Donnerstag, 30. November 2006
Jetzt ist die Befragung fertig ausgewertet: Knapp zweitausend Online-Marketer haben verraten, welche Portale sie kennen und nutzen. Wenig überraschend: Jüngere sind aktiver als Ältere. Interessant: Jüngere teilen ihr Wissen bereitwilliger mit anderen als Ältere. Um den Faktor zwei bis vier mehr Mitglieder haben Social Bookmarking-Dienste bei den Jungen. Ansonsten viele Zahlen, die sich jeder selbst ansehen mag. Unter anderem hat es Konstantin Guericke schwer, wenn er jetzt Lars Hinrichsen einholen will: dreimal bekannter ist openBC als der US-Konkurrent LinkedIn. Der Börsentrubel wird den Abstand sicher noch vergrößern. Aber was wäre wohl herausgekommen, wenn wir nur nach Tching, Ksing oder Crossing statt nach openBC gefragt hätten? Wie wichtig die Präsenz in den Massenmedien ist, hat der YouTube-Verkauf gezeigt: Nur wenige kennen das Videoportal Sevenload und auch MyVideo liegt deutlich hinter dem US-Marktführer. Hier die Portale, die mehr als die Hälfte der Befragten kennen:
Wikipedia kennen 96,5%
YouTube kennen 87,7%
openBC kennen 81,1%
Myspace kennen 75,3%
blog.de kennen 69,7%
Blogger kennen 68,0%
Flickr kennen 65,5%
StayFriends kennen 60,4%
MyVideo kennen 59,6%
Alle anderen Details mit mehr oder weniger gewagten Interpretationen stehen in unseren beiden Pressemitteilungen zu Web 2.0-Bekanntheitsgrad und Web 2.0-Altersunterschieden.
Und noch was: Natürlich verschlafen nicht alle Oldies Web 2.0, sondern halt nur mehr als bei den Youngsters. Also bitte keine bösen Kommentare zu der Headline – ich bin selbst auch deutlich über vierzig. Und eines kam ja auch raus: Zumindest beim Lesen von Blogs gibt es keinen Altersunterschied – die lesen alle gleich gerne.
Mittwoch, 29. November 2006
Ja, Cheffe, stimmt! Wir haben es schon immer gewusst und immer und immer wieder und wieder darauf hingewiesen. Und nun ist die Studie da und das ist das Ranking, das die Bild daraus machte:
Platz 1: Ford - „Feel the difference“
Fühle das Differenzial / viel Differenzial / ziehe die Differenz ab
Platz 2: adidas - „Impossible is nothing“
imposant ist nichts / ein imposantes Nichts
Platz 3: Base - „Freedom of speech“
Frieden der Geschwindigkeit / Rede in Frieden
Platz 4: Vodafone - „Make the most of now“
mach meist nicht alles / mach’s meistens jetzt / mach keinen Most daraus
Platz 5: Air-Berlin - „Fly Euro Shuttle!“
der Euro Schüttel-Flug / Schüttel den Euro zum Fliegen
Platz 6: Kia Motors - „The Power to Surprise“
die Überraschungsmacht / die Power-Überraschung / mit Strom überraschen
Platz 7: Mars - „One of life’s pleasures“
Ein Leben bitte! / Bitte, eins vom Leben / Ohne Leben bitte
Platz 8: Burger King - „Have it your way“
Hast du deinen Weg? / Nimm’s mit auf den Weg!
Platz 9: Beck's - „Welcome to the Beck’s experience“
Willkommen beim Beck’s-Experiment
Platz 10: Centerparcs - „A State of Happiness“
ein Staat der Glücklichkeit / mit Glück Staat machen / statt happy zu sein
Platz 11: Zurich-Versicherung - „Because change happenz“
weil Chancen glücklich machen / weil man etwas wechseln kann
Platz 12: Jaguar XK - „Life by Gorgeous“
Leben in Georgien / Leben bei Georg / Leben wie George
Die Übersetzungen klingen so schlecht erfunden, sie müssen wahr sein. Und ich will nichts mehr über dumme deutsche Schüler hören …
Dienstag, 28. November 2006
Der Wortführer am 04.August 2005:
Nun, Ergebnisse einer nie in Auftrag gegebenen Studie würden wahrscheinlich als Sieger der deutschen Entsprechung ergeben: Bernd rennt.
Die Wirklichkeit hat ihn eingeholt. Die Studie ist da:
Reklame: Nicht jeder fühlt den Unterschied
Mit dem Slogan "Feel the difference" wirbt der Kölner Autobauer Ford um Käufer - aber nicht bei allen kommt die Botschaft richtig an. Nur etwa die Hälfte der Teilnehmer einer Studie konnte den englischen Text korrekt als "Spüre den Unterschied" übersetzen. Manche der befragten Konsumenten glaubten dagegen, der Satz hieße "Fühle das Differenzial" oder auch "Ziehe die Differenz".
