Samstag, 30. Mai 2009
.. noch nicht? Na dann keine Zeit verlieren! Was Opel, HRE, Arcandor & Co. können, das können Sie schon lage!
Freitag, 29. Mai 2009
Kein Bock mehr auf Grundgesetzjubelarien? OK. Wie wäre es dann mit Werbejubelarien? Die Reklamehelden der ersten sechs Jahrzehnte der Bundesrepublik Deutschland hat Zeit Online zusammengestellt:
Miss Chiquita, Tony der Tiger, Onkel Otto vom HR, das HB-Männchen, der Bärenmarken-Bär, Meister Proper, die Weiße Dame von Persil (nicht zu vergessen: Mr. Persil!), der Weiße Riese, Frau Antje aus Holland, die Mainzelmännchen, Tilly, Käpt'n Iglo, Klementine, die Milka-Kuh, die Duracell-Hasen, Dr. Best, der Bausparfuchs von Schwäbisch Hall, der Spee-Fuchs und Paula.
Fehlt wer?
Donnerstag, 28. Mai 2009
Also wenn wer aus Anlass der Erscheinung des Heiligen Geistes ein Geschenk für wen sucht - oder durch die untenstehende Erklärung sich angeregt fühlt, sich ebenfalls zu etwas zu bekennen, dem sei die Dingwerdung der Webseite beichthaus.com anempfohlen. Viel Spaß! Daher: Sehr, sehr empfehlenswert ...
Kaum sagen wir was, schon tut sich was. Hat die PR-Päpstin gestern noch kritisiert, dass Capri-Sonne nichts gegen Vorwürfe von foodwatch täte, erreichte uns die
Stellungnahme von Capri-Sonne
zur aktuellen Veröffentlichung der Organisation foodwatch , die wir hier 1:1 wiedergeben:
Capri-Sonne – seit 40 Jahren ein natürliches Fruchtsaftgetränk
Die Organisation foodwatch hat auf ihrer Internetseite www.abgespeist.de Vorwürfe gegen das Produkt Capri-Sonne erhoben, die von verschiedenen Medien ohne weitere Recherche verbreitet wurden.
Zuckergehalt
An erster Stelle wird der Zuckergehalt kritisiert. Fakt ist, dass die klassische Capri-Sonne zehn Prozent Zucker enthält. Das ist die gleiche Menge Zucker, die auch in Säften vorliegt. Traubensaft enthält sogar noch deutlich mehr Zucker. Fruchtsaftgetränke schmecken allerdings süßer als Säfte, weil sie weniger Säure enthalten - deshalb werden sie insbesondere von Kindern bevorzugt. Und wer auf den Kaloriengehalt achten will, kann sich seit mehr als drei Jahren für die zuckerreduzierten Varianten (z. B. Capri-Sonne Super-Kids, Fan-Drink und Beach Drink) entscheiden. Sie sind genauso fruchtig, aber sie enthalten 30 Prozent weniger Zucker und keine Süßstoffe. Alle Nährwertangaben finden sich im Internet unter www.capri-sonne.de. Auf den Trinkpacks der neuen Sorten sind sie bereits aufgelistet, bei den klassischen Varianten ist dies in der Planung.
Kontrolliert-integrierter Anbau
Der kontrolliert-integrierte Anbau ist keineswegs ein „Windbeutel“, wie foodwatch behauptet. Die für jede Anbauregion verbindlich festgeschriebenen Programme des integrierten Anbaus gehen deutlich über die Anforderungen des konventionellen Anbaus hinaus und enthalten wesentliche Einschränkungen beim Pflanzenschutzmitteleinsatz und hohe Anforderungen an die Bodenbewirtschaftung. Die Einhaltung der Bedingungen wird vom neutralen Institut Fresenius kontrolliert und dokumentiert.
Gesellschaftliche Aktivitäten
Weil Capri-Sonne hauptsächlich von Kindern getrunken wird, engagiert sich das Unternehmen seit mehr als 10 Jahren – in Kooperation mit Sport- und Ernährungswissenschaftlern – in den Bereichen Schul- und Vereinssport. Damit wollen wir unseren Beitrag leisten, um Kinder zu mehr Bewegung und gesunder Ernährung zu motivieren.
Capri-Sonne – das ideale Außer-Haus-Getränk
Wir sind der Auffassung, dass das Produkt – so wie es konzipiert ist – sehr gut als Erfrischungsgetränk für aktive Kids geeignet ist. Der Einsatz von natürlichen Aromen verleiht der Capri-Sonne den beliebten Geschmack und ist keineswegs „irreführend“. Capri-Sonne hat sich seit der Einführung 1969 als Außer-Haus-Getränk etabliert. Auch aktuell werden 83 Prozent aller Capri-Sonne Trinkpacks außer Haus konsumiert. Bis heute ist der Drink der ideale Begleiter bei Spiel und Sport geblieben. Allerdings wird niemand empfehlen, nur Capri-Sonne zu trinken. Natürlich sind Wasser oder ungesüßter Tee die Basis, aber etwas Abwechslung stellt auch sicher, dass die Kinder ausreichend trinken. Und man sollte nicht vergessen: Capri-Sonne ist aus natürlichen Zutaten. Bei Capri-Sonne kommen keine Farbstoffe, keine Süßstoffe und keine Konservierungsstoffe in die Tüte. Das unabhängige Institut Fresenius überprüft regelmäßig auch diese Qualitätskriterien und bestätigt deren Einhaltung mit seinem Siegel.
Heidelberg-Eppelheim, 26. Mai 2009
Mittwoch, 27. Mai 2009
Da haben wir ihn also, den Fall, vor dem jeder PR-Mensch gewarnt wird: den Krisen-Fall. Denn heute schallt es aus dem Radio und auch Spiegel-Online weiß es. CapriSonne ist ungesund. Das wusste im Grunde genommen jeder schon immer.
