Um 10 Uhr war es soweit: das Unwort des Jahres wurde ernannt. Das Rennen machte mit der Begründung: "Das Wort diffamiert Eltern, insbesondere Frauen, die ihre Kinder zu Hause erziehen."
Herdprämie
Die Meinung kann man haben, muss sie aber nicht teilen. Und auch völlig egal, denn was ist das schon gegen mein Lieblingswort des Tages?
Kommunikationsguerilla. Das ist einfach herrlich. Gibt es eigentlich jemanden, der das nicht betreibt? Ach so, der Begriff ist nicht klar? OK, nehmen wir auszugsweise die
Definition von wikipedia:
Kommunikationsguerilla (auch Informationsguerilla, Medienguerilla) ist eine Form des Aktivismus (bzw. eine Gruppe oder Bewegung, die sich dieser Form bedient), bei der gezielt Information bzw. Desinformation eingesetzt wird, um Ziele zu erreichen. Dabei wird die klassische Guerilla-Taktik, die sich um möglichst effektive punktuelle Operationen bemüht, auf den Bereich von Information und Kommunikation übertragen. Man kann die Kommunikationsguerilla auch als eine künstlerische Strategie zur Subversion von Kommunikationsstrukturen oder eine kulturelle Instandbesetzung beschreiben. Verwandte Begriffe sind auch Adbusting und Culture Jamming.
Ne, klar, n paar Anglizismen müssen auch noch rein, auch wenn deren Verwandtheit nur postuliert, aber weder gentechnisch noch sprachlich nachzuweisen ist. Obwohl: Klone sind wohl auch im Falle einer Mutation miteinander verwandt. Naja, wie dem auch sei, gibt es nach der Definition überhaupt noch wahre Information? Oder hat das so- bzw. selbsternannte Informationszeitalter sich seiner selbst beraubt? Fiel auch diese dem alten Problem anheim: Die Revolution frisst ihre Kinder? Scheint mir so. OK. In diesem Sinne: R.I.P. Infoelite