Montag, 20. März 2006
11:56
Der Kunde - der König des Kortex?
Wie vom Chef am 19. Januar prognostiziert, gibt es jetzt, kaum dass DSDS zuende ist, wieder eine Studie über die Werbe"wirkung" von Promis.
Natürlich, so muss man sagen, hat sich dabei der Konsument ein Zeugnis totaler Kognition ausgestellt, aufgeklärt, unbeirrbar und primär faktisch tat er kund, dass er sich bei seinen Kaufentscheidungen lieber auf die Qualität eines Produktes verlässt denn auf die Empfehlungen der Promis (76% zumindest sagen das - und frage: WASSS? Was ist mit den anderen 24? Glauben die Uschi Glas? Aber wie geht das, wo doch Institutionen wie Stiftung Warenest ebenfalls als extrem verlässliche Info-Quelle angegeben werden.)
Nun, wer will, kann es in der Pressemitteilung nachlesen. Interessanter fand ich ja die ebenfalls dort aufgeführte Liste der
vertrauenswürdigsten Marken der Deutschen:
Automobile: Volkswagen
Banken: Sparkasse
Bekleidung: C&A
Benzin: Aral
Computer: Siemens
Dekorative Kosmetik: Jade
Erfrischungsgetränke: Gerolsteiner
Erkältungsmittel: Wick
Fotogeräte: Canon
Frühstückscerealien: Kellogg’s
Haarpflege: Schwarzkopf
Handelsunternehmen: Aldi
Haushalts-/Küchengeräte: Miele
Haushaltsreiniger: Frosch
Hautpflege: Nivea
Internetunternehmen: AOL
Kaffee/Tee: Tchibo
Kreditkarten: Visa
Mobilfunk Serviceanbieter: Vodafone
Mobiltelefone: Nokia
Nahrungsmittel: Maggi
Reiseveranstalter: TUI
Schmerzmittel: Aspirin
Sekt: Rotkäppchen Sekt
Spirituosen: Asbach
Süßigkeiten: Haribo
Versicherungen: Allianz
Vitamine: Abtei
Waschmittel: Persil
Zahnpasta/Mundpflege: Odol
Für mich klingt das weniger nach "vertrauenswürdig" als vielmehr nach einer TV-Show: "Wir haben 100 Menschen gefragt: Nennen sie uns ein XXX" --- und as wir da oben sehen, ist die jeweilige Top-Antwort. Ist bekanntnehit also gleich Vertrauen? Hm, wie passt das jetzt mit den zweifellos bekannten Promis zusammen, denen man nicht vertraut?
Egal - Bitte: Sollte hier ein Grafiker sein, der gerade Zeit und Lust hat, könnte er/sie bitte Familie Deutschland visualisieren? Danke.
Natürlich, so muss man sagen, hat sich dabei der Konsument ein Zeugnis totaler Kognition ausgestellt, aufgeklärt, unbeirrbar und primär faktisch tat er kund, dass er sich bei seinen Kaufentscheidungen lieber auf die Qualität eines Produktes verlässt denn auf die Empfehlungen der Promis (76% zumindest sagen das - und frage: WASSS? Was ist mit den anderen 24? Glauben die Uschi Glas? Aber wie geht das, wo doch Institutionen wie Stiftung Warenest ebenfalls als extrem verlässliche Info-Quelle angegeben werden.)
Nun, wer will, kann es in der Pressemitteilung nachlesen. Interessanter fand ich ja die ebenfalls dort aufgeführte Liste der
vertrauenswürdigsten Marken der Deutschen:
Automobile: Volkswagen
Banken: Sparkasse
Bekleidung: C&A
Benzin: Aral
Computer: Siemens
Dekorative Kosmetik: Jade
Erfrischungsgetränke: Gerolsteiner
Erkältungsmittel: Wick
Fotogeräte: Canon
Frühstückscerealien: Kellogg’s
Haarpflege: Schwarzkopf
Handelsunternehmen: Aldi
Haushalts-/Küchengeräte: Miele
Haushaltsreiniger: Frosch
Hautpflege: Nivea
Internetunternehmen: AOL
Kaffee/Tee: Tchibo
Kreditkarten: Visa
Mobilfunk Serviceanbieter: Vodafone
Mobiltelefone: Nokia
Nahrungsmittel: Maggi
Reiseveranstalter: TUI
Schmerzmittel: Aspirin
Sekt: Rotkäppchen Sekt
Spirituosen: Asbach
Süßigkeiten: Haribo
Versicherungen: Allianz
Vitamine: Abtei
Waschmittel: Persil
Zahnpasta/Mundpflege: Odol
Für mich klingt das weniger nach "vertrauenswürdig" als vielmehr nach einer TV-Show: "Wir haben 100 Menschen gefragt: Nennen sie uns ein XXX" --- und as wir da oben sehen, ist die jeweilige Top-Antwort. Ist bekanntnehit also gleich Vertrauen? Hm, wie passt das jetzt mit den zweifellos bekannten Promis zusammen, denen man nicht vertraut?
