Wer kennt es nicht, jenes immer wieder gern genommene Zitat von Heinrich, und nicht dem Versandhaus, Heine: “Denk’ ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht.”
Vielleicht taten es deshalb so wenig in letzter Zeit und vielleicht blieb es deshalb auch im Grunde schön ruhig. (Vor 30 Jahren hat man noch Innenstädte auseinander genommen, da flogen Steine, wenn der ÖPNV sich erdreistete, seine Preise nach fünf Jahren um 20 Pfennig anzuheben - heute fliegt man Ryanair.)
Jetzt scheint es einigen zu ruhig zu sein und dachten sich, nachdem die Bild-Zeitung am 21. April “Wir sind Papst!” titelte, daraus könne man was machen - und sie taten es - leider!
Ich bin nicht Deutschland!
Nicht das:
- Ich kenne keine weiße Klofrau mit intaktem Gebiss.
- Ich will auch nicht 82 Millionen Arme sein.
- Und Olli Kahn soll aus dem WM-Kader fliegen, wenn er Flügel sein will.
Wer hat sich denn diese Schülerzeitungpoetik ausgedacht? Wen bitte sehr soll das aufrütteln? Die Kandisstückchen in den share holder-widows’ Wintergärten?
Bitte sagt es mir. Nein, tut es nicht. Ich will den Glauben an meine Zunft nicht verlieren. Und auch nicht an mein Land. Aber wenn das Deutschland wäre, was es zum Glück nicht ist, wäre ich als Protestant lieber Papst, was Gott sei Dank nicht geht.