Becks hat im letzten Jahr in Zusammenarbeit mit Phillips vermutlich für
das Produkte des Jahres gesorgt. Mit dem Perfect Draft haben beide Firmen einen großen Coup gelandet. Die Bierzapfanlage für zu Hause ist ein ganz großer Hit.
Die Marketing-Planung hat die Nachfrage nach den Bierfässern für die Anlage allerdings in grandios dilettantischer Weise unterschätzt. Die passenden Fässer sind schlicht und einfach nicht zu bekommen. Die Getränkeeinzelhändler vertrösten die dürstenden Kunden inzwischen auf April. Becks schiebt die Schuld in der Werbung auf die Konsumenten, die das Leergut nicht zurückbringen. Dies wissen die Getränkehändler aber besser, denn die geben nach eigener Auskunft in den letzten Wochen nur noch Fässer zurück, sie erhalten aber keine neuen. Beck reagiert auf Beschwerde-Emails mit der typischen Leier.
„In der Tat haben wir eine besonders hohe Nachfrage nach Perfect Draft-Fässern bundesweit zu verzeichnen. Das führt zurzeit leider dazu, dass die Ware nicht immer gleichzeitig an allen potenziellen Verkaufsorten in jeder Region zur Verfügung steht. Dafür bitten wir um Entschuldigung.
Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die lückenlose Verfügbarkeit im Handel zu gewährleisten.
Wir bemühen uns jetzt, eine Bezugsquelle in Ihrer Nähe für Sie herauszufinden. Dies kann jedoch einige Tage in Anspruch nehmen.
Wir möchten Sie daher bezüglich dieser Information noch um etwas Geduld bitten.“
Die abgekündigte Email lässt dann aber seit Wochen auf sich warten. Dieses Verhalten ist natürlich noch schlechter als die angeblich unterschätzte Nachfrage. Böse Zugen behaupten, dass Becks schon einmal auf Halde produziert, um das prohibitiv teure Fassbier noch teurer machen zu können. Zudem wäre ein ähnlicher Engpass während der WM natürlich ein endgültiges Armutszeugnis.
Produktpolitik hui, Marketing-Planung pfui