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Marketing Lektion Nr. 1: Bilder im Kopf.

Eine kleine Schulung vom Werbegott, für die Vorstellungskraft.
Denn nur wer sich etwas vorstellen kann, kann sich etwas einfallen lassen und auch nachvollziehen.


Motiv Nr.1.
Willy Brandts Kniefall am Warschauer Ghetto

Motiv Nr. 2:
Marlon Brando Wassertropfenszene in Apocalypse Now

Motiv Nr. 3.
11. September 2001, dass zweite Flugzeug schlägt ein

Motiv Nr. 4.
7. Juli 1985, Boris Becker gewinnt Wimbledon

Motiv Nr. 5.
Der Schrei. Edvard Munch

Motiv Nr. 6.
Gerhard Schröder Auftritt in der Elefantenrunde 18.09.2005

Motiv Nr. 7.
6.9.2003 Rudi Völler rastet aus im Interview mit Waldi

Motiv Nr. 8.
Genscher auf dem Balkon der Prager Botschaft

Motiv Nr. 9.
Maskierter Mann auf dem Balkon 1972 in München

Motiv Nr. 10.
John F. Kennedy im offenen Auto an einem sonnigen Tag 1963 in Dallas

Motiv Nr. 11.
Nil Armstrong betritt 1969 als erster Mann den Mond

Motiv Nr. 12.
Herr Müller Lüdenscheid und Herr Doktor Kloebner in der Badewanne.

Motiv Nr. 13.
Das war Spitze. Hans Rosenthal.

Motiv Nr. 14.
Freddy Mercury mit seinem Hermelinmantel und Krone

Motiv Nr. 15.
Rembrandt, der Mann mit dem Helm.

Motiv Nr. 16.
Damit Sie Morgen noch kraftvoll zubeißen können

Motiv Nr. 17.
Robert de Niro in Taxi Driver vor dem Spiegel

Motiv Nr. 18.
Revox Tonbandmaschine

Motiv Nr. 19.
VW Käfer 1200er, Hellblau, Baujahr 1972

Motiv Nr. 20.
Pizza Calzone

Motiv Nr. 21.
Flasche Cappy Orangensaft

Motiv Nr. 22.
IBM Kugelkopf Schreibmaschine mit Korrekturband

Motiv Nr. 23.
Michael Jordan bei den Chicago Bulls

Motiv Nr. 24.
Gelbe Reklam Hefte

Motiv Nr. 25
Tutti Frutti auf RTL

Motiv Nr. 26.
Apple Macintosh Computer 1985 mit 400KByte fassende 3,5" Diskettenlaufwerk

Motiv Nr. 27.
Sony Walkman WM DD 33

Motiv Nr. 28.
Windglider mit Holzgabelbaum und Holzschwert.

Motiv Nr. 29.
Can you feel it, Jackson 5, das erste Video auf MTV.

Motiv Nr. 30.
Werner Höfer im Internationalen Frühschoppen


Die treibende Kraft für gute Ideen ist die Vorstellungskraft.


Streng limitiert ...

... auf 600 Stück und mit ca. 1700 Dollar nicht mal zu teuer ist dieses Toshiba Notebook, wenn man während der WM auf den billigen Plätzen auf dicke Hose machen will.




via engadget

Übrigens: Ich kenn da einen, der einen kennt.



Numerisch geht. Emotional kommt - Human Marketing

Numerisches Wertesystem orientiertes Marketing und/oder
emotionales Wertesystem orientiertes Marketing.
Human Marketing (Copyright by Christof Hintze / alias Werbegott)


Welcher Gewinn, Erfolg, Wachstum, Umsatz ist der bessere?

Das unübersehbare Problem das im Marketing allgemein um sich greift, lautet „Abnutzung“. Abnutzung der alten Gewohnheiten. Gewohnheiten wie numerische Vorgaben. 30% mehr Wachstum. 20 % mehr Profit. 50% billiger. 100% mehr. 5.000 für den Alten. 3.000 für den Neuen. 50% auf alles außer Tiernahrung. 1,6 % mehr Gehalt. 30% Tantiemen... Denn mit dem erreichen dieser Ziele ist nie etwas erreicht. Sondern immer wieder neue numerische Ziele, folgen dem Erreichten. Ein Beweis von Abnutzung. Alle numerischen Werte wirken, wenn diese falsch Angewandt werden, sich desaströs auf ein System aus. Weil sie die eigentliche Wirkung verfehlen. Somit endet offensichtlich ein Wettrennen um Werte, bei dem nie jemand angekommen ist.

