Zur Zeit arbeite ich mal wieder auf der anderen Seite des Schreibtisches. Ein wenig Recherche und Anfragen bei ein paar Internetportalen gehören dazu. Da gibt es doch tatsächlich welche, die bieten eine Plattform für den Autoverkauf via Internet an und nennen auf ihrer Website keinen Ansprechpartner für die Presse.
Na gut, denke ich. Also schicke ich denen ne e-mail auf ihre info-Adresse. Ob die wohl ankommt? Okay, wer kurz vor Weihnachten in Deutschland jemanden erreichen möchte und einen Redaktionsschluss für den 2. Januar hat, hat an sich schon schlechte Karten... Aber meine Anfrage ist ja auch schon vom 13. Dezember. Deadline der 28. Dezember.
Sie ahnen es. Die Kollegen mit der info-Adresse haben sich nicht gerührt. Bis zum 2. Januar nicht. Ich würde aber schon gern wissen, was die zu sagen haben. Also möchte ich anrufen. Anrufen? Damit es richtig Spaß macht, haben die nicht einfach nur ne Telefonnummer. Nein, sie haben eine kostenpflichtige Telefonnummer, damit die Anfrage so richtig Spaß macht. Spontan habe ich gar keine Lust mehr zum anrufen.
Weil ich aber ein neugieriger Mensch bin, schaue ich mal online ins Telefonbuch, und siehe da, man hat auch eine gewöhnliche Telefonnummer. Die rufe ich dann an. Ein gelangweilter Herr haucht in die Muschel, als ob er noch nicht aus dem Silvester-Koma erwacht wäre. Presseanfrage? Vom 13. Dezember? Ja, die läge vor.
Was? Herr Presseverhinderer hätte noch nicht geantwortet? Ach? Redaktionsschluss? Ja, er werde sich melden. Hat er aber nicht. Ich höre schon den empörten Anruf, wenn der Artikel draußen ist...
