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Zeit für eine neue Marke?

"Die Stimmung ist besser als die Lage!", hieß es neulich von offizieller Seite.
Stimmt das? Oder ist es ein Totschlagsargument bzw. eine Betablocker der guten Laune?

Fakt ist, der DAX, der einst mal als Indikator für die Krise herhalten musste, klettert langsam, aber stetig, und ist näher an den 5.000 denn den 4.000 Punkten. Als Indikator für den Aufschwung versteht dies aber niemand. Aber wehe er gibt auf dem 20% höheren Niveau als noch vor wenigen Monaten um 2% nach ... "Neue Schreckensnachricht!"

Der April war der wärmste seit Aufzeichnung des Wetters! Januar, Februar, März waren aber auch scheiße kalt und zumindest ich kann mich nicht daran erinnern, einen so langen, knackigen Winter gehabt zu haben. Kommuniziert wird aber der Schrecken.

Man muss schon sehr aufpassen, dass man den Versuchungen widersteht, den Nachrichten vollumfänglich zu glauben. Sie sind leider auch zu einer Ware verkommen, die je nach Quelle entweder leicht verdaulich zu-, äh: aufbereitet sind oder einem schwer im Magen liegen.

Es gibt keine Nachrichtenmarke. Einst war es die "tagesschau", aber ist sie noch wirklich verlässlich? Oder "Der Spiegel"? Wieviele Konjunktive, Meinungen Einzelner, Absichtserklärungen werden selbst dort als "Nachricht" verbreitet/"verkauft"? So etwas fehlt. Kurz die Fakten skizzieren, in Zusammenhang stellen und die Schlussfolgerungen den Menschen überlassen. Eine Art "Hirn-Bild": kurz, klar, wahr - ohne "Perspektives", ohne Konjuntive, nur Konkretes.

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Wir sind Fußball!

Nachdem ich mir schon so meine Gedanken gemacht habe, ob der Slogan zur Fußball-WM 2011 der Frauen in Deutschland

20ELF VON SEINER SCHÖNSTEN SEITE!

wirklich gut ist - oder doch nur ein sexistisches Eingeständnis, lese ich hier, dass bereits der zweite von sechs anvisierten Sponsorenverträgen mit nationalen Partern abgeschlossen wurde konnte - der Commerzbank.

Per se finde ich das ja gut, dass Unternehmen solche Veranstaltungen auch finanziell unterstützen, aber dann doch bitte auch mit ihrem Geld und nicht mit Steuermitteln, d. h. meinem Geld. Naja, mal sehen, ob die Hypo Real Estate Münchens Olympiakandidatur stützt. Alles irre ....

Aber vielleicht ist das der moderne Sozialismus? Wir behalten die Namen und damit die Fiktion von freier Marktwirtschaft, aber dahinter steht der Bund. Ähnlich wie Procter&Gamble, das ja auch nicht als Marke auftritt, sondern immer nur seine Produkte als Marken im Markt platziert.

Abseitsverdächtig: Und wenn das mit den Prognosen so weiter geht und erstmal bewahrheiten, sich dann aber wieder bessern sollte, würde auch "Auferstanden aus Ruinen" wieder ganz gut passen, ne? :-)

Werbung - in der Krise!?

Hach, endlich mal wieder einen ganzen Abend bei den Privaten zugebracht. Trailer en gros und Werbemüll en masse. Dabei ist ja deutlich weniger Werbung "on air", was man ja immer leicht an den ganzen Vorankündigungen und Mitmachspielen erkennen kann. Sie füllen die Zeit, die Unternehmen aktuell nicht (zahlen) wollen. Weil sie kein Geld haben? Oder keine Ideen? Denn ich habe nichts Neues gesehen. Und wenn die Aussage mal mehr hergab als eine Information über eine Preisreduktion, insbesondere Abwrackprämie, oder calls-to-action in bester "Ruf mich an!-Manier, z. B. "Hol dir die neue Technik oder die alte Technik holt dich!" (wobei ich nichts gegen eine schöne alte braun-Stereoanlage einzuwenden hätte), waren es Wiederholungen bestenfalls aus dem Vorjahr. Ganz schlimm. Der einzige Lichtblick:



Ils sont fous, ces français!

Dass französischer Humor nicht jedermanns Sache ist, versteht sich von selbst. Einen gibt es aber, der es versteht, sich wie niemand sonst selbst zu inszenieren: Rémi Gaillard. Das Besondere an ihm: er wurde durch das Internet bekannt. Und er spielt mit Rollen und Klischees. Dabei nimmt er niemanden so richtig ernst, auch nicht sich selbst. Mit seinen skurrilen Filmen verdient der ehemalige Schuhverkäufer inzwischen sogar Geld. Kostprobe gefällig?



Ausführlich dazu Spiegel online

Social Media Schizophrenie

Da hier gerade so fleißig auf Twitter rumgehauen wird, nutze ich mal die Gelegenheit, auf ein nettes Beispiel für das Yin und Yang von Social Media und speziell Twitter bzw. Twitpic hinzuweisen. Der Inqisitr hat´s heute gepostet.

Über Britneys Twitter-Account werden - natürlich - auch regelmäßig chice Twitpics veröffentlicht. Schauen wir doch einmal rein. Und vergleichen wir die *rschkriecherkommentare mit den dafür umso weniger charmanten Tags, die andere Nutzer den Bildchen verpasst haben. Ein bisschen unschön...

Die Tags fallen sicherlich weniger ins Auge, haben aber bestimmt den längeren Schwanz, der online so wunderbar relevant ist. Fieser Effekt.

Der 1. Twitter-Film (Abspann)

Für alle Followers noch ein Ausschnitt:




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