Bessere Werbung: Sponsored Posts und Advertorials auf marketing-blog.biz»

Etablierte Medien sind schneller, News halten sich länger in Blogs

Es gibt mal wieder eine neue Studie zur Verbreitung von Nachrichten. Sie wurde von Wissenschaftlern der Universität Ithaca (Bundesstaat New York) durchgeführt. Wichtigstes Ergebnis: Etablierte Medien bringen Nachrichten im Schnitt 2,5 Stunden vor den Bloggern an die Öffentlichkeit. Das meldet newsroom.de . Dafür halten sich die Nachrichten in Blogs länger als in den etablierten Medien, nämlich bis zu einer Woche.

Das ist ja an sich schon interessant. Viel interessanter finde ich allerdings, dass überhaupt jemand die Blogs in eine Reihe mit den etablierten Medien stellt, und dass das nicht irgendjemand ist, sonder ernst zu nehmende Wissenschaftler. Oft genug werden Blogs ja einfach gar nicht ernst genommen. Hier aber zeigt sich, dass inzwischen die Blogs als eine von vielen Nachrichtenquellen anerkannt werden.

Wir können also beruhigt konstatieren: Blogs gehören dazu. Auch bei der Nachrichten-Verbreitung.

Warum sich quälen? Geh nicht wählen!

Es wäre ein schönes Projekt: Man gründet eine Partei, die im Grunde nur einen Programmpunkt hat: Wer will, kann alles so lassen, wie es ist, oder er wählt die Variante "fester Arbeitsplatz und gesetzlich garantierte Lohnsteigerung von 10% jährlich - gegen Abgabe des Wahlrechts."

Vielleicht finden sich dafür ein paar Mitstreiter. Das wäre doch sehr originell. Auf jeden Fall origineller, was einem zur Europawahl geboten wurde. (War ja auch ohne HSP, die Horst Schlämmer Partei.) Jedenfalls wäre so eine Aktion etwas kreativer als diese:



Kopiert aus den USA, wo sie so aussah:



Und wie sie aufgelöst wurde, erfahren Sie, wenn Sie
"Warum sich quälen? Geh nicht wählen!" vollständig lesen »

Nachrichten satt

Zählen Sie auch zu den Menschen, die immer informiert sein und alles am liebsten auf einen Blick hätten? Dann haben wir was für Sie:

die Nachrichtenkarte.

Damit sehen immer sofort das Neueste aus den USA:



Großbritannien:



und natürlich auch Deutschland:



Sehr hübsch!

Banaler Brüller

Wie oft schon waren wir unserer Zeit voraus? Unerkannte Genies. Naja, kein Wunder, sind doch unsere wahren Adressaten eher der Entscheider und nicht der Sachbearbeiter - und wir müssen uns natürlich fragen, lesen uns die Richtigen? Bzw. was lesen die Richtigen? Lesen sie überhaupt? Und wenn ja, wozu?

Mehr Glück, wobei wir natürlich nicht lamentieren wollen, hatte der 15-jährige Matthew Robson, der ein paar E-Mails an Freunde schickte und die in einem, wie es Financial Times Deutschland nennt "Analystenbericht" zusammenfasste (Nochmal für alle Schnellleser: ein paar SMS an den eigenen Freundeskreis = Zusammenfassung = Analyse!, äh: ???). Inhalt (nach Aussage eines Verantwortlichen):

"einige der klarsten und aufrüttelndsten Erkenntnisse, die wir je gesehen haben."

Da fragt man sich, was sieht der Mann sonst? Charts? Sein Büro? Bali? Und natürlich, was ihn sowie die anderen Menschen sowie die Presse daran so fasziniert hat. Zynisch könnte man es "Hermeutik heute" nennen - oder eben "banale Brüller":

Teenager nutzen Twitter nicht.
Twitter per Handy zu nutzen ist zu teuer.
Seine Freunde haben erkannt, dass sich niemand ihr Profil ansieht, also sind die Tweets zwecklos.
Jugendliche wollen sich nicht nach dem normalen Fernsehprogramm richten und geben sich nicht damit ab, Radio zu hören.
Musik gebe es auch ohne Werbung im Internet.
Überhaupt finden Teenager Werbung im Internet "extrem nervend und sinnlos".
Ihr Geld geben sie lieber für Kinobesuche, Konzerte und Spielkonsolen aus, die auch wegen ihrer Chatfunktion beliebt sind.
Kein Teenager liest regelmäßig Zeitung. Die meisten machen sich einfach nicht die Mühe, seitenweise Texte zu lesen, wenn es im Internet Zusammenfassungen gibt.

Kann man das nicht überall sehen? Ich habe seit bestimmt einem gefühlten halben Jahrhundert keinen Abiturieten oder Studenten mit einer Ausgabe des Spiegel in der Hand gesehen. Sechser-Pack Fun-Bräu dagegen schon.