Doch seit unserer Kindheit begleitet uns das Getränk auf jedem Wandertag und die Kleinen genießen es, wann immer sie unterwegs sind. Da sollen ja auch Früchte drin sein. Ob sie es sind oder nicht, darüber streitet man jetzt. Und das ganz öffentlich.
Keiner allerdings streitet darüber, dass in einer kleinen Tüte des Getränks ungefähr 6,5 Würfel Zucker sind. Und jede Menge Aromastoffe. Das ist wenig hip. Und Foodwatch warnt vor faulem Fruchtzauber.
Man könnte auf die Idee kommen, dass man im Hause CapriSonne auf diesen Fall vorbereitet war. Denn wer kennt die Inhaltsstoffe besser als der Hersteller selbst. Und so hätte man einen Plan zur Krisenkommunikation machen können, der genau jetzt zum Einsatz gekommen wäre. Aber was passiert? Nichts.
Auf der Website des Unternehmens findet man eine Pressemeldung vom 11.2.09, das ist die aktuellste. Dabei wäre es gerade jetzt vorteilhaft, Stellung zu beziehen. Denn einen ruinierten Ruf wieder zu polieren ist langwierig und teuer.
Samstag, 23. Mai 2009
Virales Marketing war gestern, heute Morgen habe ich das Google-Doodle-Marketing erfunden und via Google Adwords für meinen Arbeitgeber zwei Anzeigen-Kampagne (u.a. für den neuen Shop serviette.de) bei Adwords zum Stichwort [Grundgesetz] eingestellt, weil Google heute zum 60. Wiegenfest des Grundgesetzes mal wieder – wie immer häufiger – einen Google Doodle auf der Startseite einblendet.
Ein Google Doodle ist dieses themenbasierte Logo, was Google bei besonderen Tagen auf der Startseite einblendet. Das Logo wird auf eine Suchanfrage verlinkt, heute eben auf das Stichwort „Grundgesetz“. Also habe ich das Keyword exakt gebucht. Weil offenbar kaum jemand auf das Stichwort bucht, reichen zunächst weniger als fünf Cent pro Klick, um allein auf weiter Flur mit seinem Werbebanner zu erscheinen. Weil diese Werbung zum Stichwort [Grundgesetz] natürlich alles andere als relevant ist, erhält man kaum Klicks aber gigantisch viele Einblendungen. Am späten Abend waren für beide Anzeigen jeweils mehr als 30.000 Anzeigen eingeblendet worden bei kumulierten Kosten von nicht einmal fünf Euro. Für Adwords-Experten: Aufgrund des schlechten Qualitätsfaktors von zwei wurden die Anzeigen in Relation zum Suchvolumen leider nur selten eingeblendet. Das heißt, dass man bei Gestaltung einer passenden Landingpage und bei dem damit verbundenen höheren Quantitätsfaktors sicherlich noch ein Vielfaches hätte erreichen können.
Freitag, 22. Mai 2009
Kein Witz!
Kein "Deutschland"!
Kein "Germany"!
Kein "Germany, Federal Republic of"!
Kein "Federal Republic of Germany"!
Und natürlich auch kein "Bundesrepublik Deutschland"!
Nichts!
Wer versucht, über die FIFA-Seite mannschaftsspezifische Tickets zu bestellen kann das tun für Gabun, Andorra, Usbekistan und viele andere Länder auch von "Albania" bis "Zambia" - aber für Deutschland NICHT!

Übrigens: "Brasil" ist auch nicht dabei ....

Zufall?
Presse - übernehmen Sie!!! Wir erwarten Schlagzeilen (und bitte: Quelle nennen  )
Es gibt gewiss Menschen, die können über Betriebssysteme reden, als wüssten sie, was sie tun - sowohl die Betriebssysteme als die Menschen selbst. Die meisten jedoch, so mein Eindruck, plappern was nach, was sie wo aufgeschnappt haben und fühlen sich gut, mitreden zu können. Toll (chrrrr)!
Vista ist ja so ein Betriebssystem über das viel gesprochen wird/wurde - und selten Gutes. Jetzt macht Microsoft Werbung dafür und wie ich finde, großartig. Da wird sich nicht erklärt, Vorteile hingedrechselt, die eh a) keine sind, b) nur der Fachmann verstehen könnte, c) beides, sondern macht Stimmung gegen die Stimmung. Menschen wollen nicht wissen, sie wollen fühlen, vor allem sich und das gut. In diesem Sinne ist "fun up your home" eine sehr sinnige Kampagne.
Mittwoch, 20. Mai 2009
Konzeptionsarbeit ist etwas, das wir selten tun. Warum eigentlich? Gerade habe ich einen Artikel gefunden, der entlarvt, warum wir uns auch ganz gern mal davor drücken. Dabei ist uns doch das konzeptionelle Vorgehen an sich so wichtig, oder?
Dr. Sonja Ulrike Klug hat ein Buch veröffentlicht, das uns dabei helfen kann, konzeptionell zu arbeiten. Glücklicherweise gibt es für ganz Eilige eine Kurzfassung in Aufsatzform, die die fünf größten Probleme der Konzeptionsarbeit entlarvt. Darauf hat uns netterweise Daniela A. Caviglia aufmerksam gemacht.
Und für noch Eiligere nenne ich hier schon mal die fünf Probleme:
1. Meine Zeit reicht nicht aus
2. Es ist viel zu viel
3. Ich blicke nicht durch
4. Ich bin nicht kreativ
5. Ich kann nicht schreiben
Wem all das bekannt vorkommt, der sollte vielleicht doch einmal die Zeit aufwenden und den Artikel und das Buch studieren.
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