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Ein Gedicht: Werbung für Ford



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Strategiewechsel ausgeschlossen

Man fragt sich doch, warum ändern die nicht etwas an ihrer Strategie, wenn Märkte, Branchen, Unternehmen, Produkte und Dienstleistungen so unter Druck geraten und dem sicheren Exodus entgegen rasen. Warum machen alle genauso weiter, so dass sich der enorme Druck noch weiter erhöht und beschleunigt.

Ganz einfach. Die Entscheider und Macher sind Teil des Problems und keiner will schuld sein. Keiner will die Verantwortung tragen müssen für das Versagen, die falsche Strategie. Somit ist neues oder anderes Denken nicht möglich, sondern man macht weiter bis zum bitteren Ende.

Wir Deutschen kennen solche Verhaltensweisen ja aus unserer Geschichte. Umdrehen oder ändern ist gleichzusetzen mit verlieren, versagen und aufgeben. Falsche Strategien in richtige zu wandeln ist unter solchen Umständen nicht möglich, denn wir haben keine fließenden Übergänge, sondern immer Untergang- und Aufstiegsszenarien.

Somit ist das Ende und der Neuanfang immer vom selben gekennzeichnet. Von Menschen, die unbelastet von der Vergangenheit zur Sache gehen können oder von ganz wenigen Menschen, die erkannt haben, warum ihr Kopf rund ist: Damit das Denken die Richtung wechseln kann. Aber am Ende aller Entwicklungen stehen immer wieder Menschen, die vor langer Zeit mal recht hatten und zum Umdenken nicht fähig, bereit und mutig genug waren.

Das Gute daran ist, dass immer wieder etwas Neues entsteht, das Schlechte daran, es wird so unglaublich viel vernichtet. Dabei könnte man den Übergang weitaus weniger dramatisch gestalten.

I' ll be back. [Mein Beitrag an einem ganz besonderen Tag - 21.März, da soll mal einer sagen ich könnte keine Prioritäten setzen.]

Sportfunktionäre zeigen mal wieder ihre hässliche Fratze

Keine Werbung für den Fußball macht dieser Tage der WFV – der Württembergische Fußball-Verband, der vor Gericht gegen die Hartplatzhelden siegte. Ein Gericht untersagt der Fußballcommunity, Hobbyvideos von Fußballspielen unterhalb der Oberliga aus dem „Hoheitsbereich“ des WFV online zu stellen.
Die Rede ist also von Amateursport und verwackelten Hobbyvideos. Hier sind mal wieder Sportfunktionäre am Werk, die den Schuss nicht gehört haben. Eigentlich sollte der Verband der Community dankbar sein, dass es diese gibt und als Sponsor selbiger auftreten, anstatt deutsche Gerichte mit unnötigen Klagen zu verstopfen. Anschließen fällt der Verband auch durch zynische Zitate auf:

„Im Rechtsstreit zwischen dem wfv und dem Internetportal Hartplatzhelden hat der zweite Senat des OLG Stuttgart die Auffassung des wfv in allen Punkten bestätigt." Dieses Urteil ist ein klarer Sieg für den Amateurfußball und unsere Vereine, die ihren Mitgliedern ein umfangreiches Angebot machen und damit eine wichtige Funktion in der Gesellschaft übernehmen", freut sich Herbert Rösch.


Was ist hier von Nöten? Die Expropriation der Expropriateure! Die Enteignung der Leute, die den Amateurfußball enteignen wollen.

Hier mischt sich ein Verband ein, wo er sich nicht einzumischen hat. Da werden Erinnerungen wach an die Abmahnung der Saftblogger. Auch da sind Verbände am Werk gewesen, die den olympischen Gedanken gekapert haben, so wie die katholische Kirche den Glauben gekapert hat.

P.S. Wer die Hartplatzhelden in ihrem juristischen Kampf unterstützen will, der unterschreibe hier.

Wer sich für das Urteil interessiert, hier die Pressemitteilung des OLG Stuttgart.

Leckerschmecker

Je dicker wir werden, desto mehr Zombies sehen ihre große Chance gekommen, uns von ihrem lustfeindlichen Leben zu überzeugen. Oder sie zeigen, wie schön, leicht und unbeschwert es sich mit ein paar Kilos weniger leben lässt - am besten in Koop mit Reinigungs- und Waschmittelherstellern.

Dabei könnte Werbung für gutes/gesundes/gesünderes Essen so einfach sein: Zeig die Wahrheit!

Warum sollte das, was beim Rauchen angeblich funktioniert (Abbildung schrecklicher Bilder zur Abschreckung), nicht auch beim Essen klappen - zumal es auch herrlich makaber und teilweise sehr lustig ist. Ein Beispiel:



Weitere Beispiele des ganz alltäglichen Nahrungsangebots gibt es auf thisiswhyyourefat.com.

Werben nach Gesetz - das neue UWG

Es gibt noch Menschen, die uns kostenlos Informationen zur Verfügung stellen. Nützliche noch dazu. Deshalb verlinke ich gern auf den Leitfaden "Rechtssicher werben nach neuem UWG", das derzeit hier als kostenloser Download zu finden ist.

Netterweise hat der Verfasser Thomas Seifried darauf geachtet, das Ganze für Marketingmenschen zu schreiben, also für uns. Er weist darauf hin, dass dieser Leitfaden natürlich keine Rechtsberatung ersetzt. Aber nützlich ist es allemal, zu wissen, wo Fallstricke lauern könnten.

Die Zukunft des (Qualitäts-)Journalismus?

Das ist ja mal was Originelles, wo man sich wieder fragt, warum erst jetzt einer drauf kommt.

Bei der schwedischen Internetzeitung "Nyheter24" erhalten die Redakteure ein Grundgehalt von rund 1500 Euro plus einem Bonus. Dieser Bonus ist umso höher, je mehr User seine Artikel lesen. Auf taz-online stehen unter der Überschrift

"Die schwedischen Klickhuren"

die Details zu dieser Idee, die sicherlich bald auch hierzuladen gängige Praxis in diversen Internetmedien werden dürfte - und ich könnte mir vorstellen, dass auch so mancher Privatsender sich überlegt, die Zulieferer-Teams seiner "Nachrichten-Magazine" und "Doku-Soaps" nach Quote zu bezahlen.

Was wird das bringen? Ich freue mich schon auf Sendungen wie
morgens: "Haushaltsgeräte - der Zweitnutzen"
mittags: "Das Mord-Magazin"
nachmittags: "Du bist voll blöder wie ich!"
abends: "Du bist voll blöder wie ich!" (ohne Piep)
nachts: Sexy-Clips (Ach? Gibt's schon??? :-))


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