Bin ich jetzt Analyst?

Ich könnte natürlich noch mehr aufzählen, was mir so auffällt, und meine Wahrnehmung dann als Wahrheit verkaufen:

Bei Frauen steigt die Bereitschaft, einer Information zu glauben, wenn der Informationsgeber sie zuvor dreimal am Oberarm rubbelte, dabei lächelte und mit dem Kopf nickt, wenn sie mit ihm spricht.
Männer glauben keinen Aussagen, es sei denn, man sagt ihnen, dass man etwas nicht glauben kann.

Oder weniger populistisch:

Entscheider bloggen nicht.
Entscheider haben keinen Internetzugang.
Entscheider lassen sich Ihre E-Mails ausdrucken.
Entscheider sind spießig und sind gerne daheim.

etc.


Die Krrrise

In unserer Eigenschaft als Anti-Krisen-Blog bat uns Tom Baldauf doch mal seinen neuen Song zu spielen.
Machen wir.

Bitte:



Dieses Boot Posting war wegen unseres Serverumzugs kurzfristig abgesoffen. Jetzt ist es aber wieder auf Kurs.

Twitter, Bloggen, Xing - Social Media .. alles nur Gedöns oder was?

"Das ist doch alles nur Gedöns!" Gibt's das noch, dass das einer sagt, der im Marketing / Vertrieb unterwegs ist? Nicht wirklich, oder?

Ich jedenfalls habe mitunter schon nicht schlecht gestaunt, wenn mir einer erzählt hat - von dem ich das nun gar nicht erwartet hätte -, dass er mehr als 40 Blog-Feeds liest. Oder der mittelständische Geschäftsführer, der vorgeblich talentierte Leute sucht auf Xing und in Wirklichkeit (eigentlich nur so nebenbei >>smile<<) nach Geschäftsgelegenheiten Ausschau hält.

Und erst Twitter! Es ist noch keine 4 Wochen her, da hab ich gedacht: 140 Zeichen Meldungen, das kann nur Gequake - sprich: nette Zeitverschwendung sein. Und jetzt haben es etliche Blogs in meinem Reader ganz schwer, das heißt ich komm nicht mehr zum Feeds-Lesen, weil ich via Twitter auf die interessantesten Leute und Diskussionen stoße.

Vielleicht ist Twitter ja nur wie ein neues "Spielzeug" und früher oder später ..

Ja, vielleicht. Aber, so viel kann man jetzt schon sagen, das was da unter der Flagge "Social Media" über uns Marketer und Vertriebler (als Selbständiger ist man ja auch beides) gekommen ist, das geht nicht mehr weg. Besser, man schaut da mal genauer hin, oder nicht?

Was ist Social Media?

Erst mal ist es ein Begriff, ein Buzzword, das man an jeder Ecke liest und hört. Und was ist jetzt Buzz? Okay, da habe ich mir vor einer Weile mal eine griffige Definition notiert (leider weiß ich nicht mehr wo ich es her habe):

Buzz entsteht, weil die Leute Dinge über Dinge reden wollen, die
  1. neu genug sind, um ein "Aha" beim Zuhörer auszulösen und
  2. doch schon so solide, dass die "Vordenker" bereits dazu genickt haben.

Das was Social Media aus und stark macht, ist die Interaktion, der Austausch von Info und Gedanken. Man kann es ganz gut als Gespräch bezeichnen. Und wenn man als Marketer oder Vertriebler - also unter geschäftlichen Gesichtspunkten - mitmachen will, sollte man da an "Bazar" denken. Und wem dazu jetzt das Cluetrain-Manifest einfällt, der liegt nicht verkehrt.

Wie nutzt man Social Media geschäftlich?

Die große Gefahr, so scheint mir, ist, sich zu verzetteln. Man taucht ein bei Twitter oder bei LinkedIn und kommt vom 100sten aufs 1000ste, ohne dass man irgendwas geschafft hätte. Mein Vorschlag ist daher (aus eigener schmerzhafter Erfahrung sag ich das), dass man sich als Selbständiger oder Verantwortlicher in einer kleinen Organisation eine Strategie zurecht legt. Strategie heißt ja auch: einen Plan haben. Was Strategie genau ist, das habe ich zum Beispiel in einem Posting hier aufgeschrieben.

Die wichtigste Frage ist: Welches Ziel verfolge ich, wenn ich Social Media mache?

Die Antwort auf diese Frage könnte zum Beispiel sein: Ich will mehr Business-Kontakte machen. Oder: Ich will als Experte für Thema X bekannt werden. Oder: Ich will mehr Traffic auf meine WebSite bekommen. Oder ..

Wenn ungefähr klar ist, was wir vor haben, dann brauchen wir als nächstes eine Zentrale. Das heißt: Einen zentralen Knotenpunkt, der sowohl Ausgangspunkt für unsere Aktivitäten ist, als auch Auffangstation für die Reaktionen, die wir auf unsere Aktivitäten hin bekommen.

