Montag, 23. Mai 2011
12:47
Wie man aus Messe-Leads raus holt was drin ist, bevor es der Wettbewerb tut.
Wer als Aussteller auf Messen geht, der tut das hauptsächlich um neues Geschäft anzubahnen. Sprich: der macht neue Geschäfts-Kontakte, genannt Leads. Und bei genauerem Hinsehen wird klar, die Leads von der Messe hat man nicht alleine. Wahrscheinlich gehen etliche Wettbewerber mit den selben Leads wie wir nach Hause, nicht wahr?
Jetzt kommt es auf 3 Dinge an, damit wir aus unserer Investition in die Messe raus holen können was drin ist. Wir müssen
Der erste Punkt, schnell sein, braucht nicht weiter erklärt werden. Wer erst dann kommt, wenn die Wettbewerber bereits Angebote verhandeln, der hat kaum noch Chancen beim Interessenten zu landen.
Der zweite Punkt ist nicht ganz so selbsterklärend. Man erlebt auch heute noch oft, dass Aussteller einfach ihr „Standard-Paket“ nach der Messe verschicken. Das reicht, meinen sie. Und dann kann man sich Zeit lassen mit dem weiteren Nachfassen. Der Interessent hat ja jetzt unsere Unterlagen und kann sich schlau machen. So was freut vor allem den Wettbewerber, der diese Leads clever und systematisch bearbeitet.
Der dritte Punkt, die vielversprechendsten Leads zuerst und bevorzugt bearbeiten, setzt voraus, dass man seine Leads einteilen kann. Man braucht ein System, mit dem man die Leads qualifiziert; A-, B-, C- Leads oder Platin-, Gold-, Silber-Leads oder .. Auch hier erlebe ich zum Beispiel oft noch, dass Aussteller die Leads so angehen wie sie rein gekommen sind: Die vom ersten Messe-Tag werden zuerst bearbeitet, die vom zweiten als nächstes usw.
Den unfruchtbaren Leads wird da genau so viel Aufmerksamkeit zuteil, wie den wirklich vielversprechenden. Manchmal sieht man auch noch andere Bearbeitungs-Routinen, die nicht wirklich das Geschäft optimieren bzw. mit denen nicht das Meiste aus seiner Messe-Investition rausgeholt wird.
Die wichtigste Basis-Vorbereitung: Ein Lead-Formular
Wer nur die Visitenkarte seines Standbesuchers für die Nachbearbeitung einsammelt, und nur auf ein paar schnell hingekritzelte Infos der Standmitarbeiter baut, der kann nicht selektiv nachfassen.
Um Leads schnell und effektiv schon auf dem Messestand zu qualifizieren, braucht es ein Lead-Formular das am besten gemeinsam von allen Beteiligten aus Marketing und Verkauf entworfen wird. Auf jeden Fall müssen die Leute dabei sein, die die Leads nachher nachfassen. Dann ist sicher gestellt, dass alles Wichtige - aber auch nicht mehr als nötig - aufgenommen wird.
Wer nacher die Leads nachbearbeitet (nachfasst, anruft, e-Mails und Briefe schreibt, usw.), der braucht in der Regel folgende Informationen, um qualifizierte Leads in zahlende Kunden zu verwandeln:
Das sind die wichtigsten Punkte, die immer dabei sein müssen. Vielleicht kommt in Ihrem Geschäft noch der ein oder andere, wie zum Beispiel die Höhe des Budgets dazu. Allerdings, überfrachten Sie das Formular nicht. Zwingen Sie die Messe-Mitarbeiter, die die Gespräche führen, nicht in ein zu enges Korsett. Das schadet mehr als es nutzt.
Wer so vorbereitet ist, hat den Grundstein gelegt, um die vielversprechendsten Leads nachher auch vorrangig bearbeiten zu können.
Erfahren Sie mehr über Lead-Management ..
--
Der Text ist ein Auszug aus meinem monatlichen Direktmarketing-Newsletter. Mehr Info dazu hier ..
