WEBANATRON - marketing-blog.biz 2.0?

Nein, nein, nein. Keine Sorge. Es handelt sich nicht um einen vorgezogenen Aprilscherz. Was wollen wir als Besserwerber-Blog mit kruden Neologismen, die weder Tradition noch Emotion besitzen? Unser Ding ist das nicht, aber eine nette Spielerei isses allemal, was da Spiegel Online anbietet - interessant, als was er diese Anwendung in der Überschrift und wie in der letzten Zeile bezeichnet ... :-)

Auf drei

Wie funktioniert eigentlich Dialogmarketing in Blogs?

Die Frage könnte man stellen, wenn mir denn nach langen Erklärungen für das nachfolgende Posting zumute wäre.
Aber hey, wir sind der Besserwerberblog und bei Geld fängt die Freundschaft an.

Daher leite ich, das was dann gleich kommt mal mit aneinandergereiten Zitaten zweier Kommunikationskoriphäen der jüngeren amerikanischen Geschichte ein:

Riggs:
Wir gehen auf drei oder wir gehen bei drei und dann los?

Murtaugh:
Ich bin zu alt für dieses Scheisse.

Riggs:
Also dann auf drei?


Beide:
Eins, zwei

Kunden ohne Medienbruch offline begeistern und online konvertieren – mit der n-CD!

FRITSCHPARTNERS. bietet die komplette Konzeption und Realisation dieses innovativen Mailing-Konzepts bis zum Empfänger an.

Was ist die n-CD?
Die n-CD bietet alle Möglichkeiten des modernen Dialog-Marketings und setzt einen neuen Standard im Bereich Responseraten und Kundeninteraktion. Diese Form von Mailing erfüllt die ständig steigenden Anforderungen an Kundenbindung und -ansprache ideal. Die n-CD verbindet nicht nur Offline- und Online- Kommunikation, sondern bietet durch den Einsatz emotionalisierender Inhalte auch die Chance einer längeren Auseinandersetzung und der Interaktion. Sie ermöglicht, die einzelne Zielperson über die persönliche Ansprache und fesselnde animierte Darstellungen zu aktivieren und nachhaltig zu begeistern.

Vorteile
Die n-CD ist die neue innovative und crossmediale Lösung mit mehr Response, mehr Kennzahlen und mehr Personalisierung durch die neue PID-Technologie.

Die Postscribed ID (PID) ist eine weltweit patentierte Innovation, die es in einem zusätzlichen Produktionsschritt ermöglicht, jede replizierte Disc mit einer eindeutigen Nummer und individuellen Daten (z.B. Name) zu versehen.
So schafft es die n-CD ohne Medienbruch, Kunden offline zu begeistern und online zu konvertieren.

Personalisierung
Die n-CD überzeugt, weil Sie mit nur EINEM Mailing:
1. all Ihre Kunden namentlich ansprechen können, off- und online, ohne dass sich Ihre Kunden vorher identifizieren müssen.
2. für jedes Zielgruppen-Segment individuell zugeschnittene Inhalte bzw. sogar passende Sujets verwenden können.
3. jeden Empfänger über einen eindeutigen Code unterscheiden können und z.B. auch eine Online-Anmeldung ohne gesonderte Registrierung durchführen können.

One Click Conversion
One Click Conversion ist eine einzigartige Technik, bei der bereits alle Formulardaten ausgefüllt sind. Somit kann der Kunde ohne großen Aufwand Ihre neuen Produkte bestellen, Anfragen zu Ihren Leistungen abschicken, leichter bei Ihren Gewinnspielen teilnehmen u.v.m.
Der Kontakt zu Ihnen ist somit einfach nur einen Click entfernt.

Mein LOOX-Tagebuch – Teil 4: Erfasst und ergriffen

Raus! Das Einzige, was zählt, denn, wie berichtet, kein GPS in meiner Hütte.

Und wie wunderbar ist das denn, bei so einem Wetter im Grunde gezwungen zu sein, den Schreibtisch zu verlassen und mindestens 20 Minuten spazieren zu gehen.

Und so schlendere ich durch das beschauliche Heidelberg, erfreue mich der Sonnenstrahlen und versuche, Mörikes „Er ist’s“ zu rezitieren. Ich krieg’s nicht hin. „Blaues Band“, „Düfte“, „ahnungsvoll durchs Land“, ja, ja, so was, aber nicht so ganz (wer’s wissen will: Bitte sehr!). Ich bin einfach zu sehr abgelenkt.

