Nach wie vor das heisseste Thema, wann immer man nach Nachrichten aus der Telemarketing- bzw. Callcenter-Landschaft sucht: UWG-Reform und Dienstleistungsrichtlinie.
Auch auf marketing-blog.biz haben wir uns mehrfach mit dem Thema beschäftigt: z.B.
hier und
hier.
Die Welt schreibt z.B. am 02. Februar:
Verbraucherschützer warnen vor Dienstleistungsrichtlinie
Unerwünschte Telefonwerbung könnte in Deutschland Einzug halten - SPD lehnt EU-Entwurf weiter ab
Berlin - Durch die umstrittene EU-Dienstleistungsrichtlinie könnte Telefonwerbung demnächst auch in Deutschland Einzug erhalten. Das geplante Herkunftslandprinzip würde das Verbot unerwünschter Werbeanrufe umgehen, fürchten Verbraucherschützer.
Die EU-Richtlinie sieht vor, daß für Dienstleistungen in ganz Europa die Gesetze des Heimatlandes des jeweiligen Dienstleisters ausschlaggebend sind. In einigen EU-Staaten, darunter in den Niederlanden, sind Werbe-Anrufe ohne vorheriges Einverständnis des Angerufenen legal. In Deutschland hingegen benötigen Unternehmen für Telefonwerbung bisher noch die schriftliche Einwilligung des Betroffenen.
Der
Wiesbadener Kurier fragt am 04. Februar:
Sozialdumping per Gesetz?
Streit um das Herzstück der geplanten EU-Dienstleistungsrichtlinie
Arbeiten für weniger Geld? Kritiker der geplanten Liberalisierung des Markts für Dienstleistungen in der EU befürchten, dass in vielen Branchen in Deutschland die Löhne - etwa am Bau - nach unten rutschen.
BERLIN/WIESBADEN Die Spitzen der großen Koalition haben sich noch nicht auf eine gemeinsame Position zur Liberalisierung der EU-Märkte für Dienstleistungen verständigt. Die umstrittene Richtlinie war Thema im Koalitionsausschusses von CDU/CSU und SPD.
Der
Bundesverband der Verbraucherzentralen ruft nunmehr die Politik auf die neue Dienstleistungsrichtlinie abzulehnen:
Nun sind nicht alle Callcenter Betreiber und Telemarketing-Agenturen so hilf- und schamlos, dass sie gezwungen wären die aktuelle Gesetzeslage zu umgehen oder gar zu ignorieren.
Jenes kleine feine Unternehmen, dessen Geschäftsführung mir übertragen ist - teleorga Ltd. - wäre jederzeit bereit eine
Selbstverpflichtung zur Wahrung von Verbraucherrechten zu unterschreiben. Wenn nach einigen weiteren Dienstleistern auch der eine oder andere Auftraggeber (NKL und SKL werden da wahrscheinlich nicht mitmachen?) bereit wäre auf diesen Zug aufzuspringen, könnte Telemarketing sich auch in der allgemeinen Wahrnehmung (weg vom Hausfrauen- und Hiwi-Beschäftigungsprogramm) zur seriösen, effektiven und qualifizierten Marketingdisziplin entwickeln.