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Kann eine Agentur eine Marke sein?

Oh, das ist ja mal ne Frage. Gewiss anspruchsvoller als die von heute morgen, obwohl sie in ihrer Tragweite wohl unterschätzt wurde, aber sei's drum.

Viele, viele Agenturen versuchen sich mit dem Begriff der Marke. Manche nennen sich auch Markenagenturen, was ja meist den Zweck erfüllt, sich nicht nur mit dem Marketingverantwortlichen begnügen zu müssen, denn der macht ja "nur" Werbung, sondern an den Vorstand zu kommen, da der ja fürs Ganze, ergo die (Unternehmens-)Marke letztlich verantwortlich ist. Heißt: höherer Stundensatz, weniger Kleinkrieg auf Sachbearbeiterebene.

Aber es gibt (immer wieder mal) Werbeagenturen, die schaffen es, selbst eine Marke zu werden, für einen ganz besonderen Stil zu stehen, ohne eine eigene Handschrift zu haben, denn aussehen muss es ja je nach Kunde. Zu nennen waren da gewiss mal Saatchi&Saatchi, Grey, BBDO. Schwer gelitten hat diesbezüglich in letzter Zeit Springer & Jacoby, gewonnen eher Scholz & Friends, immer vorne ist Ogilvy und seit Jahren auch Jung von Matt, wo man ja fast immer erkannt hat, dass es aus Ihrem Hause stammt, z. B. Sixt oder aber auch Saturns "Geiz ist geil".

Doch damit ist jetzt Schluss!

Geiz war geil
- meldet Spiegel Online und lässt die üblichen Verdächtigen mit dem üblichen Unsinn zu Wort kommen. (Mein Favorit: "Der gefühlte Wohlstand hat zugenommen.")

Wie sieht es aus mit der Glaubwürdigkeit der Marke aus, proklamierte doch die Dame doch bis vor kurzem noch, dass Geiz geil bleibe. Drauf geschissen. Jetzt kommt das Lustige an der Meldung und zugleich die Antwort auf die Eingangsfrage: Denn obwohl der Etat von Jung von Matt an Scholz & Friends geht, bleibt alles, wie es war, denn der Mann, der sich den Spruch bei Jung von Matt aht einfallen lassen, ist jetzt, ÜBERRASCHUNG: Creative Director bei Scholz & Friends.

Was 'ne Marke ...


Guten Tag.

Ich habe da mal ne Frage:

Warum arbeiten in Marketing-Abteilungen nicht selten jene Damen, die früher oder später so heißen wie der Chef?



Guten Tag ...

Cannes kann kommen - der erste Sieger steht fest

HONDA wird "Kunde des Jahres". Die Jury nannte dazu unter anderem folgende Gründe:

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Eine Meldung - und ein bisschen Algebra

w&v online berichtet über eine Studie, die die Frage "Wie hoch ist die Anzahl der Internet-Nutzer in diesem Jahr weltweit?" beantwortet: 1,2 Mrd. Menschen.

AHA! Das wäre doch jeder Sechste! Kann das sein? Meine Mutter, meine Oma, meine beiden Jungs und mein Nachbar sind nicht online. OK, da ich es bin, stimmt's. Grad so.

Im Ernst: Ist das nicht eine Sicht auf urban-zivilisierte Menschen? Denn lassen wir mal meine kleine Welt außen vor: Was ist mit Chinas Provinz, Indiens Hinterland, in Afrika, Südostasien, Mittelamerika, wo sehr, sehr viele Menschen zum Teil ohne Strom leben. Aber dafür mit WLAN? Das ist doch ein Wunschergebnis, das suggerieren soll, es lohne sich weiter darin zu investieren, da hier ein großer Markt sei, der weiter wachsen werde (angeblich auf 1,5 Mrd im Jahre 2010).

Ich bleibe bei meiner Subjektivstudie: Das Internet wird maßlos überschätzt.
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Ist das Treue?

Gestern grassierte eine Meldung über eine Studie zum Thema Markentreue der Deutschen. Fazit: Wir seien treu, vor allem die, die älter als 30 sind. Jetzt habe ich mir die Zahlen mal angeschaut, wie sie vom Deutschen Moralorgan veröffentlicht wurden:

63 Prozent machen beim Zähneputzen keine Kompromisse
60 Prozent lassen es am liebsten immer aus der gleichen Quelle sprudeln
58 Prozent möchten bei den Kaffee-Bohnen keine Überraschung erleben
57 Prozent setzen auf Reinheit – mit einer immer gleichen Marke
Ebenfalls 57 Prozent vertrauen ihrem persönlichen Favoriten beim Haare waschen
Immerhin 55 Prozent verzichten auch bei Körperpflege auf Konkurrenz-Produkte
Bei der Wahl ihrer Margarine gehen 51 Prozent keine Experimente ein
Bei Schönheitsprodukten legen sich 50 Prozent auf ihre Lieblingsmarke fest
45 Prozent essen immer die gleiche Schokolade
Ebenfalls 45 Prozent möchten nicht auf ihren Lieblingsjoghurt und ihre favorisierte Milchsorte verzichten
44 Prozent bringen ihren Haushalt mit den immer gleichen Putzmitteln zum Glänzen
Nur 44 Prozent sind ihrer Biermarke treu
Auch bei den Softdrinks sind die Deutschen flexibel – 39 Prozent dagegen wollen immer das gleiche Getränk.

und fragte mich, ob würde es um Männlein und Weiblein gehen, es ebenfalls als Erfolg gewertet würde, wenn 63% von Spezie A immer bei der gleichen Ausführung von Spezie B bliebe? Müsste nicht das Gegenteil gemeldet werden und jeden Marketeer beängstigen:

Über ein Drittel wechselt regelmäßig seine Zahnpastamarke
2 von 5 Haushalte trinken "irgendein" Wasser
42% sagt sich: Hauptsache Kaffee!
Fast jeder 2. hat keine Bindung zu dem, was er an seine Haut lässt.
Schokolade ist ein Produkt, stärker als jede Marke: 55% legen keinen Wert auf die Verpackung ...


Oder denke ich wieder mal zuviel?

Guten Tag.

Wer sagt, was er tut, tut meist nicht, was er sagt."



Guten Tag.

... und eine schönes Wochenende
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