... sagt Justin Timberlake. Wem sagt er das? Deutschlands Jugend. Ganz uneigennützig präsentiert Timberlake Intimes im Interview mit Deutschlands Beziehungsjournal Nummer 1, der BRAVO. Wovor ihm am meisten graust?
Seine eigenen Balladen will Justin beim Sex nicht hören. "Ich möchte in diesem sinnlichen Moment nicht unbedingt meine eigene Stimme aus dem CD-Spieler dudeln hören. Das würde mich nur ablenken..."
Mag der Junge etwa seine eigene Musik nicht? Inspiriert sie ihn nicht? Andere hängen sich doch auch nen Spiegel übers Bett und finden das gar nicht anstößig.
Interessant ist aber vor allem, was der Musik-Star über Frauen so sagt:
Wonach er bei einer Frau zuerst schaut: "In die Augen, man kann sehr viel aus den Augen eines Menschen ablesen", meint er und fügt hinzu: "Das Aussehen einer Frau ist für mich zweitrangig. Ich brauche eine Partnerin, die viel Humor hat und sich selbst nicht zu wichtig nimmt. Da ich recht sensibel bin, muss auch meine Freundin einen Hang zum Sensibel-Sein haben, sonst wird das auf Dauer nichts."
Er schaut zuerst in die AUGEN? Echt? Das kann ich gar nicht glauben. Da wäre er ja eigentlich fast gar kein Mann. Das machen doch sonst die Frauen...
Also, ich nehm mir fest vor: wenn ich Justin mal treffe, dann putz ich mir sofort die Brille. Damit er meine Augen auch gleich sehen kann. Vielleicht singt er dann ja auch für mich.
Montag, 27. November 2006
Dass sich eine Marke weiter entwickeln muss, ist eine müßige Frage. Natürlich.
Ob 007 blond sein darf, ist ebenfalls eine müßige Frage. Natürlich nicht.
Aber während dieses "Thema" das vorherschende PR-Thema war, gibt es doch noch weit mehr Aspekte, die an diesem Bond-Film mehr als fragwürdig sind.
Der Ansatz beispielsweise: Wozu muss ich als Zuschauer was über den Anfang des Doppelnull-Agenten erfahren? Es ging jetzt mehrere Jahrzehnte ohne dieses Wissen gut, mir hat nichts gefehlt, ich muss das nicht wissen. Bei Star Trek hatten sie auch mal diesen Glauben, dass was "vor Kirk" setzen mussten, zum Glück hatte man da zumindest auf die Original-Musik verzichtet, so dass klar war, dass die Serie "Enterprise" nur zum Teil was mit "Star Trek" zu tun hat.
Dann bekomme ich in dem neuen Bond-Film mehrere Geschichten in einer, die der Acion zu-, der Marke abträglich sind. Kein stilsicherer Gentleman, statt dessen ein blondes John McLane-Remake (alias Bruce Willis in der "Stirb langsam"-Trilogie) mit völlig hirnlosen Rosamunde Pilcher-Gedächtnisphrasen ("Ich habe keine Rüstung mehr. Du hast sie mir abgenommen.").
Es gibt auch keinen klassischen Bösewicht. Da ist zwar einer, der böse spielt, aber hinter dem steht wieder eine Organisation, die sinnigerweise auch "die Organisation" genannt wird, was auch eher lustig ist, um das Wort peinlich zu vermeiden. Wenn man den Film schon symbolisch an den Anfang setzt, lassen wir da mal die Dauernutzung von Handys und Messengersysteme außen vor, dann heißt die Organisation "SPECTRE" und der Chef Ernst Stavro Blofeld. Und wie peinlich ist denn Poker als Showdown????
Naürlich haben sich die Broccolis immer dem Zeitgeist angepasst, mal mehr, mal weniger geändert, aber sie wussten eine Marke zu führen. Dieser Film wirkt, als hätten Studenten mit viel Geld ihre Abschlussarbeit eingereicht. Als Action-Liebesfilm isser OK, als James Bond
Thema verfehlt.
Sonntag, 26. November 2006
Controller per Sudoku gesucht.
Auf der Suche nach einem Controller geht BBDO Consulting jetzt völlig neue Wege. Denn schon bei der Stellenausschreibung muss der Bewerber beweisen, dass er etwas von der Kunst, mit Zahlen zu jonglieren, versteht. Die Aufgabe besteht in der Lösung eines anspruchsvollen Sudoku-Rätsels. Erst wenn die fehlenden Zahlen ergänzt sind, hat er die Telefonnummer parat, unter der er nähere Informationen zur Abgabe seiner Bewerbungsunterlagen erhält.
