Sie wollen auf keinen Fall, dass über Ihre Firma oder Ihr Produkt etwas in die Öffentlichkeit dringt? Und sind sogar selbst dafür verantwortlich? Beachten Sie einfach die folgenden Tipps und niemand wird Sie in Zukunft behelligen. Sollte doch einmal etwas Schlechtes über Sie geschrieben werden, hören Sie einfach auf zu lesen.
Tipp 1
Sollten Sie bisher regelmäßig Kontakte zu Journalisten haben, stellen Sie diese ein. Jemand könnte auf die Idee kommen, zu recherchieren.
Tipp 2
Veröffentlichen Sie auf keinen Fall irgendwelche Pressemitteilungen. Wenn Sie doch welche veröffentlichen müssen, weil Ihr Chef das so möchte, schreiben Sie sie so, dass kein Mensch versteht, was Sie meinen. Falls Sie nicht wissen, wie das geht, hier ein kleines Beispiel.
Tipp 3
Sorgen Sie dafür, dass die Informationen, die über Ihr Unternehmen im Internet zu finden sind, möglichst alt sind. Das signalisiert eine lange Firmengeschichte.
Tipp 4
Vermeiden Sie die Präsenz auf Messen. Vor allem Sie selbst sollten sich nicht dort blicken lassen. Falls ein Journalist Ihren Messestand besucht, lassen Sie ihn von hübschen Messehostessen betreuen. Er wird das zu schätzen wissen. Ist es eine Journalistin, schicken Sie den Praktikanten mit der guten Figur.
Tipp 5
Sollten Sie in die Verlegenheit kommen, Pressemappen erstellen zu müssen, bestücken Sie sie mit möglichst viel Werbematerial. Die enthaltenen Informationen regen zu weiterer Recherche an.
Tipp 6
Vermeiden Sie, dass Ihre Kontaktdaten bekannt werden. Jemand könnte Sie anrufen oder Ihnen e-mails schicken. Die müssten Sie dann beantworten, oft mit viel Zeitdruck. Das macht keinen Spaß.
Tipp 7
Sorgen Sie dafür, dass absolut keine professionellen Fotos Ihrer Produkte oder Ihres Unternehmens verfügbar sind. Wenn jemand welche von Ihnen haben möchte, versenden Sie sie in möglichst geringer Auflösung. Sorgen Sie außerdem dafür, dass Ihr Logo auf keinen Fall zu sehen ist.
Tipp 8
Achten Sie darauf, dass Ihre Firma und Ihre Produkte eine möglichst schlechte Suchmaschinenplatzierung erhalten. So halten Sie sich auch die Journalisten vom Leibe.
Tipp 9
Wenn Sie doch einmal einen Journalisten treffen, gehen Sie großzügig mit ihm essen. Nehmen Sie möglichst viel von seiner Zeit in Anspruch, wobei Sie ihm ein Minimum an Informationen zukommen lassen. Reden Sie dabei ohne Punkt und Komma von Ihrer Familie, Ihrer Heimat und Ihrem tollen Auto. Er wird sich ewig an Sie erinnern.
Tipp 10
Wenn Sie doch einmal Informationen versenden müssen, weil jemand sehr penetrant nachgefragt hat und Sie ihn nicht enttäuschen möchten, liefern Sie e-mails mit möglichst großen Dateianhängen in unüblichen Formaten. Das signalisiert Kompetenz.
Was? Man schreibt immer noch über Sie? Das kann ich mir gar nicht vorstellen.
Tipp 1
Sollten Sie bisher regelmäßig Kontakte zu Journalisten haben, stellen Sie diese ein. Jemand könnte auf die Idee kommen, zu recherchieren.
Tipp 2
Veröffentlichen Sie auf keinen Fall irgendwelche Pressemitteilungen. Wenn Sie doch welche veröffentlichen müssen, weil Ihr Chef das so möchte, schreiben Sie sie so, dass kein Mensch versteht, was Sie meinen. Falls Sie nicht wissen, wie das geht, hier ein kleines Beispiel.
Tipp 3
Sorgen Sie dafür, dass die Informationen, die über Ihr Unternehmen im Internet zu finden sind, möglichst alt sind. Das signalisiert eine lange Firmengeschichte.
