Ich war immer der Meinung: "Wenn Du kein oder wenig Geld hast, bist du auf anderer Leute Geschmack angewiesen."
Das fängt beim Lebensmitteleinkauf an, setzt sich fort beim Einkleiden und Einrichten.
Was für die Stange, den Wühltisch oder - ganz allgemein - am Fliessband produziert wird, taugt in aller Regel nicht um groß Staat zu machen. Mit ´nem Anorak von kik kommste halt nicht aufs Titelbild der
Vogue und wahrscheinlich nicht mal in die Dorfdisco, mit ner Küche aus´m Baumarkt nicht ins
Schöner Wohnen.
Natürlich gibt es mitunter Anreize Billiges zu kaufen. Aber wenn schon, dann bitte auch richtig billig!
Warum sollte sich das mit Musik anders verhalten? Ich habe Verständnis für jeden, der sich die Einheitskacke, die die Musikindustrie seit Jahren verbrät, quasi ganz umsonst aus dem Netz zieht.
Lt.
golem.de will die Musikindustrie "Intelligente Aufnahmesoftware" verbieten.
Der Musikmarkt habe in den letzten Jahren Umsatzeinbußen von mehr als 40 Prozent hinnehmen müssen. Schuld sei die ungebremste Ausweitung privater Vervielfältigungen durch neue digitale Technologien sowie die durch das Internet ausgelöste Flutwelle von Piraterie, wiederholen die Deutschen Phonoverbände ihr Klagelied.
Liebe Leutz, die Schuld liegt allein bei Euch! Schuld seid Ihr, weil ihr seit Jahren eine Produktpolitik fahrt, die sich an eine Zielgruppe wendet, die über kein oder wenig (das der Eltern) Geld verfügt, weil Ihr in Künstler investiert, die keine sind, weil Ihr schlichtweg den Weg des geringsten Widerstandes geht.
Für die wirklich guten Künstler waren die Musiktauschbörsen mit Sicherheit die beste Werbung.
Niemand der im Netz einen wirklich spannenden Künstler entdeckt hat, wird sich auf Dauer mit einer mp3-Datei zufrieden gegeben haben.
Meine Bezugsquelle für günstige Musik heißt übrigens ebay.