Bessere Werbung: Sponsored Posts und Advertorials auf marketing-blog.biz»

Damals. Es waren einmal die Werbeagenturen.

Was ist das denn? Eine Werbeagentur?

Früher, da gab es viele Werbeagenturen. Dort haben irre viele Menschen gearbeitet, die echt viel Kohle verdient haben. Und die haben Millionen von Tonnen an Prospekten, Flyern, Broschüren. Anzeigen und wer weiß was sonst noch hergestellt.

Was ist das?

Egal. Früher gab es das alles und zudem Funkspots, TV Spots und Messestände.

Was ist das denn?

Nicht wichtig, früher gab es solche Dinge. Die kennt heute keiner mehr.

Warum?

Die braucht keiner mehr.

Wieso das denn?

Na ja, dann kam das Internet.

Okay, jetzt verstehe ich. Das ist so wie mit diesen schwarzen Plastikscheiben, auf die man eine Nadel tat und dann kam da Musik raus.

Richtig.

Stimmt das, dass man auf beiden Seiten Musik hatte.

Ja! Na ja, diese Werbeagenturen, die unternahmen natürlich alles, um zu überleben.

Kann ich gut verstehen. Und haben es welche geschafft?

Nee, natürlich nicht. Viel zu aufwendig, viel zu langsam, viel zu teuer. Die haben echt den Zug der Zeit verpasst.

Na dann. Das war sicher eine verrückte Zeit.

Ziemlich. Die haben alle schwarze Klamotten getragen und so komische Brillen. Haben kaum den Mund aufbekommen und waren oft echt ziemlich zickig.

Ne, erzähl! Warum das denn? Wie waren die den drauf?

Das waren so bis in die frühen 70er mehr Werbegrafiker, die standen noch mit einem weißen Kittel am Zeichenbrett. Und da dachte sich ein Herr Ogilvy aus, anstatt diese komplizierten Rechnungen zu stellen, nehmen wir dem Kunden einfach 15 % vom Mediabudget ab. Und damit sollte dann alles bezahlt sein. Mal vereinfacht ausgedrückt. Und später gab es dann diesen Sorell, der war mehr Banker und holte alles an Geld aus den Agenturen raus, was ging. Bis nichts mehr da war. Und alle anderen haben entweder mitgemacht oder sind unter die Räder gekommen. Der Rest ist in kleine Agenturen geflüchtet. Davon haben einige überlebt. Viele sogar, wenn ich es recht bedenke. Aber die kennt kaum jemand. Die schauen, dass alles sexy aussieht, stimmt und funktioniert.

Ich verstehe nur Bahnhof.

Und dann kamen damals in den 80ern die Kunden dahinter, dass man aus 15 % einfach auch 10% machen könnte und 5% und 0,5%. Und während dessen ging es den Agenturen an den Kragen.

Wie, da gab ein kein Geld für die Idee und die Umsetzung?

Erst nicht mehr und dann kaum etwas und dann wenig. Einige wenige sind dann auf Ideenmanagement umgestiegen. Da gab es dann gutes Geld zu verdienen. Die haben weniger auf Werbemittel und mehr auf Werbewirkung geachtet.

Und dann?

Na dann hatten die Agenturen keine Kohle mehr und versuchten, auf allen möglichen Wegen an Geld zu kommen.

Mit dem Internet!

Nein, dafür hatten sie kein Geld, die falschen Leute und keine Zeit mehr.

Wie? Was haben die denn ohne Internet gemacht?

Nichts mehr dann. Dann gingen die Lampen aus.

Ach so, ich verstehe. Aber wie konnten die sich so die Butter vom Brot nehmen lassen?

Keine Ahnung. Vielleicht ging es ihnen lange gut genug. Und für die Köpfe reichte es noch immer eine zeitlang, sich die Taschen voll zu machen. Und weißt du, plötzlich geht es dann ganz schnell. Die Kunden wollten Ideen, die funktionierten und keinen Werbemittelaufwand mehr. Das Geld saß nicht mehr locker, der Wettbewerb wurde härter und alle anderen riss das Internet mit sich.

Versteh ich. Wann war das eigentlich?

Als die Banken den Bach runtergingen, die Automobilindustrie und die anderen.

Ach so lange ist das her?

Du, das sind gerade mal 5 Jahre, so lange ist das nicht.

[Dieses Interview wurde am 22. Juli 2014 um 12.25 Uhr während einer Mittagspause in München aufgezeichnet. Die Personen sind Heute noch unbekannt. Aber erheben schon mal vorab Copyright.]

Werbung für Politik

Das Super-Wahljahr hat ja bereits angefangen - und man darf gespannt sein, was sich in einer meiner Lieblingssendungen "Parteien zur Wahl" tun wird. Wie wird da wohl geworben werden? Und was passiert nach der Wahl?