Jetzt kommt es auf 3 Dinge an, damit wir aus unserer Investition in die Messe raus holen können was drin ist. Wir müssen
- die Leads schnell nachfassen,
- die Leads mit dem bedienen, was sie als nächstes brauchen,
- die vielversprechendsten Leads zuerst und bevorzugt bedienen.
Der erste Punkt, schnell sein, braucht nicht weiter erklärt werden. Wer erst dann kommt, wenn die Wettbewerber bereits Angebote verhandeln, der hat kaum noch Chancen beim Interessenten zu landen.
Der zweite Punkt ist nicht ganz so selbsterklärend. Man erlebt auch heute noch oft, dass Aussteller einfach ihr „Standard-Paket“ nach der Messe verschicken. Das reicht, meinen sie. Und dann kann man sich Zeit lassen mit dem weiteren Nachfassen. Der Interessent hat ja jetzt unsere Unterlagen und kann sich schlau machen. So was freut vor allem den Wettbewerber, der diese Leads clever und systematisch bearbeitet.
Der dritte Punkt, die vielversprechendsten Leads zuerst und bevorzugt bearbeiten, setzt voraus, dass man seine Leads einteilen kann. Man braucht ein System, mit dem man die Leads qualifiziert; A-, B-, C- Leads oder Platin-, Gold-, Silber-Leads oder .. Auch hier erlebe ich zum Beispiel oft noch, dass Aussteller die Leads so angehen wie sie rein gekommen sind: Die vom ersten Messe-Tag werden zuerst bearbeitet, die vom zweiten als nächstes usw.
Den unfruchtbaren Leads wird da genau so viel Aufmerksamkeit zuteil, wie den wirklich vielversprechenden. Manchmal sieht man auch noch andere Bearbeitungs-Routinen, die nicht wirklich das Geschäft optimieren bzw. mit denen nicht das Meiste aus seiner Messe-Investition rausgeholt wird.
Die wichtigste Basis-Vorbereitung: Ein Lead-Formular
Wer nur die Visitenkarte seines Standbesuchers für die Nachbearbeitung einsammelt, und nur auf ein paar schnell hingekritzelte Infos der Standmitarbeiter baut, der kann nicht selektiv nachfassen.
Um Leads schnell und effektiv schon auf dem Messestand zu qualifizieren, braucht es ein Lead-Formular das am besten gemeinsam von allen Beteiligten aus Marketing und Verkauf entworfen wird. Auf jeden Fall müssen die Leute dabei sein, die die Leads nachher nachfassen. Dann ist sicher gestellt, dass alles Wichtige - aber auch nicht mehr als nötig - aufgenommen wird.
Wer nacher die Leads nachbearbeitet (nachfasst, anruft, e-Mails und Briefe schreibt, usw.), der braucht in der Regel folgende Informationen, um qualifizierte Leads in zahlende Kunden zu verwandeln:
- Vollständige Kontaktinfo (besonders auch: Rolle im Kaufprozess);
- Wie der Lead nachgefasst werden möchte (anrufen, Info oder Muster zuschicken, usw.);
- Wann der Lead kontaktiert werden möchte (sofort, während der Messe, fester Termin, usw. );
- In welchem Stadium der Lead ist (erste Recherche, bereits mit Wettbewerbern in Gesprächen, usw.);
- Zeitraum, in dem die Kaufentscheidung fällt;
Das sind die wichtigsten Punkte, die immer dabei sein müssen. Vielleicht kommt in Ihrem Geschäft noch der ein oder andere, wie zum Beispiel die Höhe des Budgets dazu. Allerdings, überfrachten Sie das Formular nicht. Zwingen Sie die Messe-Mitarbeiter, die die Gespräche führen, nicht in ein zu enges Korsett. Das schadet mehr als es nutzt.
Wer so vorbereitet ist, hat den Grundstein gelegt, um die vielversprechendsten Leads nachher auch vorrangig bearbeiten zu können.
Erfahren Sie mehr über Lead-Management ..
--
Der Text ist ein Auszug aus meinem monatlichen Direktmarketing-Newsletter. Mehr Info dazu hier ..
