Über Sinn und Unsinn von Studien haben wir
hier und
da und
da auch ja schon berichtet. Aber macht nichts, denn wieder gab es eine, die volkommen überraschungsfrei daher kommt. Diesmal war es die
Zeitungs Marketing Gesellschaft (ZMG), die in ihem Bericht "Zeitungsqualitäten 2006" zu wahrlich unerstaunlichen Ergebnissen kommt. So gibt es natürlich nicht in Zeitungen zuviel Werbung, das sagt "nur"

jeder 5., sondern im Fernsehen (83%), im Briefkasten (48%), in Zeitschriften (36%) und im Radio (26%). Nur von Kinowerbung fühlen sich die Befragten über 14 weniger genervt, wahrscheinlich weil das Klientel dort noch nicht so ins Dauermeckern verfallen ist oder die Werbung an sich eher den Erwartungen entspricht, was ja n ganz anderes Thema aufmacht, aber so weit geht die ZMG nicht. Statt dessen wartet sie mit noch nem tollen Ergebnis in ihrer Affirmationsstudie auf:
Wo finden Sie Werbung am glaubwürdigsten?
Tageszeitungen 68%, die also nicht nur total unnervig ist (weil sie nicht auffällt?), sondern super seriös (Aldi informiert?). Es folgen
Anzeigenblätter 59% (Aldi informiert !),
Zeitschriften 53% (also jeder 2. glaubt, was jeden 3. nervt?),
Hörfunk 51%,
Fernsehen 48% (hier fehlt die Gegenfrage, da würde TV mindestens 80% erlangen, womit die Aussagekraft jedweder Zahlen deutlich würde),
Kino 45% (Warum glauben, wenn es um Unterhaltung geht.),
Internet 32% (wie wurde da Werbung definiert?),
Direktwerbung 29% (mal locker pauschal zugeschlagen).
Ne, ne, prima Studie. Hier gibt's mehr in puncto
perfekte Erwartungskongruenz.