"Stellenausschreibung" vollständig lesen
Freitag, 24. November 2006
Die Leute von Franziskaner wollten es ganz genau wissen. Sie haben jetzt ihre Zielgruppe näher kennengelernt und etwas Bahnbrechendes herausgefunden: Weißbiertrinker sind geselliger.
Es wurden über 10.000 Biertrinker befragt. Weizenbiertrinker gehen lieber aus und kochen selbst lieber als das die Genießer anderer Biersorten tun.
Das zeigt die Zusammenfassung der aktuellen TdW-Umfrage unter Deutschlands
Biertrinkern im Auftrag von Franziskaner Weissbier. Während nur 12,8 Prozent der gemeinen Bierkonsumenten angeben gerne auszugehen, sind es bei den Weizenbierfreunden 16,5 Prozent, also etwa 27 Prozent mehr. Wenn es an den Herd geht, ist nur jeder fünfte Biertrinker
(19,6 Prozent) sofort Feuer und Flamme. Bei den Weißbierfreunden wirft fast jeder Vierte gerne die Küchenschürze über. Auch die Gastfreundschaft und das Essen aus Leidenschaft stehen beim
Weizenbierfreund höher in der Gunst als beim normalen Biertrinker, so die Umfrage unter mehr als 10.000 Konsumenten, die mindestens einmal im Monat ein Bier genießen.
Was mich jetzt interessieren würde: wie und vor allem wann wurden denn die Biertrinker befragt? Vor oder nach dem Genuss welchen Getränks? Vor oder nach dem Essen? Vor oder nach dem Kochen? Zu Hause oder in der Kneipe?
All diese wunderbaren Details bleiben uns die stets bemühten Umfrager aus dem Hause Franziskaner leider schuldig. Egal. Hauptsache die trinken tapfer weiter. Mit vielen anderen zusammen.
Prost!
absatzwirtschaft:
Agentur-Images 2006: Jung von Matt wird „Beste Agentur des Jahres“
Markenverantwortliche geben Jung von Matt das Prädikat „Beste Agentur des Jahres“. Bei der zweiten und erweiterten Ausgabe der Studie „Agentur-Images“ von absatzwirtschaft, Handelsblatt und Innofact machen 39 Prozent der Marketingverantwortlichen die Hamburger Agentur zu ihrem Favoriten.
(...)
Als die wichtigsten Beurteilungskriterien der Auftraggeber erweisen sich Strategisches Markendenken, Marktkenntnis, Qualität der Kreation sowie die „Chemie“ zwischen Agentur und Kunde. Befragt nach den meisten Problemen im Tagesgeschäft, nennen Etatverantwortliche die Konfliktfelder Kostenbewusstsein, Preisgestaltung und Innovationsfähigkeit der Agenturen. Besonders positiv bewerten sie Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und Flexibilität der Zusammenarbeit
Man hätte es sich auch leichter machen können...
Donnerstag, 23. November 2006
Klaus-Martin Meyer: Ganz kurz - was ist dialo.de?
Sven Schmidt: Ganz kurz? Die beste Telefonauskunft im Internet. Etwas länger? Alle Daten (Gelbe Seiten, Telefonbuch und das Örtliche) auf einmal. Mit intelligenter Datenverdichtung: Bewertungen, Google Maps, passende Technorati Ergebnisse, die entsprechenden Google Suchresultate, Öffnungszeiten usw. Einfach mehr Mehrwert für den Nutzer.
Klaus-Martin Meyer: Und was macht die Konkurrenz?
Sven Schmidt: Bösartig? GelbeSeiten.de ist immerhin schon im Jahr 2001 angekommen. Aber 80 Millionen Euro Marketingbudget pro Jahr ist leider ein Hammer. Auch wenn die davon maximal ein Drittel sinnvoll ausgeben. Wir haben auch keine knapp 30 Millionen Euro. Und Google hat mit Maps ein sehr gutes Produkt und natürlich den besten Kundenzugang.
Klaus-Martin Meyer: Wie sieht denn aktuell das Marketing von dialo.de aus?
Sven Schmidt: Unser Marketing heißt das beste Produkt bauen. Onvista hat auch nie Geld für Marketing ausgegeben, sondern immer darauf gebaut, dass langfristig das beste Produkt gewinnt. Um ehrlich zu sein: Mit unseren Mitteln im Marketing gegen die Gelben Seiten, Meine Stadt oder Go Yellow anzutreten, würde auch keinen Sinn machen. Wir warten lieber ab, bis ein paar Player das Marketing Schlachtfeld verlassen haben. Vorher ist es nicht realistisch, einen relevanten Share of Voice hinzubekommen.
Klaus-Martin Meyer: Mal was anderes, woher kommt eigentlich dialo.de und wofür steht die Marke?
