Es gibt einige Menschen, die meinen, Öffentlichkeitsarbeit funktioniere auf Zuruf. Natürlich haben diese Personen die tollsten Stories auf Lager, um die sich jeder Journalist reißt. Und mit dieser Suuuuuuper-Story rufen die dann den Müller an. Den kennen die schon seit Jahren.
"Ey, Müller!", heißt es dann. "Schreib doch mal meine Story, die ist toll!" Müller stellt Fragen. Und merkt, die Story bringt nix. Noch nicht einmal mitten im Sommerloch. Was macht Müller? Er sagt jajaja. Und die Story kommt nicht. Er speichert die Telefonnummer von der Person in sein Telefon und geht nicht mehr ran, wenn er sie sieht. So arbeiten die telefonischen Presseverhinderer mit dem persönlichen Kontakt.
Aber, es geht auch schriftlich. Die Suuuuuper-Story wird also nach bester Schulaufsatz-Manier aufgeschrieben. Schön ausgeschmückt. Das Beste zum Schluss. Und dann an den Müller geschickt. Nachtelefoniert. Müller sagt jaja. Und schmeißt sie weg. Er arbeitet bei einer Tageszeitung, aber die Geschichte war nix für die Tagespresse. Und schlecht war sie auch, denn das Wichtigste am Schluss hat er gar nicht mehr gelesen.
Da hat der persönliche Kontakt leider nichts gebracht. Denn wer nichts zu sagen hat, der wird auch mit den besten Kontakten nur einen sehr begrenzten Erfolg haben. Wer allerdings nicht sparsam mit guten Informationen ist, wird sich langfristig einen schönen Stamm an Kontakten aufbauen. Und damit aus dem Heer der Presseverhinderer ausbrechen.
PR kann als Marketingkonzept für KMU eigentlich recht nützlich sein — wenn es denn auch richtig verwandt wird. Und richtig ist in diesem Zusammenhang dann doch eben nicht nur Eigenwerbung — die funktioniert, wie Frauke Weber feststellt, n...
Aufgenommen: Aug 19, 22:58