Montag, 31. Juli 2006
Erst mal bei YouTube gucken wie Roddick sich so schlägt...
... und dann einfach mal selbst gegen Pong antreten
stoppong.ca
Ogilvy für American Express
 Er hat einen linken Fuß, er hat einen rechten Fuß, er kann Spiele lesen, dirigieren und alleine entscheiden, passt aus der Tiefe des Raumes, schiesst aus spitzem Winkel, ist der wichtigste Spieler auf dem Feld im Blog. Unser bester Mann, der SpielWortführer feiert heute Geburtstag.
Deutschland feiert!, der Chef sagt: Danke!
Sonntag, 30. Juli 2006
 Sehr geehrter Herr Dr. Langenscheidt,
Sie haben mit dem Ihrem „250 Gründe“-Buch wahrlich ein großes Buch herausgegeben. Hierbei bezieht sich „groß“ allerdings leider nur auf die Ausmaße. Ich hatte mir das Buch zu meinem 37. Geburtstag gewünscht und es auch bekommen. Schon beim ersten Durchblättern wurde die Freude zu mindestens latent getrübt.
Das liegt im Wesentlichen an drei Dingen:
- es werden zu viele Persönlichkeiten der Gegenwart vorgestellt. Die Auswahl ist zudem echt grotesk auch im Hinblick auf den Untertitel „250 Gründe dieses Land heute zu lieben“. Angela Merkel kann man vielleicht respektieren, sie ist aber kein Grund ein Land zu lieben. Gleiches gilt für Xavier Naidoo, Michael Schumacher, Stefan Raab und die meisten anderen Hauptdarsteller der Bunten. Im Gegensatz zu dem gleich folgenden Punkt mit den Markenartikeln, liegt der Schwerpunkt zu stark auf Personen der Gegenwart, an die sich sicher in zehn Jahren kaum noch jemand erinnern wird (Veronica Ferres, Johannes B. Kerner)
- es wird zuviel Wert gelegt auf Markenartikel. Dass der Focus auch noch den Vorzug vor dem Spiegel bekommt, ist noch grotesker als die oben erwähnte Sache mit Frau Merkel.
- es wird leider gar kein Wert gelegt auf gelegt auf gute Fotos. Das ist sicher der schlimmste Vorwurf. Neuschwanstein und vorallem der Leuchtturm Roter Sand sind doch in Wirklichkeit echte Augenweiden. Warum dann solch schlechte Fotos? Überhaupt kommen die schönen Landschaften dieses unseren Landes viel zu kurz.
Also das ganze Buch wirkt wenig konsistent. Alte Markenartikel stehen neben zu vielen Sternchen der Gegenwart. Da wäre es aufregender gewesen, Sie hätten auch einmal neue innovative Markenartikel der Gegenwart aufgegriffen. Wie wäre es mit Bionade oder einem Nomos Tangomat? Naja, vielleicht kommt das ja eines Tages in einer Neuauflage mit hoffentlich schöneren Fotos. Dann wird es auch ein Buch sein, welches beim Standortmarketing für den Standort Deutschland ein gewichtige und wichtige Rolle spielen kann.
Mit freundlichen Grüßen
Klaus-Martin Meyer
PS: die Leser von marketing-blog.biz sind herzlich dazu eingeladen zu ergänzen, was ihnen in dem genannten Buch fehlt.
Freitag, 28. Juli 2006
 DAS wollten wir doch alle wissen: Steffi Graf wirbt jetzt für Teekanne. Heute wurde durch eine Pressemitteilung bekannt, dass der Tennis-Superstar vor allem mit Fixminze großgeworden sei.
MIT PFEFFERMINZTEE? Soweit man dem Haus Teekanne Glauben schenken darf, ja.
Müssen wir uns jetzt die Frage stellen, was Fixminze mit uns macht? Macht es uns zum Supersportler? Oder macht es einfach eine große Nase?
Egal. Die Meldung erscheint an einem Freitag-Nachmittag. Einer der Garanten dafür, dass sie eh niemand liest... War das Absicht?
Made in China, geordert in Warren, Rhode Island, verschickt in Louisville, Kentucky, USA, zollamtlich abgefertigt in Frankfurt am Main, heute in Düsseldorf eingetroffen und alsbald auf dem Weg nach Heidelberg.
Donnerstag, 27. Juli 2006
doch, doch, doch wirklich, zumindest hat es den Anschein, wenn man dieser Meldung auf w&v Glauben schenken darf:
BMW holt Hilfe vom Pitch-Berater
Ein Pitch-Consultant wird die Wahl der Agentur, die von 2007 an den prestigeträchtigen Kunden BMW betreuen wird, entscheidend beeinflussen. Der Automobilkonzern hat sich unter Leitung des Procurements – hier die Abteilung Einkauf von Marketing-Dienstleistungen – sieben Berater angeschaut. Die Consultants sollten einen Steckbrief über den Noch-Etathalter Jung von Matt erstellen, u.a. mit Angaben zu Mitarbeiterfluktuation und Etatstruktur. Zwei fanden die Methode unseriös und stiegen aus. OK, schon, dass es einen Pitch-Berater gibt, finde ich eher aprilverdächtig, wie ich schon im Werbeblog mitteilte, aber noch doller finde ich, dass es angeblich gleich zwei Berater gibt, die das Wort "unseriös" kennen und sorfort moralisch handelten.
