Samstag, 12. April 2008
07:05
Süß
Da dieser Preis von der Axel Springer AG gespendet wird, überrascht es auch nicht, dass in deren Blättern über den "Gipfel der Kreativität" (Eigenwerbung? Naja, zumindest Motto der Veranstaltung) darüber berichten. Aber wie süß die das machen, das ist schon herrlich. Unisono heißt es bei Bild und Hamburger Abendblatt:
Der "Journalistenpreis für wegweisende Printwerbung" gilt unter den Werbungtreibenden als wichtigster Experten-Award und ist die einzige Auszeichnung in Deutschland, die Journalisten an die Kreativbranche vergeben.
Seit wann ist die Schürnaille Experte für Werbung?
Nun, wenn dem so sein sollte und diese Auszeichung wäre wirklich die einzige, wäre sie dann nicht automatisch auch die wichtigste?
Nur mal so ...
Geschrieben von Heiko Walkenhorst in Meta-Marketing
3 Kommentare - 0 Trackbacks


Kommentare
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Rudi Lembrecht:
Seit wann die Schürnaille Experte für Werbung ist?Also zumindest bei der Fachpresse im Bereicht Automatisierungstechnik (viel mehr kenne ich leider nicht, sind aber schon einige Titel) sind beide Bereich häufig überhaupt nicht getrennt. Denn da ruft gerne der "Chefredakteur" an und fragt ob wir nicht passend zu einem "spannenden" Beitrag über uns (irgendwie ist für diese Typen immer alles "spannend") noch schnell eine Anzeige schalten wollen.
Diese Verquickung von Redaktion und Vertrieb ist höchst ärgerlich und sorgt dafür, dass nie über die ständig vorgestellten Produkte auch nur im Ansatz ein kritisches Wort verloren wird. Die besseren Journalisten in diesem Bereich fragen wenigstens noch nach dem Kundennutzen oder zeigen wenigstens Interesse. Typisch ist allerdings das wörtliche Abdrucken eingeschickter PR mit ein paar Alibikorrekturen damit der Umbruch stimmt. Angesichts des knappen Personals eigentlich kein Wunder, es gibt einfach zu viele Fachzeitschriften. Hat zwar alles nix mit unseren Freunden von Axel Springer zu tun, wollte es aber loswerden, sorry.
Grüße!
Rudi
Wortführer:
Ich habe auch einen Kunden (Hafenumschlagtechnk), der sich nur über Fachmagazine informiert. Er weiß, dass er nichts von dem glauben darf, was er da liest, aber dennoch ist es für ihn eine Information. Und es hat für ihn den Vorteil, dass er auch seine Stories loswird, die zwar auch keiner glaubt, aber man liest voneinander und das sei das Wichtigste. Tja, c'est la vie ...Und die Verquickung von Presse und Werbung --- herrjeh, wo gibt's die nicht: Vogue, Cosmo, GQ, Bild (u.a. "Volks-xyz" oder die Nennung von Markenartikeln in "Berichten"), auto, motor, sport et al. (gab es je einen negativen oder bloß kritischen Fahrbericht?), Apotheken-Rundschau und auch FAZ, SZ etc. werben für ihre Produkte. Man kann es beklagen, man kann es bewundern, man kann es aber auch machen, wie mein Kunde: Ich weiß, dass es falsch ist, aber trotzdem gut zu wissen
daniel:
Da hast du recht Rudi, in fast jeder Fachzeitschrift (bei mir sind das PC-Magazine) werden ganz bestimmte Produktetotal in den Himmel gelobt. Aber die Produkte die sich von der Masse abheben versucht man in der Masse wieder untergehen zu lassen. Das finde ich auch nicht richtig.
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