Keine Werbung für den Fußball macht dieser Tage der WFV – der Württembergische Fußball-Verband, der vor Gericht gegen die Hartplatzhelden siegte. Ein Gericht untersagt der Fußballcommunity, Hobbyvideos von Fußballspielen unterhalb der Oberliga aus dem „Hoheitsbereich“ des WFV online zu stellen.
Die Rede ist also von Amateursport und verwackelten Hobbyvideos. Hier sind mal wieder Sportfunktionäre am Werk, die den Schuss nicht gehört haben. Eigentlich sollte der Verband der Community dankbar sein, dass es diese gibt und als Sponsor selbiger auftreten, anstatt deutsche Gerichte mit unnötigen Klagen zu verstopfen. Anschließen fällt der Verband auch durch zynische Zitate auf:
„Im Rechtsstreit zwischen dem wfv und dem Internetportal Hartplatzhelden hat der zweite Senat des OLG Stuttgart die Auffassung des wfv in allen Punkten bestätigt." Dieses Urteil ist ein klarer Sieg für den Amateurfußball und unsere Vereine, die ihren Mitgliedern ein umfangreiches Angebot machen und damit eine wichtige Funktion in der Gesellschaft übernehmen", freut sich Herbert Rösch.
Was ist hier von Nöten? Die Expropriation der Expropriateure! Die Enteignung der Leute, die den Amateurfußball enteignen wollen.
Hier mischt sich ein Verband ein, wo er sich nicht einzumischen hat. Da werden Erinnerungen wach an die
Abmahnung der Saftblogger. Auch da sind Verbände am Werk gewesen, die den olympischen Gedanken gekapert haben, so wie die katholische Kirche den Glauben gekapert hat.
P.S. Wer die Hartplatzhelden in ihrem juristischen Kampf unterstützen will, der unterschreibe
hier.
Wer sich für das Urteil interessiert, hier die
Pressemitteilung des OLG Stuttgart.