Sven Schmidt: dialo.de kommt von Dialog ohne g am Ende. Dialog, weil sowohl ein Telefonat sowie unsere Plattform den Grundgedanken eines Austausches haben. Information austauschen, Bewertungen austauschen...dadurch entsteht der Mehrwert für die Nutzer. Im englischen Sprachraum steht dialo natürlich auch für "dial operator". Mit dialo.com verfügen wir über eine echte Top Domain.
Klaus-Martin Meyer: Apropros Domain - www.auskunft.de gehört auch zu dialo.de?
Sven Schmidt: Ja, wir haben die Nutzungsrechte an www.auskunft.de erworben. Sicherlich die Top Domain in Deutschland. Die Telekom hat nur www.auskunft.com. Sehr bedauerlich!
Klaus-Martin Meyer: Wie sieht aktuell das Nutzerfeedback aus?
Sven Schmidt: Unser Relaunch mit der Beta 2.0 Version wird richtig gut von den Kunden aufgenommen. Auf der Basis läßt sich aufbauen. Wir werden in den nächsten Wochen weiteres Feedback der Nutzer umsetzen. Um das beste Produkt am Markt zu bauen, muss man auf seine Kunden hören!
Klaus-Martin Meyer: Zum Schluss unsere Standardfrage. Wo ist die Marke dialo.de in fünf Jahren?
Sven Schmidt: Unter den Top 3 Marken im Bereich Local Search. Neben Google. Neben einer Überraschung.
... und ich bin schon aufs Echo gespannt.
Die Top 100 Business Blogs wurden upgedatet...
Zur Bewertung unseres Abschneidens (Platz 24) seien einige Anmerkungen bei Berti V. entliehen:
Kompliment an meine Mannschaft und meinen Dank an die Mediziner. Sie haben Unmenschliches geleistet.
Diese Siegermentalität wollen wir auch mental rüberbringen.
Ich glaube, dass der Tabellenerste jederzeit den Spitzenreiter schlagen kann.
Man wirft hier Äpfel und Birnen durcheinander.
Da wir nicht voll auf Niederlage spielen, spielen wir voll auf Sieg.
Ich gratuliere die Bayern.
Wir gratulieren die Basic
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Kommentare
Do, 08.05.2008 21:33
Ich glaube es nicht. Auf französisch hat es mit Salz zu tun. Man sagt 'mettre son grain de sel [...]
Do, 08.05.2008 16:09
Meine Bitte, Bitte Dankt Babs, Weil Babs Sich Ziemlich Zottellich Macht, Das Sie ....BL Ne: [...]
Do, 08.05.2008 14:46
Wofür steht eigentlich MBBDBWBSZZMDSBL ?
Do, 08.05.2008 11:54
Na da schließe ich mich natürlich an und gratuliere den Macherinnen des Bewerberblogs ganz fein.
Do, 08.05.2008 11:34
Beim Marketing-Blog gibt es den genialen Archetyp des Presseverhinderers. Der Presseverhindere [...]
Di, 06.05.2008 21:10
Glückwunsch und .... Gude Laune mit dem Schokobrunnen
Di, 06.05.2008 21:09
… 6 ztalP fua hci nib ßiew hci leivoS :SP .nenniweg uz esierP eretiew iebad se tbig hcil [...]
Di, 06.05.2008 14:25
Ein verdienter Sieg wie ich finde. Herzlichen Glückwunsch!
Fr, 02.05.2008 17:51
Sehr richtig - wenn sich diese Erkenntnis bloss mal allgemein durchsetzen würde....
Fr, 02.05.2008 14:09
Bedauerlicherweise ist die Pointe dieses Spots leider nicht mehr ganz frisch. http://youtub [...]
Fr, 02.05.2008 14:08
nicht auf jeden fall
Mi, 30.04.2008 15:11
Hallo, ich würde gerne nebenbei als telefonsexluder arbeiten da mir und meinem mann seit n [...]
Mi, 30.04.2008 11:13
Der Bedarf nach einer betriebswirtschaftlich verwertbaren Erfolgskontrolle und Effizienzanalys [...]
Di, 29.04.2008 14:36
nicht war, ist doch morgen... oder?
Di, 29.04.2008 10:02
Ich suche noch einen Telefonsex Nebenjob ohne Cam.Möchte aber nicht unter 25 Cent verdienen .W [...]
Di, 29.04.2008 08:48
Schaut mal in Artrium vorbei! Da geht´s ab. artrium.myminicity.com
Di, 29.04.2008 08:43
Morgen? Ist heute.
Di, 29.04.2008 02:49
und morgen, was ist mit morgen? denkt niemand mehr an morgen?
Mo, 28.04.2008 15:19
Gestern war einmalig - das stimmt.
Mo, 28.04.2008 15:17
Gestern ist aber auch einmalig.