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Google-Doodle-Marketing



Virales Marketing war gestern, heute Morgen habe ich das Google-Doodle-Marketing erfunden und via Google Adwords für meinen Arbeitgeber zwei Anzeigen-Kampagne (u.a. für den neuen Shop serviette.de) bei Adwords zum Stichwort [Grundgesetz] eingestellt, weil Google heute zum 60. Wiegenfest des Grundgesetzes mal wieder – wie immer häufiger – einen Google Doodle auf der Startseite einblendet.



Ein Google Doodle ist dieses themenbasierte Logo, was Google bei besonderen Tagen auf der Startseite einblendet. Das Logo wird auf eine Suchanfrage verlinkt, heute eben auf das Stichwort „Grundgesetz“. Also habe ich das Keyword exakt gebucht. Weil offenbar kaum jemand auf das Stichwort bucht, reichen zunächst weniger als fünf Cent pro Klick, um allein auf weiter Flur mit seinem Werbebanner zu erscheinen. Weil diese Werbung zum Stichwort [Grundgesetz] natürlich alles andere als relevant ist, erhält man kaum Klicks aber gigantisch viele Einblendungen. Am späten Abend waren für beide Anzeigen jeweils mehr als 30.000 Anzeigen eingeblendet worden bei kumulierten Kosten von nicht einmal fünf Euro. Für Adwords-Experten: Aufgrund des schlechten Qualitätsfaktors von zwei wurden die Anzeigen in Relation zum Suchvolumen leider nur selten eingeblendet. Das heißt, dass man bei Gestaltung einer passenden Landingpage und bei dem damit verbundenen höheren Quantitätsfaktors sicherlich noch ein Vielfaches hätte erreichen können.

Deutschland nicht bei der FIFA Fusball-WM 2010 !!!

Kein Witz!
Kein "Deutschland"!
Kein "Germany"!
Kein "Germany, Federal Republic of"!
Kein "Federal Republic of Germany"!
Und natürlich auch kein "Bundesrepublik Deutschland"!
Nichts!

Wer versucht, über die FIFA-Seite mannschaftsspezifische Tickets zu bestellen kann das tun für Gabun, Andorra, Usbekistan und viele andere Länder auch von "Albania" bis "Zambia" - aber für Deutschland NICHT!


Übrigens: "Brasil" ist auch nicht dabei ....


Zufall?
Presse - übernehmen Sie!!! Wir erwarten Schlagzeilen (und bitte: Quelle nennen :-))

Werbung - zwischen Sinn und Sinnlichkeit (oder Unsinn?)

Es gibt gewiss Menschen, die können über Betriebssysteme reden, als wüssten sie, was sie tun - sowohl die Betriebssysteme als die Menschen selbst. Die meisten jedoch, so mein Eindruck, plappern was nach, was sie wo aufgeschnappt haben und fühlen sich gut, mitreden zu können. Toll (chrrrr)!

Vista ist ja so ein Betriebssystem über das viel gesprochen wird/wurde - und selten Gutes. Jetzt macht Microsoft Werbung dafür und wie ich finde, großartig. Da wird sich nicht erklärt, Vorteile hingedrechselt, die eh a) keine sind, b) nur der Fachmann verstehen könnte, c) beides, sondern macht Stimmung gegen die Stimmung. Menschen wollen nicht wissen, sie wollen fühlen, vor allem sich und das gut. In diesem Sinne ist "fun up your home" eine sehr sinnige Kampagne.

Die Angst vor der Konzeption

Konzeptionsarbeit ist etwas, das wir selten tun. Warum eigentlich? Gerade habe ich einen Artikel gefunden, der entlarvt, warum wir uns auch ganz gern mal davor drücken. Dabei ist uns doch das konzeptionelle Vorgehen an sich so wichtig, oder?

Dr. Sonja Ulrike Klug hat ein Buch veröffentlicht, das uns dabei helfen kann, konzeptionell zu arbeiten. Glücklicherweise gibt es für ganz Eilige eine Kurzfassung in Aufsatzform, die die fünf größten Probleme der Konzeptionsarbeit entlarvt. Darauf hat uns netterweise Daniela A. Caviglia aufmerksam gemacht.

Und für noch Eiligere nenne ich hier schon mal die fünf Probleme:

1. Meine Zeit reicht nicht aus
2. Es ist viel zu viel
3. Ich blicke nicht durch
4. Ich bin nicht kreativ
5. Ich kann nicht schreiben

Wem all das bekannt vorkommt, der sollte vielleicht doch einmal die Zeit aufwenden und den Artikel und das Buch studieren.

Die Qual der Wahlwerbung (alle Spots!)

Europa blickt und interessiert eh keine Sau. Warum sich also kreativ für so was ins Zeug legen?

Am 7. Juni ist Europawahl - und man ist geneigt zu fragen: Na und?

Und dabei ist es ganz gleich, ob eine Zahl nahe am Gefrierpunkt oder weit über dem Siedpunkt von Wasser den eigenen IQ ziert, wer weiß denn wirklich (eigentlich auch ein schöner Pleonasmus: wirklich wissen), worum es da geht und wer für was steht. Auf dem wahl-o-mat Europa kann man ja mal sehen bzw. einen Eindruck von dem bekommen, worum es unter anderem geht und gleichzeitig testen, mit welcher Partei man die größte Übereinstimmung hat.

Oder man entscheidet dann doch a) so wie immer, b) aus dem Bauch heraus oder nach der Kreativleistung der einzelnen Parteien. Der Wahlticker machte sich die Mühe, eine Liste mit den Fernsehspots zur Europawahl zusammenzutragen.

Wer sie sehen will, kann das bei uns tun. Einfach klicken ...
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Gebrauchsanweisungen

Heute erhielt ich von Biggi Mestmäcker die Info über das neue Projekt "Protextbewegung".
Die Initiative wendet sich u.a. gegen unverständliche Anleitungen, holprig geschriebene Broschüren, schlechte Texte.

Dabei geht es doch auch ganz ohne Texte.



Grabarz & Partner für Ikea
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