Geschrieben von Gerold Braun in Event-Marketing
4 Kommentare - 0 Trackbacks
Tags für diesen Artikel: erstausstrahlung 2008-01-04 12:13, messemarketing


Kommentare
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Michael Fritz:
Ja bei so vielen Standbesucher ist es nicht immer ganz einfach den Überblich zu behalten - vor allem muss man sich vor Dampfplauderern schützen die offenbar nur jemandem zum reden brauchen aber nicht im Entferntesten an einem Auftrag interessiert sind.Die muss man dann eben schnell loswerden - was vor allem für Messe Neulinge die zum ersten mal am Stand sind nicht ganz einfach ist.
Und dann gibt es auch die Art von Kunden die man nicht gleich als "Goldesel" erkennt obwohl sie es sind. Ich hatte da mal einen der aussah wäre er Strassenfeger... dabei hat er gerade mal eben 100.000 Euro für ein Internetprojekt ausgegeben.
Marcel Schreyer:
Vielen Dank für diese Tipps! Leider werden im ganzen Stress der Messevorbereitung oft die wichtigen Details außer Acht gelassen. "Dabei sein ist alles" stimmt eben nicht immer.Für die Leser ist vielleicht auch ein kurzer aktueller Erfahrungsbericht von der CMT interessant. Am Beispiel eines Reisebüros gebe ich ein paar Tipps, wie man die Leads - die Kunden - erst einmal an seinen Stand bekommt.
Den Bericht Mehrwert am Messestand finden Sie hier: http://www.marktschreyer.de/best-practices/mehrwert-am-messestand/
Viele Grüße
Marcel Schreyer
Hubert Baumann:
Ein sehr guter und interessanter Artikel. Leider erlebt man es in der Praxis allzu oft, dass nach der Messe sehr schnell wieder zum Tagesgeschäft übergegangen wird, und die Kontakte sehr schnell kalt werden, oder eben - wie beschrieben - vom Wettbewerb "übernommen" würden.Eigentlich schade, wenn man bedenkt, wieviel Geld so ein Messetag unter'm Strich zusammengerechnet kostet
Einen ergänzenden Artikel zum professionellen Auftritt während der Messe habe ich vor einiger Zeit auf meinem eigenen Blog veröffentlicht. Hier der Link zum Artikel: http://blog.hubertbaumann.com/2010/08/25/professioneller-ausenauftritt-auch-bei-messen-und-veranstaltungen/
Viele Grüße und viel Erfolg allen Lesern bei ihrer nächsten Messe.
Kreativer Frechling:
Ein zeitloses Thema. Die Praxis zeigt: Leider auch ein leidiges. Spätestens nach dem ersten Messetag sind die Füße wund (auch hier hilft gute Vorbereitung) und die Begeisterung für neue Gesichter lässt nach.Was neben den oben genannten Vorschlägen helfen kann:
Schon vor der Messe das Team informieren und motivieren. Was ist das Ziel der Messe? (X Kontakte, X Kontakte aus einem bestimmten Bereich) Was gibt es als Belohnung? (Für den jenigen, der die meisten Leads gesammelt und ausgewertet hat: ein Wochenende im Wellness-Hotel, inklusive Fußmassage.) Was sind die Kriterien für die ABCD Kunden und wie werde ich nach der Messe mit ihnen umgehen? Gegebenenfalls müssen schon vor der Messe Vorbereitungen getroffen werden: Beispiel - ein "Danke Schön Mailing" an die D Kunden.
Während der Messe empfiehlt es sich als Verantworlticher die Kollegen zu beobachten. Sind sie überhaupt willig Leads zu generieren? Gehen sie auf die potentiellen Kunden zu? Hören zu was gesagt und gefragt wird? Oder sind sie auf der Messe nur, weil sie sich die Party am Abend nicht entgehen lassen wollten?
Heute war ich selbst auf einer Messe und bin schon sehr gespannt ob man a) schnell nachfassen wird, b) mir das zukommen lässt, worum ich gebeten habe und c) mich wenigstens einer der Anbieter als A-Kunden sieht.
: )
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