Als ich meine erstes Handy hatte, war ich weniger schlimm, und doch schaute ich schon damals mehr oder weniger minütlich drauf, ob es noch an ist, ob jemand angerufen oder mir noch jemand, nach meinem Netzbetreiber, eine Textnachricht geschickt hat. War mir doch egal, dass kaum einer meine Nummer hatte und die, die sie hatten, keinen Bock die damals wirklich horrenden Festnetz-Mobil-Preise zu zahlen. Jetzt aber toppe ich das noch. Es ist ein Wunder, dass ich an keinen Laternenmast geknallt oder von einem Fahrradfahrer an- oder gar überfahren wurde. Glotz, glotz, glotz. Immer nur auf das Display. Und plötzlich tat sich was. Das Satelitten-Icon zeigte mir an, dass mich mindestens drei Orbitstationen erfasst hatte und ich war gewillt mir an die linke Brust zu schlagen und „Bereitmachen zum Beamen“ ins Nichts zu sprechen.

Jetzt haben sie mich also, dachte ich mir so. Das feire ich doch mal mit einem koffeinhaltigen Heißgetränk bei meiner Lieblingskaffeetante. Nicht, dass ICH nicht wüsste, wo der Neuenheimer Markt ist, aber weiß es LOOX?

Inzwischen weiß ich ja, wo der Stift ist, also rausgezogen und rumgehackt, zuletzt auf „Route berechnen“. Ich wartete und wartete und da war’s geschehen. Eine Grafik tat sich auf, ein orangener Balken wies mir den Weg an das in wenigen hundert Metern befindliche Ziel. Dazu natürlich eine Frauenstimme, die eine ganz wunderbare Eigenschaft hat, was ich in realiter doch sehr vermisse. Wenn man etwas tut, was nicht dem entspricht, was sie möchte, gibt es kein Gezeter, keine Vorwürfe, keine Diskussionen, sondern sofort den nächsten konstruktiven, eben: zielführenden Vorschlag. Dieser Aspekt sollte unbedingt mal in die Geschlechterdiskussion mitaufgenommen werden. Und vielleicht gibt es deshalb auch keine männlichen Stimmen in Navis (oder doch)?

Wie dem auch sei, endlich weiß ich, was das Ding und wozu das Ding gut ist. All der andere Kram wie MP3-Player und Spiele ist nur Schischi, der nicht wirklich stört (außer eben zu Anfang, wenn man glaubt, es verstehen zu müssen), aber den es auch nicht wirklich braucht. Als Navigationsgerät, ein Scheißwort finde ich, also noch mal: Als Wegweiser (eigentlich Wegsager, aber das klingt auch doof), also als Wegweiser macht das Ding richtig Spaß. Vor allem mir, vor allem jetzt als Fußgänger, denn es ist natürlich für Autofahrer konzipiert. Seine programmierte Logik bietet natürlich keine Gänge gegen die Richtung im Falle einer Einbahnstraße oder durch Hinterhöfe an. Aber zum einen, wie oben bereits erwähnt, irritiert „sie“ das null, zum anderen weckt es den Jungen in mir, wenn ich so wie gestern durch ein ruhiges Wohnviertel laufe, wo für gewöhnlich akademisierte Hausfrauen ihre Biolebensmittel natürlich nicht in umweltschädlichen Plastiktüten, sondern im Cayenne o. Ä. nach Hause transportieren (in einem Fair-Trade-Bastkorb befindlich) und plötzlich erschallt so mir nichts, dir nichts, ein „Nach Möglichkeit hier bitte wenden.“ aus der Hose.

Das macht große Freude. Schade nur, dass keine Leute auf der Straße waren. Ich werde das mal in einer Fußgängerzone machen müssen, wobei es da wahrscheinlich so laut sein wird, dass keine meinen Hosensopran bemerkt. Na, da wird mir schon noch was einfallen.

Jetzt schalte ich das Ding erst mal wieder aus. Es funktioniert. Und es funktioniert gut. Wie gut teste ich übers Wochenende in meinem 4-Liter-Auto.

Guten Tag.

"Danke!"



Guten Tag.

Wir wünschen ein rutschfreies Wochenende.

Mein LOOX-Tagebuch – Teil 3: Der Start eines Orientierungslosen

Plug & play. Für mich immer noch ein Topverkaufsargument. Wenn es denn stimmt. In dem Fall tut es das. Zumindest geht es an und gibt einem Anweisungen. Allerdings mal wieder nur auf Englisch, was jetzt mal kein Problem für mich ist, aber auch das ist so ein Punkt, wo Hersteller solcher Geräte was von Fahrscheinautomaten in Touristenstädten lernen können: Am Anfang steht die Sprachauswahl. Die gibt es bei dem Gerät auch, aber die muss man eben suchen, wie so vieles, was mich völlig fasziniert: Unglaublich, was man alles in so einem kleinen Ding nicht nur an Technik, sondern auch Informationen verstecken kann. Und nicht nur dass man es kann, überrascht mich, sondern zum Teil auch wie gut.