Nie ist es genug. Nie kehrt Zufriedenheit ein.


Ich glaube das numerische Wertesystem hat ausgedient. Es hat uns lange in Atem gehalten und alles haben wir in Zahlen bemessen. Alles. Auch den größten Blödsinn haben wir in Zahlen ausgedrückt. Der letzte Versuch dieses alte System zu retten hieß, Human Capital. Das statistische Bewerten von Mitarbeitern. 74% mit Abitur, davon 55 % mit einem Schnitt unter 2,0% und so weiter.

Die Wirklichkeit lautet: Human Marketing. Gefühltes Glück. Gefühlte Zufriedenheit. Unternehmen wie emotionale Klimazonen betrachten. Produkte wie erogene Zonen empfinden. Neue und Alte Werte anstreben und erzielen. Familientauglichkeit eines Unternehmens. Oder Freundschaftsquote. Die Menschen können Geld nicht lieben. Die Summe der Glücksmomente. Der Job gibt einem nicht die Sicherheit, von der man mal ausgegangen ist. Das Gesundheitssystem auch nicht. Ein Mercedes steht auf der Standspur. Bildung scheint nur eine Beschäftigungsmaßnahme. Reichtum bleibt bei den Selben. Wohlstand von kurzer Dauer. Die Angst geht um. Mehr Ängste. Und die Zahlen die wir riefen, machen aus Trampelpfaden der Phobie, 4-spurige Autobahnen der Psychosen. Täglich von allen Seiten hämmern Zahlen wie Wahrheiten der Befürchtungen und Ängste auf uns ein. Die nichts davon sind, sich aber für alle so darstellen. Eltern glauben das wirklich eine Bedrohung besteht, dass Kinder auf dem Schulweg entführt werden. Frauen gehen nicht joggen, weil sie Angst vor sexuellen übergriffen haben. Zahlen haben aus Mücken, ganze Rudel von Elefanten gemacht. Daraus ist eine Gesellschaft der Angsthasen geworden. Flugangst, Platzangst, Panikattacken...

Wohlstand statt Reichtum.

Die Menschen wollen nicht ewig am Wunsch nach Reichtum scheitern. Sondern am Wohlstand teilhaben. Sie wollen die Ängste die sie riefen am liebsten wieder loswerden. Sie wissen nur nicht wie. Der Wohlstand beruft sich also nicht mehr nur auf materielle und numerische Aspekte, sondern zugleich auch auf emotionale.

Der Wandel hin zum Human-Marketing ist längst im Gange. Menschen wollen sich emotionale besser aufgehoben fühlen. Marken, Dienstleistungen und Produkte die genau das vermitteln, denen gehört die Zukunft. Der Konsument befragt in Zukunft einfach sein Bauchgefühl. Das was sich gut anfühlt, dass will er. An allen anderem geht er spurlos vorüber. Firmen von denen er etwas kauft müssen sich so verhalten, wie er sich das vorstellt. (Lidel vs. Aldi). Erfolg um jeden Preis und ist er noch so groß stößt ihn zunehmend ab (Deutsche Bank / Trigema)

Erregen statt Aufregen.

Die Botschaften die den Menschen positiv erregen sollen, nehmen zu. Alles andere regt den Konsumenten nur auf. Sogar einen Großteil der Werbungtreibenden selbst, empfindet die geliebten Werbemittel- und Maßnahmen als störend, nervig und belästigend. Er würde gerne zu alternativen greifen. Die es aber nicht gibt. Noch nicht.

Das erste Werbemittelverhinderungshonorar.

