Bessere Werbung: Sponsored Posts und Advertorials auf marketing-blog.biz»

Guten Tag.

"Überlegen Sie nicht.
Seien Sie's einfach."


Guten Tag.

Scharfe Sache

Wissen Sie, was immer noch auf meinem Schreibtisch steht? Weil ich es einfach nicht wegwerfen mag. Weil ich denke, vielleicht mach ich das ja noch mal. Weil es wirklich eine nette Idee war. Weil ich neugierig bin...

Eine Weihnachtskarte. Dabei ist doch fast schon Ostern. Eine Weinachtskarte, die gar nicht besonders aufwändig ist. Man wünscht mir Süße Weihnachten und noch ein paar nette Dinge. Und dann ist da drin ein Cellophantütchen mit Chilifäden. Und ein Rezept für Chili-Schokolade.

Und weil ich diese Schokolade ja immer noch nicht gemacht habe, steht sie da jetzt immer noch. Diese Weihnachtskarte. Ob ich dem Absender mal eine Osterkarte schicken sollte?

Mein LOOX-Tagebuch – Teil 2: Das Ministeck-Assessment-Center

Es ist mir peinlich. Über 30 Minuten habe ich gebraucht, um mich zumindest vom Gefühl her einigermaßen zurechtzufinden. Und dabei war ich, wie ich nach 45 Minuten feststellte, nicht mal am Anfang. Aber vielleicht liegt es einfach daran, dass ich kein Techi bin – oder altmodisch strukturiert – und doch sehr dem alten Sartre-Wort nachhänge: „Ich bin, also denke ich.“ (Und wer mir jetzt mit Descartes kommt, den verweise ich gerne und mit Nachdruck auf die Losung des Tages :-))

Wie gestern versprochen, ich öffne das Paket. Dabei fielen mir an der Seite – es ist wahrlich unglaublich, was alles auf so einer Umverpackung steht, klebt und abgebildet ist – ein Ver- sowie ein Hinweis auf.

Ich wurde aufgefordert, mein eigenes Cover für diese Gerät zu gestalten – in der Packung fände ich einen entsprechenden Gutschein. Zum anderen wurde mir kommuniziert, was ich da bekomme: den TESTSIEGER. Aha, schön und wovon, denn ich wusste ja immer noch nicht, was es ist und auch der Deeplink , den ich noch vor dem Auspacken anklickte, führte mich zwar zum Produkt, aber nicht wirklich weiter, weshalb ich auch den Rechner ausmachte. (Ich rate ja immer davon ab, das Internet als virtuellen Prospektständer zu nutzen, aber wer hört denn heute noch auf Worte?) Das PC-Magazin testete acht – 8UNG! Jetzt kommt’s …: Navigationslösungen, davon waren 6 gut und 2 befriedigend und eben mein Pocket LOOX der erste (wohl, wenn ich das richtig verstehe. Die genannte Quelle habe ich nicht gecheckt, was hätte es mir gebraucht, ich hatte es ja schon. Ich verstehe ja auch nicht, warum Menschen mit Heuschnupfen zum Allergologen gehen. Damit er ihnen sagt, dass sie Heuschnupfen haben? Oder dass sie allergisch sind gegen Birke, Gräser oder sonst was? Was bringt das Wissen? Kann man Pollen meiden? Ich verstehe das nicht, was mich zurückbringt zu meiner Navigationslösung …)

Dann endlich der große Augenblick: Schön sah es aus. Wirklich hübsch. Handlich, putzig und ich fragte mich, warum benötigt ein so niedliches Ding von 9 x 6 x 1,5 cm einen 23 x 17 x 14 cm großen Karton. Die Antwort nahm wenige Minuten später rund 2 Quadratmeter ein: unzählige Kabel und Käbelchen, eine DVD, zwei CD-ROMs, diverse zellofanierte Dinge aus schwarzem Plastik, die mich an Einmalwerkzeuge beim Internisten bzw. an Kopfhörer aus Urlaubsflieger erinnerten, wobei es Kopfhörer auch noch mal gab, den angepriesenen Gutschein, dazu ein eingeschweißtes Buch und andere Printerzeugnisse. Ich war völligst überfordert.