Es dürfte zu erwarten sein, dass Journalisten das Neue erwarten und versuchen zu zeigen, wobei sie das ja auch nicht wirklich wollen, schließlich hieße das ja auch, ein Ende ihrer Privilegien. Was würde aus einem Werner Sonne, wenn er morgens nicht die "Hand aufs Herz" fordert? Wird er Mitarbeiter des möbelfakta-Teams, wobei ihm respektive seinem Zeigefinger die Aufgabe der Prüfung der Materialstärke von Schreibtischen und Pulten wohl zufallen würde? Und die Berater? Sie werden ebenfalls das Neue verkünden, aber gleichzeitig von "Evolution statt Revolution" sprechen und so dafür sorgen, dass sich aus Worten wenig ändern wird. Schließlich soll für diese Klientel alles so bleiben, wie es ist, es soll nur anders aussehen.

Und es gab ja eine Zeit, da galt es schon als Meilenstein der Interaktivität der Regierung, dass es den Podcast der Kanzlerin gibt. (Die Frau, die im Verdacht zwei, während einer Bundestagsdebatte locker 2 simkarten zu verbrauchen.) Aber nur zum Runterladen. Nichts da, um ihre Meinung zum Beispiel in diesen Blog einzubetten. So muss man also klicken, wenn man "Die Kanzlerin direkt" hören will.

Gegenbeispiel ist wie bei so ziemlich allem: der amerikanische Präsident.



Wenn man seine Ansprache mit der der Kanzlerin vergleicht, gibt es neben den technischen und optischen Unterschiede, vor allem einen Unterschied in der nonverbalen Kommunikation. Sagen tut sie auch vieles von dem, was Obama sagt. Aber sie sagt nicht alles, adressiert nicht alle und sagt vieles falsch. Das beginnt bei der Überschrift: "Nachhaltig Wirtschaften für die Zukunft" ist mit Verlaub ein Grund zur fristlosen Kündigung des Redenschreibers. Aber ist ist die dictio der Asepsis, die in Kreisen der Politk, Wirtschaft und Journaille üblich ist. Leider fehlt den aktuellen verfügbaren Personen sowohl der Mut als auch das Charisma, deutliche Worte zu finden. Und das erklärt den Erfolg der F.D.P. Sie sind zur Zeit die einzigen, die kurz und klar formulieren, was sie alles anders (sprich: besser) machen würden. Und nichts anderes wollen die Leute hören. Ob sie dann in Verantwortung wirklich so anders, sprich: besser wären? Nun, vielleicht. Gewiss würden sie dann darauf verweisen, dass sie ein schweres Erbe angetreten seien - und damit genau dasselbe fortsetzen bzw. wie es dann hieße: Die Kontinuität und Verlässlichkeit würde gewahrt. Andererseits gibt es ja Personen der F.D.P., die versuchen es zumindest anders zu machen.



Allerdings stehen ihre Clips in puncto Popularität nicht ganz so hoch in der Gunst der User wie die des Mannes, dessen Name den Wert für ein Auto, das nicht mal die Abwrackprämie wert ist, über den Preis steigen lässt, der für ein Auto erzielt wurde, dass der Papst einst fuhr. Übrigens: Auch sein Blog ist wengleich über F.D.P.-Niveau bei weitem nicht so populär wie das des US-Präsidenten.

Wenn das so weitergeht, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis es eine Art "Weihnachten 2.0" geben wird. Das wäre übrigens ein prima Termin für'n paar Tage frei, nämlich der 4. August.

Wie groß ist die Krise wirklich?

Bekanntlich gibt es in Deutschland keine Krise. In Großbritannien dagegen hat sie schon das ein oder andere prominente Opfer gefordert:


Letzte Warnung

Wie wir aus zahlreichen Untersuchungen wissen, gehören wir zu den meist zitierten Blogs zum Thema Marketing. Das freut uns natürlich. Wenn aber, wie bereits letzte Woche berichtet, kompletter Content kopiert und geklaut wird, dann ist das nicht mehr schön, denn a) versaut es einem das Ranking und b) ist es rechtswidrig.

Einen ganz eklantanten Fall haben wir jetzt (erst) entdeckt. Auf der Seite von SNI Global Buisness & Sponsoring (wobei das Akronym wohl für Social Network Ideas steht, deren Schreibweise von business hingegen nicht für die Verantwortlichen spricht) findet sich bis auf den ersten Satz 1:1 unsere Eigenwerbung - und das seit geraumer Zeit und auf jeder einzelnen Seite (Screenshot). Ein Impressum hingegen findet man nicht (ggf. auch nicht ganz rechtsrein), dafür aber einen Copyright-Hinweis, was natürlich dem Ganzen die Krone aufsetzt.

Natürlich wissen wir, wem die Seite gehört. Und derjenige weiß auch, dass er bis Mittwoch Zeit hat, das zu ändern (und damit meinen wir nicht, Buisness richtig zu schreiben). Sollte er das nicht tun, akzeptieren wir das. Dann werden wir auch nicht jammern, sondern klagen!

Wir lassen über alles mit uns reden, uns aber nicht verarschen!

Wahnsinn. Das Internet gibt es gar nicht?!