Tipp 4
Vermeiden Sie die Präsenz auf Messen. Vor allem Sie selbst sollten sich nicht dort blicken lassen. Falls ein Journalist Ihren Messestand besucht, lassen Sie ihn von hübschen Messehostessen betreuen. Er wird das zu schätzen wissen. Ist es eine Journalistin, schicken Sie den Praktikanten mit der guten Figur.
Tipp 5
Sollten Sie in die Verlegenheit kommen, Pressemappen erstellen zu müssen, bestücken Sie sie mit möglichst viel Werbematerial. Die enthaltenen Informationen regen zu weiterer Recherche an.
Tipp 6
Vermeiden Sie, dass Ihre Kontaktdaten bekannt werden. Jemand könnte Sie anrufen oder Ihnen e-mails schicken. Die müssten Sie dann beantworten, oft mit viel Zeitdruck. Das macht keinen Spaß.
Tipp 7
Sorgen Sie dafür, dass absolut keine professionellen Fotos Ihrer Produkte oder Ihres Unternehmens verfügbar sind. Wenn jemand welche von Ihnen haben möchte, versenden Sie sie in möglichst geringer Auflösung. Sorgen Sie außerdem dafür, dass Ihr Logo auf keinen Fall zu sehen ist.
Tipp 8
Achten Sie darauf, dass Ihre Firma und Ihre Produkte eine möglichst schlechte Suchmaschinenplatzierung erhalten. So halten Sie sich auch die Journalisten vom Leibe.
Tipp 9
Wenn Sie doch einmal einen Journalisten treffen, gehen Sie großzügig mit ihm essen. Nehmen Sie möglichst viel von seiner Zeit in Anspruch, wobei Sie ihm ein Minimum an Informationen zukommen lassen. Reden Sie dabei ohne Punkt und Komma von Ihrer Familie, Ihrer Heimat und Ihrem tollen Auto. Er wird sich ewig an Sie erinnern.
Tipp 10
Wenn Sie doch einmal Informationen versenden müssen, weil jemand sehr penetrant nachgefragt hat und Sie ihn nicht enttäuschen möchten, liefern Sie e-mails mit möglichst großen Dateianhängen in unüblichen Formaten. Das signalisiert Kompetenz.
Was? Man schreibt immer noch über Sie? Das kann ich mir gar nicht vorstellen.
Geschrieben von Frauke Weber in Public Relations
4 Kommentare - 3 Trackbacks
Tags für diesen Artikel: journalist, oeffentlichkeitsarbeit, pressetext, presseverhinderer, Public Relations
Kommentare
Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt
Joachim Graf:
Und wer die 10 Dos und 10 Donts als Warndreieck für den Monitor will, bekommt sie kostenlos hier:http://www.ibusiness.de/aktuell/db/901298sr.html
Christof Hintze:
Du beschreibst den Zustand von 80% aller PR Abteilungen. Das sind eigentlich Haubentaucher. Nur irgendwie seltsam, dass man sich über den ganz normalen Wahnsinn so totlachen kann. Furchtbar.Yvonne:
Oh ja, da kommt einem einiges bekannt vor! Liebe Grüße, Yvonne (die bei einem Zeitungsverlag arbeitet und manchmal Fassungslos am faxgerät zusammenbricht)Jörg:
Tipp 11: Wenn Sie Pressemappen versenden, dann packen Sie die Pressetexte lediglich in Papierform dazu. Auf einer Hochglanz-CD-ROM haben schließlich nur Hochglanz-Bilder was zu suchen. Außerdem ist ja allgemein bekannt, dass Journalisten gern seitenweise vom Papier abschreiben.Grausam aber war. Ist mir eben wiederholt passiert. Und lt. meiner penibel geführten Historie habe ich bei der Firma bei den letzten 3 Pressemappen immer nach den Texten in elektronischer Form fragen müssen. Aaaarrrgghhhh. Und das bei einer ganz großen Marke.
Tipp 11a) Wenn Sie richtige Pressemappen mit CD-ROMs versenden, dann packen Sie die Texte auch nur in einer Sprache drauf. Hierzulande ist das deutsch! Englischsprachige Texte können die Journalisten spielnd leicht aus den deutschen Vorlagen selbst erstellen. Für Internationalisierung und Globalisierung sind wir nicht zuständig.
Kommentar schreiben