Vergangene Woche hatte ich hatte die große Ehre und Freude, vier Tage an Bord des Passagier-Kreuzfahrtschiffes
MSC Fantasia zu verbringen – im Yacht-Club, vulgo: 1. Klasse.
Ich war nicht der einzige. Fast ein Dutzend Journalisten folgten der Einladung der Reederei und sie taten es gerne. Wozu? Zu Recht! Denn wann sonst kommt man so sehr in den Genuss von Luxus, guter Kost und eigenem Jacuzzi? Zuhause gewiss nicht. Und auch im selbstbezahlten Urlaub dürfte das nicht gerade der gewohnte Standard sein.
Die Damen wie die Herren ließen es sich gut gehen. Von letzteren wählten auch alle bis auf zwei bei der ebenfalls im Kennenlern-Paket enthaltene Spa-Behandlung die 4-Hände-Massage. Ja, wann wird man als Mann mal wohlwollend von zwei Frau berührt? Kostenlos? Und auch die Frauen genossen ihre Shiatsu-Massagen, den 24-Stunden-Butler-Service.
Was für ein Aufwand. Und wofür? Eine Doppelseite in einer Zeitung, ein 5-Minüter in einem Fernsehbeitrag, eine Erwähnung in einem Fachartikel oder Fachbuch, auf deren Inhalt die Reederei faktisch keinen Einfluss hat, wenngleich es natürlich unwahrscheinlich ist, dass man über diese Tage bei dem Service überhaupt etwas Schlechtes sagen würde?
Man kennt das ja auch von Auto-Tests, wo dann schon mal bei einem Maybach moniert wird, dass der Verbrauch etwas hoch sei. Ach ... wenn es sonst nichts ist ...