Egal - Bitte: Sollte hier ein Grafiker sein, der gerade Zeit und Lust hat, könnte er/sie bitte Familie Deutschland visualisieren? Danke.
Geschrieben von Heiko Walkenhorst in Markt- und Meinungsforschung
8 Kommentare - 0 Trackbacks
Tags für diesen Artikel: kortex, kunde, könig, marketing, Markt- und Meinungsforschung, marktforschung, meinungsforschung, promis, studie


Kommentare
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Bettina:
Merkwürdig...ich vermisse irgendwie diese debilen Ratiopharm-Zwillinge und das nervige Fruchtalarm-Kind!Heiko:
Nun, vielleicht liegt das einfach an den fehlenden Kategorien: "Pharmahersteller" und die "Milchproduktproduzent"Oder halt einfach nur daran, dass der, der antwortete, mit "Wissen" glänzen wollte, denn Taten. Ein häufig anzutreffendes Phänomen ...
markus:
das liest sich eher wie die liste der "anzeigenkunden die wir gerne hätten"...Heiko:
Könnte man Reader's Digest ja auch nicht wirklich verübeln. Aber natürlich bräuchten die ALLE (naja, fast) einen neuen werblichen Auftritt - z.B. made by VerbAgentur)Bettina:
Obwohl ich zugeben muss, dass ich den Begriff "Dekorative Kosmetik" schon ziemlich klasse finde...das hat so ein bisschen was von Bauernmalerei!!!Werbegott:
Einem Großteil der hier aufgeführten Marken würde ich das genaue Gegenteil attestieren. Bescheinigen. Schriftlich mit Stempel. Eine Bank als vertrauenswürdig einzustufen, ist geradezu grotesk. Einer Versicherung geradezu pervers. Vorallem wenn die noch eine Beteiligung an einer grotesken Bank hat. Asbach?!?! Wollen die uns verarschen? Als Werbegotte sage ich nur so viel dazu: Hier war mal wieder der Wunsch der Vater des Gedanken. Und das Wort Statistik wird in der moderen direkt hinter Manipulation geführt. Ich habe da auch ncoh ein paar tausend wenn ihr mir nicht glaubt. Und eine Statistk vor zu schicken, ist so erbärmlich wie nach dem großen Bruder zu rufen, wenn man selbst nicht weiter weiß.Heiko:
Werbegott, oh, Werbegott, hier wirst du aber sehr irdisch. "Am vertrauenswürdigsten" hat nichts mit "vertrauenswürdig" zu tun. Ein Superlativ ist nämlich notwendigerweise das Beste, nicht einmal der Komperativ wie wir aus Konstruktionen wie "Mir geht's nicht gut, aber besser." kennen. Also bleibt der Positiv als Nonplusultra. Gefragt wurde (wohl!) nicht, welche Bank ist vertrauenswürdig, sondern welche ist am vertrauenswürdigsten. Man könnte ja auch fragen, welcher Diktator ist der humanste, ohne dass ... ich denke, es ist klar.Asbach und "dekorative Kosmetik" haben mich allerdings ebenfalls sehr, äh .... sagen wir mal: überrascht
fr-inge:
Tja, es ist ja nun kein Geheimnis, dass die Vertrauenswürdigkeit dieser Marken nunmal ganz unmittelbar damit zusammen hängt, dass die *Granddame der Werbewirtschaft*, Madame Iris B. für sie wirbt.Deshalb an dieser Stelle ein großer Dank an Frau B., die am Standort Deutschland mehr und mehr Standpunkte für sich und ihr und auch unser Land einheimst.
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