Ich mag Anfragen. Wirklich. Ich freue mich immer wieder, wenn wildfremde Menschen sich für meine Dienstleistung interessieren. Dafür gibt es ja schließlich das
Kontaktformular auf meiner Website. Es gibt auch eine Telefonnummer. Und es gibt auch
Xing. Und über alle diese Kanäle entstehen Kontakte.
Nur manchmal, sogar öfter als ich selbst für möglich gehalten hätte, gibt es die Art von Anfragen, die ich so gar nicht mag. Da heißt es dann: "Wir wollen in die Wirtschaftspresse." Das ist sicher ein schönes Ziel. Das ist sicher auch manchmal sinnvoll.
Aber stellen Sie sich mal vor, Sie verkaufen Hebebühnen für Autowerkstätten. Und keiner kennt Sie. Noch nicht einmal in Ihrer eigenen Branche. Ihr Unternehmen ist relativ klein und erwirtschaftet einen für seine Größenordnung ordentlichen Umsatz, aber revolutioniert nicht den DAX.
Ich möchte damit nicht sagen, dass dieses Unternehmen und seine Produkte nichts in der Wirtschaftspresse zu suchen hätte. Aber besser wäre es doch, wenn erstmal die potenziellen Zielgruppen davon erfahren würden.
Was nützt eine Eintagsfliege in der
FAZ, wenn regelmäßige Präsenz in den Weltblättern
AutoServicePraxis oder
amz- auto motor zubehör genau die Leute erreicht, die das Produkt kaufen sollen?
Naja, zum Glück ist Beratung auch ein Bestandteil meiner Dienstleistung. Leider gibt es Leute, die sind ganz schön beratungsresistent. Mit denen einigt man sich am besten darauf, dass das mit der Wirtschaftspresse zumindest angestrebt wird. Aber dass man zunächst etwas kleinere Brötchen backen wird.