Irgendwann wird die erste Agentur dafür am Ende eines Geschäftjahres ein Werbemittelverhinderungshonorar bekommen, für alle Werbemittel- und Maßnahmen die es wegen Untauglichkeit abgelehnt hat. Aber solang der Fehler im System nicht beseitigt wird, versuchen Agenturen weiterhin so viele und aufwendige Werbemittel- und Maßnahmen dem Kunden angedeihen zu lassen, wie s nur geht. Aus gutem Grund! Denn Sie werden nach Menge und Aufwand bezahlt. Dumm gelaufen. Anstatt Agenturen großzügig für Wirtschaftlichkeit zu belohnen, kürzt man einfach wahllos die Budgets, oder bezahl die Agenturen schlechter und schlechter. Verhandelt alles vorher und noch mal nachher. Sehr unproduktiv für ein Berufsbild das sich Stark am Lustgefühl orientiert. Den wirklichen letzten Todesstoß, versetzen die Aktionäre und Controller
dem alten numerischen Systems. Denn Sie orientieren sich ausschließlich an Zahlen. Was zur Folge hat, dass sie ein bestehende schwaches System Ideenlos bis zum letzten Tropfen auspressen. Investitionslos und Intuitionslos. Das kann nicht mehr lange gut gehen. Denn nur Ideen und Investitionen schaffen neue Wertschöpfungsquellen.


Überzeugen statt Überreden

Der Wandel wird vielen nicht gelingen. Weil diese nie an die Macht der Marke geglaubt haben. Beste Vorraussetzungen haben alle Marken, die zum einen die Macht haben und zum anderen das Bewusstsein, dieses im Sinne der neunen Ausrichtung – Human Marketing - verändern zu wollen. Das bedeutet die Marke wird sich in Zukunft zurücknehmen, zurück halten müssen um überhaupt überzeugen zu können. Große Chancen haben neue Marken, die mit diesem neunen Bewusstsein an den Start gehen.

Lösungsweg: Human Marketing.

Natürlich. Damit ist nicht Natur, Grün und Öko gemeint. Sondern was gänzlich anderes. Für das Richtige stehen. Sich Engagieren. Sinnvoll sein. Verantwortlich zeigen. Der Gemeinschaft nützlich. Auf Kosten andere, kommt bald gar nicht mehr gut. Eine mitteleuropäische Gesellschaft denkt um und die Politik und die Wirtschaft bekommt davon fast nichts mit. In die Elfenbeintürme der Macht dringt zu wenig vor. Das Leben in einer anderen Wirklichkeit, bringt eben seine Risiken mit sich.

Dabei sein statt allein sein.

Singles. Geschieden. Allein. A sexuell. Das Ziel ist die Gemeinsamkeit. Ein völlig neues Produkt. Der Egoist mutiert zum Gemeinschaftssinn. Weil der Egotrip unweigerlich in die Einsamkeit führt. Somit werden Gemeinschaftsmarken die zusammen führen und nicht trennen eine große Zukunft haben. Die dazu passenden Produkte werden folgen. Das ende der Reihenhäuser. Man lebt nicht mehr Nebeneinander, sondern miteinander. Mitessen wollen. Mitmachen. Mitreden. Mitgehen. Mitspielen. Die Gemeinschaft ist das „Human“ das menschliche, die Art von Menschlichkeit die völlig in genau den Zahlen die eigentlich Recht geben sollten, untergegangen ist.


Individualität statt Konformität

Wir sind keine Soldaten mehr. Schon gar keine der Wirtschaft mehr. 3.740.000 graue Anzüge, weißes Hemden und blaue Krawatten. Mit schwarzen Schuhen, schwarzen Socken und einem schwarzen Gürtel. Kurzhaar Frisur. Glatt rasiert. Morgens im dunklen Kombi auf dem Weg in die Schlacht. Vorbei. Der Krieg ist als Mittel keinen Zweck mehr Wert. Wer sich auf den Weg begibt sich wohl zu fühlen, der trägt das was ihn besser macht. Das worin er wirken kann. Das worin man ihn erkennen soll. In der Historie, erscheinen Menschen heute im Business, wie die Nachfolger von Menschen in Uniformen. Aber wir legen die Uniformen sukzessive äußerlich und innerlich ab. Weil das der nächste Entwicklungsschritt ist. Und der kommt. Wir landen auf dem Mars.