Das glauben nach keiner Umfrage ca. 71% der deutschen Führungskräfte. Im Gegensatz dazu glauben ebenfalls bei keiner Umfrage 96% der 15- bis 29-Jährigen, dass es das Internet doch gibt. Aber nur 8% davon glauben, dass es so etwas wie Führungskräfte gibt. Somit geht in Deutschland eine weitere Schere auseinander. Immer weniger Reiche haben immer mehr Geld. Das bedeutet im Gegenzug, dass immer mehr Menschen immer weniger Geld haben. Noch schlimmer ist das Bild in der Bildung. Immer weniger Menschen sind bzw. werden schlauer. Immer mehr Menschen werden somit im Gegenzug nicht schlau aus der Sache.

Wo man hinsieht, gehen Scheren immer weiter auseinander. Das wirklich Schlimme daran ist, dass sich alle eine Scheibe abschneiden könnten, wenn sie sich in die andere Richtung bewegen würden. Aber so kann die Schere unmöglich schneiden. Das kann jeder gerne mal selbst probieren.

Immer mehr Kunden machen immer weniger Werbung. Das bedeutet im Gegenzug, dass immer weniger Agenturen Werbung machen. Immer mehr Autohäuser verkaufen immer weniger Autos. Auch das bedeutet im Gegenzug leider, dass immer weniger Automobilkonzerne davon leben können. Bei den Banken dasselbe Bild. Irgendwie sind überall Scheren. Eigentlich steht jeder Entwicklung eine andere gegenüber - der Kutsche das Auto, dem Maultier der Traktor, dem Drucksetzer der DTP-Satz, dem Rentner das Kind.

Somit ist auch klar und bewiesen, das Internet gibt es für die einen immer weniger nicht und für die anderen immer mehr doch. Auf Rückfragen war keiner zu einer Stellungnahme bereit. Auch per Fax kam nichts, per E-Mail schon gar nicht. Aber man munkelt in den Internet-ungläubigen Kreisen, dass es sich hier um ein System des CIA handelt. Man wollte alles über die Menschen wissen, aber wusste nicht, wie man an diese Daten gelangt. Somit hat man sich diese Datenfangmaschine einfallen lassen, in die alle Lemminge freiwillig alles eingeben, was in ihrem Leben so passiert. Dafür beantwortet eine Masse von Geheimagenten die Anfragen bei Google und anderen. Alles Fake. Die Leute suchen eh meist dasselbe und fragen das Gleiche. Somit steckt dahinter nur ein raffiniertes Frage- und Antwort-System. Von dem Internet, an das alle glauben, keine Spur. Denken die.

Im Gegensatz zu einer kleinen Minderheit, die denkt, das Internet gibt es wirklich. Also das mit den ständig wachsenden Seiten, Blogs, Links, Feeds und so weiter. Die Zeit wird zeigen, wer recht hatte. Denn wissen wir denn sicher, dass es das Internet gibt? Oder glauben wir nur, dass es das Internet gibt? Fragen über Fragen, die wirklich keinen interessieren.

Treten Sie bei: Führungskräfte gegen die Internetlüge e. V., Kurz: FÜGEDIINLÜ [Leider hat dieser Verein aus verständlichen Gründen [noch] keine Internetpräsenz] und verweist so lang auf diese Seite. Ein weiterer Beweis, dass es das Internet nicht gibt, denn darauf konnte sich der CIA nicht vorbereiten.

Schön: I‘ll be back.

Adwords im Namen des Volkes

Darf man fremde Markennamen als AdWords buchen?
Ja, ja, vielleicht.

In drei Fällen wurden am Bundesgerichtshof genau darüber entschieden, wie der Spiegel berichtete - und zwar so:

Der Markennamenbestandteil von dem Konkurrenten darf benutzt werden, um für ein mit der Marke konkurrierendes Produkt zu werben, auch wenn es sich um eine "beschreibenden Angabe" handelt, die"markenmäßig benutzt und dadurch die Gefahr einer Verwechslung mit der geschützten Marke begründet wird". (AZ: I ZR 139/07)

Man darf den Firmennamen eines Konkurrenten als Such-Schlüsselwort bei Google mieten, da der Internet-Nutzer nicht davon ausgehe, dass die im Umfeld einer Suche geschalteten Anzeigen zwangsläufig von dem gerade gesuchten Unternehmen kommen, bestehe keine Verwechslungsgefahr. (AZ: I ZR 30/07)

Hätte sich im konkreten Fall die Firma ihren Namen als Markennamen schützen lassen, wäre es vielleicht anders ausgegangen. Denn
wenn ein Werbender ganz gezielt den markenrechtlich geschützten Produktnamen eines Konkurrenten als Werbestichwort bucht, um immer dann mit Anzeigen auf der Suchergebnisseite zu erscheinen, wenn eigentlich nach dem konkreten Produkt des Konkurrenten gefahndet wird, "hängt die Annahme einer Markenverletzung in einem solchen Fall nur noch davon ab, ob in der Verwendung der geschützten Bezeichnung als Schlüsselwort eine Benutzung als Marke im Sinne des Markengesetzes liegt." Diese Frage leitete das BGH "zur Vorabentscheidung nach Art. 234 EG-Vertrag" dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg weiter. (AZ: I ZR 125/07).

Vielleicht gibt es das dann auch in verständlich.

Twitter

Verwaltung des Blogs

Login