Freitag, 15. August 2008
16:23
Eine Marke erkennt wieder (ihre) Werte
Jetzt, wo alle bei H&M, Springfield, Madonna, Zero, Pimkie und wie die 100 Meter deutscher Fußgängerzonen sonst noch so heißen einkauft, reift scheinbar bei Benetton die Erkenntnis, dass Nettsein auch nicht wirklich verkauft. Und zur Markenbekanntheit trägt es auch nicht wirklich bei. Was also macht man? Man kopiert sich selbst. Danke.

Allein dafür werde ich mal wieder bei euch vorbeischauen. Vielleicht habt ihr ja inzwischen auch einfache schwarze Rollis in XXL.

Allein dafür werde ich mal wieder bei euch vorbeischauen. Vielleicht habt ihr ja inzwischen auch einfache schwarze Rollis in XXL.
Geschrieben von Heiko Walkenhorst in Printwerbung
5 Kommentare - 0 Trackbacks
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Kommentare
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Gretus:
Hallo,deratige Werbung stößt bei mir immer etwas negativ auf. Ohne Dich anzugreifen, aber Dein Rolli hilft den Menschen in China genauso wenig wie diese Werbung...
Grüße
Gretus
Wortführer:
Warum sollte ich mich dadurch angegriffen fühlen?Weißt du denn, was den Menschen in China hilft?
Immerhin jemand, der Stellung bezieht. Das macht angreifbar, weshalb es wahrscheinlich sonst keiner macht. Nur hat Benetton festgestellt, dass es mit seiner völlig generischen Heileweltwerbung auch keinen Pulli mehr umsetzt. Das heißt ja, dass die, denen das zu politisch, zu Huch oder iba ist, nur meckern. Da sie also als Käufer nicht in Frage kommen, kann man sie konsequenterweise auch ignorieren.
Nur löblich.
StellaBella:
Also das is ja allgemein bekannt, dass Benetton oft schon für Skandalwerbung mit Aidskranken und Magersüchtigen gesorgt hat. Ist also nichts neues, dass nun auch wieder mal so ne provozierende Werbung geschaltet wurde. Ich habe gelesen, dass es sich bei den beiden auf dem Plakat publizierten Personen um einen tibetischen Mönch und einen chinesischen Soldaten handelt und es bei der Gegenüberstellung des Tibeters und des Chinesen, über deren Köpfen das Wort „Opfer“ (Victim) gedruckt steht, um eine „Botschaft für den Frieden“ und keinesfalls um eine politische Äußerung geht.Also ich weiß nicht recht, was ich davon halten soll muss ich sagen. Ich halte ehrlich gesagt von den Werbekampagnen des Unternehmens Benetton gar nichts, da sie teilweise total provozierend sind und meiner Meinung nach keiner Werbung nachkommen, die zum Ausdruck bringt, WIESO und WESHALB man genau bei Benetton einkaufen soll. Wenn ich dabei an Unternehmen denke wie Prada oder Gucci, dann weiß ich - aufgrund der Werbung und des Marketings - dass diese Unternehmen für Eleganz, Galmour und Exklusivität stehen. Bei Benetton hingegen werden Kamapgnen geschaltet, die ehrlich gesagt nicht das Unternehmen darstellen. Ich denke manchmal, dass sich Benetton nicht anders zu helfen weiß und einfach nur mit solchen Werbungen Aufmerksamkeit schüren wollen, um die Kunden an sich zu binden. Anders kann ich deren Strategie nicht interpretieren.
Wortführer:
Gibt es eine andere Strategie, ein anderes Ziel in der Werbung als Aufmerksamkeit zu "schüren", um Kunden an sich zu binden????Das ist doch aller Ehren wert. Über das Wie wird gestritten, was ja im Falle Benetton deswegen schon immer lustig war, weil man sich nicht an dem Tatbestand aufgeregt hat, der abgebildet wurde, sondern dass er abgebildet wurde. Entsprechend waren/sind ja dann auch die Reaktionen. "Die machen das doch nur, um Pullis zu verkaufen!" oder ähnlich klangen die Kommentare, die ein enormes intellektuelles Ausbaupotenzial haben, denn alles, was dieses Unternehmen tut, soll diesem Zweck dienen. Damit verdienen sie ihr Geld. Sie verdienen nicht ihr Geld damit, dass sie Motive aus unserer nicht immer schönen, wahren Welt zeigen. Im Gegenteil. Angeblich sei ja der Umsatz zurückgegangen, weshalb man den bisher Verantwortlichen entließ.
Und dann? Wurden dann mehr Pullis verkauft? Schöne heile Welt wie bei all den anderen scheint nichts zu fruchten und die, die kritisieren, kaufen nicht bei benetton. Also würde ich jene Menschen auch ignorieren.
Bei Prada und Gucci wissen Sie, wofür die Firmen stehen? Bei Benetton weiß ich das auch. Es ist eben nur nicht Eleganz, Galmour und Exklusivität. Aber das ist das gute Recht des Unternehmens, Pullis auch für unter 100 Euro anzubieten, keine Sonnenbrillen/Handtaschen o.Ä herzustellen, deren Original sich eh kaum einer leisten kann.
Benetton ist ein beeindruckendes soziologisches Experiment. Nachrichten kann man vermeiden, Werbung nicht. Scheinbar will der Kunde seine heile Welt. Er wähnt sich gar in der Annahme, er habe ein Recht darauf. Hat er nicht. Vielmehr hat er die Pflicht, was aktiv dafür zu tun.
Medienblume:
Zufällig über dieses zugegebenermaßen etwas ältere Posting gestolpert.Mal ganz abgesehen von der Werbung an sich: Benetton gibts noch? Irgendwie habe ich die Marke nach dem Ausstieg aus der Formel 1 irgenwdie aus den Augen verloren und dachte schon, dass die mittlerweile klammheimlich pleitegegangen wären...Man lernt ja nie aus.
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