Woran denkt man nicht alles, wenn man den Namen dieses Schweizer Ortes hört? Thomas Manns Zauberberg, Globalisierungsgegner, Wirtschaftsmagnaten, Politikpotentate und darüber schwebt immer nur das Thema Nr. 1. Nein, nicht Geld. Pah, schnöder Mammon....
Sex-Workshop der Renner bei Weltwirtschaftsforum.
Ein für das Weltwirtschaftsforum in Davos eher außergewöhnlicher Sex-Workshop war der Renner beim diesjährigen Treffen in den Schweizer Bergen. "Sex und Beziehungen" hieß das Seminar, das die New Yorker Therapeutin Dagmar O'Connor anbot - und das prompt als einziges von 240 Angeboten aufgrund des großen Interesses wiederholt werden musste.
"Ich war überrascht, wie offen die Leute waren und wie bereitwillig sie über ihre Beziehungen sprachen", staunte die US-Therapeutin, die das erste Mal bei dem jährlichen Treffen von Wirtschaft und Politik in Davos dabei war.
Die Fragen der rund 50 Teilnehmer - zu zwei Dritteln Frauen - an dem ersten Workshop hätten von den Wechseljahren über Homosexualität bis hin zum sexuellen Missbrauch gereicht, berichtet O'Connor. Viele hätten auch einfach nur wissen wollen, wie sie ihre Beziehung in Schwung halten könnten.
Die Analyse der Therapeutin fiel naheliegend aus. "Die Berufstätigen sind so beschäftigt, dass sie keine Zeit für Sex haben." Ihre Tipps: mehr Zeit miteinander verbringen und sich drei Mal die Woche 90 Minuten lang berühren.
Lustig, die Anwesenden als "Berufstätige" zu bezeichnen. Und ganz offensichtlich auch wichtig für Wirtschaftsmenschen: eine klare, messbare Regel. Und was kommt als nächstes? Verkabelt man sich jetzt, um die Authentizität des Orgasmus zu checken - oder reicht ein dB-Messgerät? Oder kommt es gar zur Wiedereinführung der Stechuhr ...?