Nun ja, vielleicht bin ich nach meinen Erfahrungen von gestern ein wenig geläutert bzw. vorsichtig und überkritisch, denn im Grunde stehen mir nur vier Bereiche zur Auswahl, wovon zwei für sich sprechen: Navigator und Musik. Bei Einstellungen und vor allem Utilities (ja, so heißt das da auch auf „deutsch“) bin ich mir nicht so sicher.

Da ich ja lernen will, hacke ich auf das Display und es tut sich ein neues Fenster aus, was erklärt, warum da nicht „Anwendungen“ steht. „Kruscht“ wäre ehrlicher gewesen: Weltzeituhr, Rechner, „Bricks“ und „Smart Pixie“ bietet man mir an, also einfach technische Gimmicks sowie Tetris und PacMan unter anderem Namen. Hauptsache, was drauf geladen, aber wenn das Ding eine Navigationslösung ist, und als solche noch ein Testsieger, dann frage ich mich, wozu ich das brauche bzw. brauchen könnte? Aber egal, immerhin verstehe ich es und könnte es nutzen, wenn ich denn wollte. So gesehen entspricht dieser Part dem Jacuzzi im Hotel: Ich bezahle dafür, brauche es aber nicht, könnte es aber, wenn ich wollte.

Bevor ich mich aber an die beiden anderen Aspekte ranmache, die mir bereits auf dem Karton angepriesen wurden, lege ich doch die CD-ROM ein, die sich „Manual CD“ nennt. Ihr Untertitel „EasyGuides Pocket LOOK N100 Series“ beunruhigt mich allein des „EasyGuides“ wegen. Es erinnert mich an die einfache Bedienungshandbücher von ehedem, die mindestens 600 Seiten stark waren, und in mir Gelüste weckten, den Lektor zu foltern.

Heutzutage also kein Buch, was ja ökonomisch nachvollziehbar ist, sondern eine CD-ROM. Dass die entsprechende Hardware vorhanden ist, hm, ok, kann man wohl bei der Zielgruppe voraussetzen.

Sie startet automatisch, aber kaum dass Freude aufkommt, KRIEG ISCH PLACK! Die Dateien heißen a26361-k600-z120-muli, A26361-K600-Z161-Warranty-muli_neu, K197-Z120-sv1, K197-Z120-pl1, K197-Z120-pt1, K197-Z120-en1, K197-Z120-es1 K197-Z120-it1, K197-Z120-fr1, K197-Z120-da1 und K197-Z120-de1. GEHT DAS NICHT DEUTLICHER? WARUM KANN MAN DIE DATEIEN NICHT VERSTÄNDLICH BENAMEN? Zum Beispiel: Info Recycling, Guarantee_Garantie, und dann in den jeweiligen Sprachen Bedienungsanleitung, was sich nämlich hinter K197-Z120-de1 verbirgt? (Schade, dass das kein Verantwortlicher liest, aber falls doch: Ich bin nicht billig, aber dafür ein zufriedener Kunde unbezahlbar. Liebe Menschen von Fujitsu-Siemens, das hat nichts mit eurem, wie der Engländer so sagt, Ding an sich zu tun, ist ein ganz allgemeines Problem, was gerade von euch, den internationalen Herstellern stark unterschätzt wird. Und ihr könnt euch mich leisten – genervte Kunden nicht :-) )

So – zurück aus der Wortspielhölle widme ich mich jetzt dem Inhaltlichen, schließlich will ich das Gerät ja nutzen. Musik ist keine drauf und der Navi geht zwar, aber andererseits auch nicht – kein GPS-Signal wird mir vermeldet. Was nicht verwunderlich ist, wie ich plötzlich erfahre, denn zum einen daure die Erstinstallation des Navigators rund 20 Minuten, zum anderen bin ich in meiner Behausung GPS-technisch nicht erfasst – oder so, zumindest entnehme ich dies den Schaubildern. Auch eine Erkenntnis, die ich ohne dies Gerät nie hätte. Und ich erkenne nicht nur im biblischen Sinne gern …

Bleibt mir also nur die Musik und da wiederum das blanke Entsetzen. Da wird einem alles erklärt, nur nicht, wie man die Musik auf das Teil kriegt. Also heißt es wieder Try & Error statt Plug & Play. In dem Kabelsammelsurium finde ich ein USB-Kabel, das ich in mein Laptop stecke, das mir dann sagt, dass er ein „Storage Device“ endeckt habe. Auf dem LOOX nix. OK, ich weiß nun, dass ich durch einfaches Verschieben der Dateien den Navi zum Abspielgerät machen kann, aber wissen das wirklich alle? Auch das wird einfach vorausgesetzt. Ist das Arroganz? Oder Hilflosigkeit? Aber wenn das schon so krude bei so was Profanen wie Datentransfer von einem Speichergerät auf ein anderes ist, was erwartet mich denn morgen, wenn ich mit den Satelliten kommuniziere?

Bleibe ich (technisch) orientierungslos???

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