Das eine Faltblatt war sehr hilfreich. Da ich nicht nur als alter Billy-Besitzer das große Dechiffrierungsdiplom von IKEA-Bauanleitungen besitze, war es mir wirklich ein leichtes zu erkennen, wo ich was reinstecken muss, damit das Ding überhaupt mal angeht. Dann irritierte mich allerdings der stete Verweis in den Illustrationen auf einen Stift, den ich beim besten Willen nicht finden konnte. Ich weiß, was gemeint war. Dieser Fingerersatz, mit dem Manager wie Krähen auf ihren Blackberrys rumhacken. Nach 20 Minuten Suche gab ich es auf. Meine Mutter ist Messie, ich bin Kreativer, also nahm ich einfach einen abgebrochenen Bleistift, damit ließ sich der Bildschirm ebenfalls kalibrieren, zumindest wurde das „Auf-die-Mitte-eines-sich-auf-dem-Bildschirm-bewegenden-Kreuzes-tippen“ so genannt.

Dann ward es aufgeladen. Das ging wirklich schnell und ich war sehr beeindruckt, so dass ich mich daran machte, die diverse Kabel den diversen Öffnungen zuzuführen, was diesmal allerdings nicht klappte. Zwar steckte mal was da, mal da, aber es tat sich nichts. Ich fummelte überall an dem Gerät herum, wobei mir plötzlich der Stift entgegenfiel. Tolles Design. Jetzt, wo ich weiß, dass er integriert ist, ich muss schon sagen: Klasse. Allerdings ward dadurch auch wieder meine These geschürt, wonach Design maßgeblichen Anteil an der Zunahme von Neurotikern und Sozialautisten hat, denn während der Urmensch einst noch direkte Kontakt zu Werkzeuge und zu dem hatte, was er erle(di)gte, muss man heute immer weniger berühren oder sich damit händisch befassen. Aber das ist ein anderes Thema. Das hat mit Navigation nur insofern zu tun, als man sich fragen muss, wohin die Menschheit abdriftet, aber das will keiner wirklich wissen und überhaupt gibt es Wichtigeres …

Warum gab es das Bedienungshandbuch nur als .pdf? Ich sah das nicht ein und ließ meinen Rechner aus. Außerdem gab es ja ein Miniheft, auf dem Bedienungsanleitung und Sicherheitsanweisungen stand. Ganze 2 Seiten waren auf deutsch dafür vorgesehen. Ich wurde stutzig.

Ich las und weiß bis jetzt nicht, wie meine Jungs bei dem Lärm weiterschlafen konnten, denn nach der obligatorischen Versicherung, dass ich ein „qualitativ und zuverlässiges GNS-Produkt“ besitze, wobei ich dankbar für den Aufkleber bin, denn der Begriff „GNS-Produkt“ hätte mir jetzt mal nicht wirklich was gesagt, stand da Folgendes. Ich zitiere:

Es ist zu empfehlen, den Inhalt der Verpackung zu überprüfen:
- GNS TrafficBoxFM9 RDS TMC Receiver
- Wurfantenne mit 2,5mm Klinkenstecker
- Diese Anleitung
Sollte etwas fehlen, wenden Sie sich bitte direkt an Ihren Händler!


Ich fragte mich, was tut derjenige, bei dem „Diese Anleitung“ fehlt?
Es erinnerte mich stark an das PS in einem Brief einer ostfriesischen Mutter an Ihren Sohn, wo sie ihn versichert: „Gerne hätte ich dir noch etwas Geld beigelegt, aber da war der Brief schon zu.“

Ich konnte nicht mehr. Morgen mache ich es an …

Mein LOOX-Tagebuch – Teil 1: Die Generalprobe des Osterhasen?

Es gibt Menschen in meinem Umfeld, da sagen sich Außenstehende, wer die als Freunde hat, der braucht keine Feinde mehr. Deppen. Gerade diese Menschen finde ich ja klasse, weil völlig bizarr. Einem davon verdanke ich nun eine technische Errungenschaft, von der ich bisher nicht wusste, dass es sie gibt, geschweige denn, dass ich sie brauche. Aber, da mir jene Menschen, die über meine Bekannten urteilen, auch nachsagen, dass ich nicht ganz dicht bin, bin ich folglich auch für alles offen.

Dass der Mensch an sich wirklich alle manuellen Tätigkeiten, die unangenehmen bis zu den angenehmen, nach Möglichkeit „motorisiert“, ist bekannt: Zumindest ist ein Reihenhaus ohne Laubgebläse, Knetteigmaschine und Vibrator heutzutage ja kaum mehr vorstellbar. Nichts davon aber war es, was mir mein freundlicher Kurier brachte.

Obwohl es durchaus eine Sendung aus Flensburg hätte sein können, denn der Karton war ganz neutral, war nichts von Frau Uhse drin, sondern, wie mir der Aufdruck verriet „Pocket LOOX“ - und ich ward so schlau wie noch zuvor. OK, der Hersteller ist mir ein Begriff, den ähnlich wie ich jahrelang, es ergab sich einfach so, Ford fuhr, ohne eine Bindung zur Marke zu haben, ist ein Großteil meiner aktuellen Hardware von Fujitsu Siemens (Falls das einer von Ihnen liest, ich bräuchte einen schnelleres und größeres Laptop …. J).