Retten satt Ausbeuten

Ressourcen retten wird zum Beispiel ein zentrale Thema. Nicht nur beim Plastik, Öl oder Papier. Sondern vor allem bei uns. Das Reduzieren um neuen Freiheiten zu gewinnen. Das Konzentrieren um nur noch das Wesentliche leisten zu müssen. Es ist schon in unseren Köpfen, aber das große Retten geht erst noch richtig los. Erst die Wale, dann uns selbst. Auch hier werden ganz neue Branchen entstehen und daraus resultieren natürlich neue Dienstleistungen und Produkte. Der Mensch ist auf Dauer kein Ausbeuter. Das macht ihm ein schlechtes Gewissen. Dann will er zwar noch nicht zurückgeben, aber immer hin schon mal retten. Der nächste Schritt.

Zuversicht satt Angst.

Man muss nur begreifen dass an die Stelle von verbrauchten und falschen Werten nun neue und unverbrauchte treten. Das ist sehr gut, schön und positiv. Viele davon sind viel älter als wir glauben und einige neue gesellen sich dazu. Ist eine bessere Mischung. Aus dem was nicht mehr erstrebenwert ist und auf vieles auf das wir uns alle freuen und wieder freuen können.

Intelligenz statt Wissen

Wir sind zu einer Allgemeinwissensgesellschaft geworden. Können aber mit dem ganzen Allgemeinwissen nichts Intelligentes anfangen. Somit ist der nächste logische Schritt, vom Allgemeinwissen, über das nützliche Wissen zur Intelligenz. Was ist Sinnvoll, lautet die eigentliche Frage. Und nicht wie heißt die Hauptstadt von Peru.

Der Gedanke in meinem Kopf, dem ich den Namen „Human Marketing“ gegeben habe, ist eigentlich ein ganz einfacher: Viel Sinnvoller statt Vernünftig zu sein.

Wir wollen, sollen und müssen uns alle besser fühlen. 24 Stunden, jeden Tag, jede Woche, jeden Monat. Ein Leben lang. Weil nur dann das dabei raus kommt, was wir uns eigentlich alle insgeheim wünschen. Wir wollen die guten Menschen sein.

Sehen statt Beweise

Natürlich könnte man eine Reihe von Beweisen anführen. Was ich aber aus Prinzip nicht will. Denn ich würde mich derselben Methoden bedienen müssen, die ich als gescheitert ansehe. Deshalb kann ich nur sagen, schaut hin, schaut genauer hin. Das Konsumvieh, das Wählervieh, das Zielgruppenvieh hat aufgehört alles zu fressen.


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Heute ist Welttag des Urheberrechts

Meins. Mir. Mich. Ich. Meiner.
Mir. Mich. Ich. Meiner. Meins.
Mich. Ich. Meiner. Meins. Mir.
Ich. Meiner. Meins. Mir. Mich.
Meiner. Meins. Mir. Mich. ICH!!!

Herr Doktor, ich finde Werbung oft total bescheuert.

Bin ich Krank? Kann man das heilen? Was soll ich tun? Ich habe eine Werbeagentur!


Wenn ich Fußball sehe. Kotzt mich alles an was Werbung ist. Ich könnte mich totlachen, über die Meter hohe Bandenwerbung auf Schalke und in der AOL Arena. Dieser perspektivische Blödsinn, neben dem Tor. Überall Werbung. Immer dümmer. Immer größer. Immer lauter. Immer greller.

Ich kann mir keinen normalen Film mehr ansehen, der durch Werbung unterbrochen wird. Das macht mich wahnsinnig. Halte ich nicht aus. Nur Premiere, oder DVD, oder der Tatort im Ersten. Ich fühle mich belästigt, bevormundet und vor allem für blöd verkauft. Wie kann ein Mensch während der Verfolgungsjagd bei Bullit wenn Steve McQueen durch Frisco jagt, Werbung einblenden? Was sind das für Menschen? Ticken die noch ganz Richtig, die gehören krankgeschrieben.