Unglaublich! Jürgen, was hast du aus diesem Land gemacht??
Wie verfasse ich einen Beitrag über Milch der im Einklang zum Grundgedanken dieses Blog steht um schliesslich die Kurve zu Bettina zu kriegen, die mir ein Date versprochen hat (habe ich doch bestimmt richtig verstanden?), wenn ich denn ihre Aktion für ihren Starschnittschwarm unterstütze?
Habe den halben Tag darüber nachgedacht...
...und letztlich die GoogleNewsMaschine angeworfen um bei berlinonline.de was zum Thema Marketing & Milch zu finden und um dann festzustellen, dass der Papst Horchata trank und diese "Erdmandelmilch "eine sehr gute Erinnerung im Gaumen" hinterließ.
Die Spanier lieben ihre Erdmandelmilch Horchata
...Laut Erzeugergemeinschaft trinken die Spanier jährlich 50 Millionen Liter davon (was bei 44 Millionen Spaniern bescheiden klingen mag). Vielleicht hilft der Papst-Besuch ja den Marketing-Strategen, neue Märkte zu erobern: Die Herstellergemeinschaft hat beschlossen, regelmäßig Erdmandelmilch nach Rom zu schicken.
Also Entrepeneure: Macht Euch auf die Bioläden dieses Landes mit Erdmandelmilch zu versorgen.
Und Ihr anderen: Schickt Eure Milch zu Bettina, damit der Starschnittmann sein Bad nehmen kann.
Nun, wir haben uns nichts vorzuwerfen, können unsere Hände in Unschuld waschen: Bei uns sah Schleichwerbung auch schon in der Vergangenheit so oder ähnlich aus:
Schleichwerbung: Das Duschradio aus der Techgalerie
Schleichwerbung auf marketing-blog.biz: Kondome kaufen ?!
Schöner Anlass
golem meldete bereits am 25.07.06:
Gericht untersagt Werbelinks in redaktionellen Inhalten
Links auf Werbeanzeigen müssen klar als Werbung gekennzeichnet werden
Das Kammergericht Berlin hat Bild.T-Online untersagt, mit einfachen Links in redaktionellen Texten auf Werbeseiten zu verweisen, bei denen der Link nicht als Werbung gekennzeichnet ist.
Prophetengleich hatte sich der Wortführer schon am ersten Tag seines Blogdaseins des Themas angenommen:
Suche: Geld. Biete: Nichts.
Es begab sich zu der Zeit, als alle Raubritter Ihre Lobbyisten zu den Ahnungslosen nach Berlin schickten. Da wurde zum 1.4.2005 ein neuer Rundfunk-Staatsvertrag in Kraft gesetzt, der ab dem 1.1.2007 „neuartige Rundfunkempfangsgeräte“ – das sind stinknormale PC’ mit Internet Zugangsmöglichkeit- zu gebührenpflichtigen Zahlern macht.
Na bitte, geht doch. Statt der Kundengewinnung durch geeignetes Marketing wie bei den Privaten, wird hier mit Gesetzeskraft der Bürger vergewaltigt, eine angebotene Leistung, die er gar nicht in Anspruch nimmt und nehmen will zu bezahlen.
Für die, die da offenbar eine kleine Blockade haben: Ein PC ist ein vielseitiges Werkzeug, mit dem 99,9999% aller Anwendungen sinnvoller sind als über das Internet kleine ruckelnde Bildchen zu gucken. Wenn jemand sich das wirklich antun will, gibt es genügend technische Möglichkeit genau die zur Kasse zu bitten, statt hier das Raubrittertum zu legalisieren. Aber genau diese Differenzierung würde ruckzuck klarmachen, dass es für dieses Angebot gar keinen Markt gibt. Übrigens, die die Ernst Mosch & Co gucken, sind von einem PC genau soweit entfernt, diese Abzocke und Gebührengerechtigkeit.
Die Aufgabe des öffentlich rechtlichen Rundfunks "Grundversorgung für alle aus einem umfassenden Programmangebot aus Informationen, Bildung, Unterhaltung und Kultur (BR-Online) hat sicher Ihre Berichtigung. Und ich bin auch gerne bereit meine GEZ Gebühren für Fernseher und Radio zu bezahlen. Ich finde es jedoch höchst bedenklich, wenn Unternehmen nur Ihren Finanzierungsbedarf ermitteln müssen, um sich den dann (mit einem vorher eingebauten Abschlag) von den Ländern absegnen zu lassen. Ich würde mich freuen -und bin da sicher nicht allein -wenn diese Unternehmen Ihre Produkte wirklich marktfähig machen würden, statt heute schon zu wissen was 2008 an Gebühren reinkommt und es eigentlich scheißegal ist, was ich bis dahin beim Kunden abkippe.
In diesem Sinne drücke ich den RTL’s, SAT’s & Co die Daumen und hoffe, dass der Besitz einer Lesebrille nicht zukünftig zu einem Zwangs-Abbo der Bild-Zeitung verpflichtet (die hinsichtlich Kundengewinnung unseren Öffentlich- Rechtlichen sicher um Lichtjahre voraus ist.)
Gastblogger Matthias Schugens ist Geschäftsführer der Aribis GmbH und bloggt ansonsten in seinem Aribis-Blog.
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