Ein Netz spinnen

Ideal eignet sich ein Blog, um ein Social Media Netz(werk) zu starten. Ein Blog ist ein gutes Archiv für eigene Gedanken, egal ob etwas in wenigen Sätzen gesagt werden kann oder ob lange Artikel, wie zum Beispiel so ein Newsletter hier, dafür notwendig sind. Im Blog sammelt man Fundstücke im Web, wie z.B. YouTube-Videos, Links zu Artikel von anderen usw. Im Blog können andere kommentieren. Mit einem Blog tritt man ein bisschen hinter der offiziellen Firmenfassade hervor.

Übrigens: Ein regelmäßig zu einem bestimmten Thema gefüttertes Blog ist "Google-Saft". Das heißt: Google belohnt Blogger mit vorderen Plätzen in der organischen Suche. Geben Sie mal Leadmanagement bei Google ein und Sie finden meine Subsite Leadmanagement unter den Top 10 - wegen meines Blogs zum Thema. Und, so viel zum Aufwand, ich poste nur ein oder zwei mal im Monat etwas.

Ein nächster Schritt wäre dann zum Beispiel ein Twitter-Account. Selbst wenn man nicht Twittern will, so kann man doch seine Blogpostings via Twitter verbreiten. Man findet neue Interessierte und kommt vielleicht ins Gespräch.

Twitter mit seinen 140 Zeichen ist ein Gesprächs-Angebot-Plattform - nicht mehr, aber auch nicht weniger. Mit einem einfachen Service wie Twitterfeed kann man seine Blogpostings (die Überschriften und den Link dazu) automatisiert "Twittern". Und via Links bekommen Sie Traffic auf Ihren Blog aus Twitter.

Ein nächster Schritt wäre dann zum Beispiel ein Account bei einer Netzwerkplattform wie Xing oder LinkedIn.
Dort nimmt man an Gesprächen zum Thema teil und lernt neue Leute kennen. Andere "Spezialisten", aber auch Leute, die Probleme lösen wollen oder neue Ziele anvisieren (die kennt man auch unter dem Begriff: potenzielle Kunden). Dort kann man - natürlich immer nur dann, wenn es passt - auf seine Gedanken, Tipps, Artikel, Whitepaper, usw. verlinken. Und wo sind die gesammelt? Im Blog.

Wer dabei fortgeschritten ist und sich eine Moderation zutraut (auch vom Aufwand und der Zeit her), der eröffnet dann eine eigene Gruppe zu seinem Thema. Ein klasse Vorbild ist da Peter Claus Lamprecht mit der Gruppe Besser präsentieren auf Xing.

Wie geht es dann weiter?

Das erstaunliche beim "Social Media machen" ist, es geht immer weiter. Die Grenzen werden von der eigenen Energie, der eigenen Zeit gezogen. Man kann gar nicht überall mitmachen, wo man es vielleicht spannend fände. Und wenn man geschäftlich unterwegs ist, dann ist es gut, von Zeit zu Zeit auf die Ausgangsfrage zu schauen: Welches Ziel verfolge ich?

Und wenn Sie jetzt starten wollen?

Für Ihre erste Blogerfahrung, das Vertraut werden damit, empfehle ich Ihnen einen kostenlosen, gehosteten Service. Mit wenig Aufwand richten Sie zum Beispiel bei Blogger oder Tumblr Ihren ersten Blog ein und können loslegen.

Und wenn Sie ein wenig Englisch verstehen, dann empfehle ich Ihnen, dass Sie bei Steve Rubel Lifestream mal rein schauen. Rubel ist Top-Blogger, gehört zur Social-Media-Avantgarde und spricht gerade davon, dass er den nächsten Schritt geht: Vom Bloggen zum Lifestreaming.

Übrigens: Mir scheint, das ist gar nicht sooo viel anders als Bloggen. Der Service zum Lifestreamen ist kostenlos, einfach zu handhaben und gehostet: Posterous. Und wenn ich jetzt anfangen wollte mit Social Media, würde ich es direkt mit Posterous auch probieren.

--
Der Text ist ein Auszug aus meinem monatlichen Direktmarketing-Newsletter. Mehr Info dazu hier ..
Europadruck

Twitter

Gastbeiträge

Aufmerksamkeit
Aufmerksamkeit wird quantifizierbar
Karoshi
Karoshi, der Tod durch Überarbeitung. Es geschah in einer Werbeagentur
Kundenkommunikation
Kundenkommunikation über E-Mail, SMS und soziale Netzwerke
Mediaplanung
Soziale Netzwerke brauchen differenzierte Mediaplanung
Radiowerbung
Vier Regeln, wie Radiowerbung besser im Gehirn ankommt
Reputationsmanagement
Reputationsmanagement mit (Online-)PR

Verwaltung des Blogs

Login