Sie verfolgt mich. Sie dringt immer tiefer in mein Leben vor. Irgendwann schreit mich sicher nachts meine Frau an, mit einer Werbebotschaft. Dafür gibt’s dann 5 €. Oder neben Dir im Flieger wird so ein Versicherungsfuzzi platziert, der quatscht dich dann voll mit dem Altersvorsorgescheiß. Oder bevor Du beim Bäcker endlich die Brötchen bekommst, muss du dir von einer jungen Frau einen Vortrag über den neuen Nissan Micra anhören. Stell Dir vor, du stehst im Stau und dann fallen die wie Heuschrecken über Dein Auto her: Hallo!!! Die Reifen. Welches Motoröl haben Sie? Die kennen keine Grenzen. Ich möchte auf meinem Gewissen keine Banner haben. Auf mein er Seele kein Logo. Keine bunten Fähnchen sollen in meinen moralischen Vorstellungen wehen. Ich glaube ich plakatiere sogar schon in meinen Träumen.

Wo keine Ideen sind, brauchen die Dummen immer neue Wege. Wer die Wirkung verfehlt, der gebraucht immer größere Kaliber. So eine Art Marketing-Wettrüsten. Alles wird benutzt. Warum eigentlich noch nicht die Kirche? Die Bibel? (Gibt’s eigentlich schon PACE Produkte?) Oder warum geht Nivea nicht mal mit einer Bordell-Promotion an den Start. Da duftet es eh an allen Ecken nach Nivea. (Hat mir ein Freund erzählt!)

E-Mail mit...Ihr wisst schon. Post. Ich bekommen Werbepost, dass ist unvorstellbar. Anrufe. Diese dümmlichen Werbeanrufe. Peinlich. Peinlicher. Werbewelt. Das ist so schlimm und schlecht und so an der Zielgruppe vorbei. Alles was mit einem Freistempel in meiner Post landet, landet umgehend in den Müll.

Eine Art Werbemittel- und Maßnahmen Tsunami überrollt die Industrieländer. Bonusprogramme. Ich sage n ur Tankstellen und Bonusprogramme. Haben sie ein Tengelmann Karte? Pay Back. Miles & More...

In der U-Bahn zum Stadion. Überall diese völlig bescheuerten Werbungen von diesen Sprachschulen. Diese Werbung gegen das Schwarzfahren. Für wie blöde halten die eigentlich Schwarzfahrer. Mann könnte ja mal eine Kampagne gegen Blödheit machen. Mal sehen, wie viele nachher echt schlauer wären. Das schlimmste, das aller schlimmste ist die Radiowerbung. Die sind wirklich krank. Und es wird immer mehr, immer aufdringlicher und immer schlechter. Wie diese Talkshows im Fernsehen. Was mal mit Bio und 3 nach 9 begonnen hat, ist zu einem völligen Desaster ausgeartet.

Nichts ist mehr heilig. Nichts ist peinlich genug, nicht doch noch ein Logo drauf zu kleben. Wir Leben eigentlich schon in einer Doppelseite. Wann heißen Kinder gegen Geld endlich Cola, Appel, Addias, Nike... Werbeverträge mit der Geburtstunde. Nachnamen. Warum ist da noch keiner drauf genommen. Die Idioten heißen alle Hinz und Kunz. Warum heißen nicht 5 Millionen Müller Brot, oder Schmidt-Spiele, oder Mercedes, oder Golf, oder Kabel 1.

FC Barcelona. Die haben noch nie Trikotwerbung gemacht. Das ist so geil. Schaut euch mal die Fußballer aus Österreich an. Das die mit Sport kein Geld verdienen können, dass sieht man. Ich glaube der letzte der Richtig mit Werbung Geld verdient hat, ist der Typ mit dem Aufkleber: Bitte keine Werbung einwerfen.

Denen ist völlig der Respekt abhanden gekommen. Irgendwann machen die Promotions in Kindergärten, auf Krebsstationen. In der Wartehalle vom Arbeitsamt. In der Messe. Im Bundestag. Ich sehe schon Frau Merkel mit einer Müllermilch Kappe.

Ich finde es sollte nicht nur Rauchfrei Zonen geben, sondern auch Werbefreie. Ich frage mich immer, wenn DER SPIEGEL für 10 € eine Ausgabe machen würde, die völlig ohne Werbung wäre, was dann passieren würde. Ich würde die kaufen. Nur damit ich mal meine Werberuhe habe. Und nicht auf jeder Seite immer erst oben nach sehen muss, ist das Werbung oder Redaktion.