Jetzt da sich dieses Teil, was nach allem, was ich aus der bildlichen Kommunikation der Umverpackung entnehme, als irgendwas zwischen PDA (denn da ist so ein komischer Stift zu sehen) und einem Navigationsgerät zu entpuppen scheint, denn neben jenem Stift ist ein klein und handliches aussehendes Ding mit so ner Wegweisergrafik zu sehen, stellt sich mir die nächste Frage:

Was will ich mit nem Navi? OK, dass Menschen das Manuelle meiden, hatte ich ja bereits erwähnt, und leider bleibt auch das Kommunikative mehr und mehr auf der Strecke. Das fängt an beim Warentrennbrett an der Supermarktkasse und geht eben bis zu diesen Orientierungs“hilfen“. Bislang kam ich immer auch so ans Ziel. Wenn ich was nicht fand, fragte ich jemanden, der mir weiterhalf. Zugegeben, früher war das einfacher. Die Leute, die man auf der Straße ansprach, waren weniger schreckhaft, dafür auch des gehobenen Deutschen mächtig (ah, und bevor hier wer glaubt, das ginge gegen Ahmet und Aise bzw. Danuta und Dragomir, falsch! Auch Manni und Jenny können nur noch „Äh, vorne, an der Ampel, rechts, glaub ich, oder, ja.“)

Egal, der Osterhase wird sich schon was dabei gedacht haben. Jetzt habe ich es und jetzt interessiere ich mich auch dafür. Also lese ich erst mal (alte Berufskrankheit), was mir da in vier Punkten angepriesen wird: entspannt durch Europa navigieren, auspacken und es läuft ohne Registrierung, ich kann meine Lieblingssongs hören und mich an herausragendem Design erfreuen.

Toll!

Hä?

Klar, steht das da nicht in der Sprache Kant und Hegels, aber auch in der Sprache eines Hobbes schadet es nicht, sich einer gewissen, unserem Kulturkreis entsprechenden Logik zu bedienen. Entweder ich fange mit dem wichtigsten an (wie es meist Journalisten tun) oder ich steigere mich in meiner Argumentation (wie es die Händler auf dem Fischmarkt tun).

Oh, da ist noch ein Aufkleber: noch mal vier Punkte, diesmal aber nicht auf Englisch: NAVIGON MobileNavigatorI6 (enthält Kartenmaterial für 37 Länder auf DVD), 512 MB Mini-SD-Karte für Deutschland vorinstalliert, voll integrierter GPS Receiver: SiRFstarIII, Kopfhörer.

Na, da kann man sagen, was man will, das ist definitiv logischer. Nur verstehen tu ich immer noch nichts, na ja: wenig.
- 512 MB (ich glaube, das hat mein Laptop auch – oder das Doppelte, dafür ist er aber 20 mal größer und schwerer, egal)
- 37 Länder? Knapp 30 sind der EU, das weiß ich, plus die Schweiz … was auch immer da noch dabei ist, angeblich ist es ja ganz entspannt für mich, da durch zu navigieren ...
- SiRFIII? Auch so ne Herstellerkrankheit, dass sie glauben, ich muss mich für ihre kruden Abkürzungen interessieren. Gebt dem Ding einen Namen, wenn es euch wichtig ist, den man sich merken kann und der mir einen Nutzen verspricht. (s. Volvo, die „SIPS®“ brandeten, das Side-Impact Protection System, was an sich nicht anderes ist als eine Bezeichnung für die Airbags links und rechts vom Fahrer bzw. Beifahrer)
- Kopfhörer? Ach ja, da war was vorhin wegen Lieblingsmusik. Oder ist es die Stimme aus dem Navi? Muss ich den Kopfhörer tragen? Ich laufe durch einen Wald und höre dann statt des Säuseln des Windes in den Geästen, das Zirpen und Summen, den Liedern der Vögel „Sie sind in einem Wald.“?

Ich bin gespannt, was mich erwartet. Morgen mache ich den Karton auf …


Guten Tag.

"Heute ist ein guter Tag, Geschichte zu schreiben!"



Guten Tag.

Guten Tag

Um es frei nach Stromberg zu sagen:

"Mobbing ist ein Wort, erfunden von Totalversagern, damit sie nicht vor dem Betriebsrat sagen müssen: Die andern ärgern mich immer."


Guten Tag.

Twitter

Verwaltung des Blogs

Login