Beim Texten sind wir ja schon ganz gut als
Presseverhinderer. Bestimmt haben Sie aber auch schon gemerkt, dass diese lästigen Journalisten dauernd Fotos haben wollen. Wir haben hier sieben todsichere Tipps für den professionellen Umgang des Presseverhinderers mit Bildmaterial.
1. Vermeiden
Vermeiden Sie es, wie auch immer geartetes Bildmaterial einzusetzen. Die Chance, dass es jemandem gefällt, ist einfach zu groß. Undenkbar, wenn Ihre Fotos in einer wichtigen Fachzeitschrift zu sehen wären. Erklären Sie das mal Ihrem Chef!
2. Verwenden Sie Anzeigenmotive
Falls es sich gar nicht verhindern lässt, nehmen Sie eben das letzte Anzeigenmotiv. Das wurde ja für Printmedien entwickelt und sieht doch so schön aus. Die von der Zeitung werden es bestimmt lieben.
3. Denken Sie an die richtige Auflösung
Machen Sie die Journalisten glücklich. Senden Sie ihnen Motive, die sie ohne weiteres auf einem Großplakat unterbringen könnten. Vielleicht hängt dann Ihr Bild bald am örtlichen Kaufhaus! Sorgen Sie dafür, dass der Mailserver so richtig qualmt. Wenn das den Presseleuten nicht passt, verwenden Sie die für das Internet verwendeten Dateien und diskutieren Sie auf keinen Fall mit dem Journalisten über die richtige Auflösung. Diese Besserwisser wollen ja sowieso nur Ihre Daten häckseln.
4. Keine Menschen
Zeigen Sie auf Ihren Pressefotos keine Menschen. Immer nur Produkte, möglichst ohne Bezug zur Realität oder zur Anwendung. Nur so kommt die Ware so richtig zur Geltung. Menschen lenken nur ab und ziehen lästige Blicke auf sich.
5. Zeigen Sie Ihr Logo
Das Allerwichtigste an Ihrem Pressefoto ist natürlich Ihr Logo. Auch wenn es normalerweise nicht auf dem Bild zu sehen wäre: sorgen Sie dafür, dass es hineinmontiert wird. Es muss nicht natürlich wirken. Nur dann wird Ihr Logo wirklich bemerkt.
6. Sichern Sie Ihr Foto-Archiv
Wenn Sie ein Pressefoto-Archiv im Internet haben, sichern Sie es gegen lästige Journalisten. Sorgen Sie dafür, dass nur handverlesene und vom Verfassungsschutz überprüfte Pressevertreter Zugang zu Ihrem wertvollen Material bekommen. Wo kommen wir denn hin, wenn einer nachts um halb drei Ihr Bildmaterial verwenden kann?
7. Wecken Sie nicht die Neugierde
Wenn Sie schon notgedrungen mit Bildmaterial arbeiten, machen Sie bloß nicht neugierig. Hingucker sorgen am Ende noch dafür, dass jemand Ihren Text liest. Und das müssen Sie unbedingt verhindern.