Aber vielleicht bin ich ja mit meinem Gefühl allein. Und alle anderen finden das toll.

Fussball und Werbung

Je näher die Fußballweltmeisterschaft rückt, desto mehr und vor allem, desto schlechtere Werbung kommt ins Fernsehen.

Beispiele:

Banken
Es hat den Anschein, dass wirklich jedes Kreditinstitut kickt. Ob RBS oder SEB, Spieler tragen Trikots mit Zinssätzen drauf (statt Spielernummern), was natürlich doof ist. Bei der Postbank gibt es das zwar auch, aber da ist es ein "Fan". Immerhin, denn im Falle der Spieler ist es völlig dämlich, einen mit "5,5%" auf dem Rücken zu zeigen, denn, da jede Trikotnummer nur einmal pro Mannschaft vergeben sein darf, ist es klar, dass in seinem Team auch die "12,8%" und "13,6%" spielen. Also das nächste Mal: Mitdenken und Freude schenken ...

Bier
Warum müssen einige Nationalspieler in der Kulisse des Vereinsgaststätte der SpVgg Dumichauch ("Zur Abseitsfalle Zagreb") rumkicken?
Sollen D- bis A-Jugendliche zur Nachahmung angestiftet werden, damit der arme Pächter endlich sein scheußliches Birkenfurnier als Versicherungsfall melden kann?
Warum sind es nur adidas-Rekruten?
Warum müssen die sich doublen lassen? (Anders ist für mich die stete Verwendung von Nahaufnahmen bei technisch anspruchsvolleren Passagen, z.B. Ballstoppen, nicht zu erklären.)
Warum rühren die am Tresen Ihre Biergläser nicht mal an? Nun, die Frage kann ich selbst beantworten: Es sind Repräsentanten von Müller-Milch. Nur einer nimmt es mal hoch, der Repräsentant von L'Oréal, wahrscheinlich um seinen Blondton abzugleichen.
Warum muss ich mir dieses bescheuerte Wortspiel des Wirts anhören? (Er zapft ein Bier und meint: "Genau, einfach laufen lassen.")

Weil es immer noch besser ist, als Bierhoff (nein, er ist nicht das Wortspiel. No jokes with names...) und sein "großes Bier"? ("Aber dass es gleich so groß sein muss...") Möglich …

Was ist das für ein Land, wo man mit schlechten Wortspielen wirbt und diese auch noch in Bild und Ton erklärt? Muss das sein? Oder liegt es doch am Marketingverantwortlichen, der der Meinung ist, man müsse das der Zielgruppe erklären - sicherheitshalber? Ich vermute Letzteres und habe mir Eifelbräu wegen geistiger Unreinheit zur WM verbeten.

Nuss-Nougat-Creme
Mutig, mutig - oder doch aus der Not geboren? Man weiß es nicht, wenn aber Kuranyi und Co. in den Spielen ebenfalls die Bälle 50 m hoch - und damit über das Tor (Ich sach's nur sicherheitshalber) - dreschen, könnte ich mir vorstellen, dass man da seinen bisherigen Frühstücksliebling statt aufs Brot aus dem Kader streicht.

Bei BiFi und Schweinsteiger darf, ja, nein: da muss die Frage nach dem "HÄ???" gestattet sein. (Will man dem Müllermüll Paroli bieten?)

Aber top de luxe ist ja die Zewa-Werbung. Ihr gebührt ein Preis für die Entdeckung des Präventionsmarketings.

Zugegeben, ich verstehe den Spot mit Owomoyela etc. nicht, aber er will mir etwas sagen. Da bin ich mir ganz, ganz sicher. Ich weiß nur nicht, was. Ist es ...

A --- Wir spielen beschissen.
B --- Zewa ist wie Fußball ... Für'n Arsch!
C --- Technik? Drauf gekackt!
D --- Wir gewinnen zweilagig.

???

Tja, am 9. Juli 2006 sind wir nicht nur schlauer, sondern auch zumindest von dieser Art schlechter Werbung befreit. Abpfiff.


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