Dienstag, 23. September 2008
14:09
Warum sieht das Seelenheil so deprimierend aus?
In letzter Zeit häufen sich in meiner Gegend wieder die Bibeldrücker. So ca. zweimal pro Woche klingeln Zweier- oder Dreiergrüppchen trauriger Gestalten an meiner Tür und möchten mit mir über "den Wert der Bibel" oder die "Möglichkeit, dass alle Menschen in Frieden miteinander leben" sprechen.
Diese Menschen sind weit davon entfernt, seelisch ausgeglichen, erleuchtet, von Gott berührt oder mit ihrem Leben zufrieden auszusehen. Natürlich sind sie unglücklich, dass es noch so viele Unwissende wie mich gibt, klar. Aber andererseits möchten sie sich als Heilsbringer präsentieren. Im reinsten Wortsinn: Wer kauft denen das ab?
What you see is what you get und what you look like is what you sell. Wenn so die Erlösung aussieht, wen wird es da wundern, dass wir allzu gerne unsere Seelen dem Teufel nachschmeißen.
Diese Menschen sind weit davon entfernt, seelisch ausgeglichen, erleuchtet, von Gott berührt oder mit ihrem Leben zufrieden auszusehen. Natürlich sind sie unglücklich, dass es noch so viele Unwissende wie mich gibt, klar. Aber andererseits möchten sie sich als Heilsbringer präsentieren. Im reinsten Wortsinn: Wer kauft denen das ab?
What you see is what you get und what you look like is what you sell. Wenn so die Erlösung aussieht, wen wird es da wundern, dass wir allzu gerne unsere Seelen dem Teufel nachschmeißen.
Geschrieben von Esther Rudolph in Direktmarketing
6 Kommentare - 0 Trackbacks


Kommentare
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Sebastian:
Das sind eben keine professionellen Verkäufer....vielleicht ist aber Religion doch nicht so erleuchtend.Esther Rudolph:
Ja... - Interessant ist es zu beobachten wie gerissen (ich kann kein passendes Adjektiv finden) es dagegen manch andere "Religion" wie z.B. die gruselige Bagage um Herrn Cruise anstellt. Die würde ich ja auch nicht gerade als erleuchtet bezeichnen.Ich habe mich gefragt, ob es große Unterschiede in der "Überzeugung" der jeweiligen Verkäufer gibt. Oder ob es wirklich hauptsächlich am "look&feel" liegt.
Walther:
Wer nicht sicher sein kann, auf der nächsten ARCHE einen Platz zu kriegen, dem muss doch - fünf vor zwölf - die Panik ins Gesicht geschrieben stehen... Er braucht unbedingt noch ein paar Erfolgserlebnisse, um seine Chancen zu erhöhen, so wie der Verkäufer, der seine monatlichen Ziele noch nicht erreicht hat. Unter Druck lässt sich schlecht verkaufen. What´s the difference?Esther Rudolph:
Lieber Walther, Du hast natürlich (wie immer) recht. Ist also der Verkäufer schlecht, weil man ihm die Panik anmerkt, oder das zugrunde liegende Geschäftsmodell? Oder nur das interne Marketingmodell bzw. Auswahl und Schulung der Verkäufer? Oder gar das ganze Produkt?Sigrid Hecker:
Neuss wird mir immer unheimlicher...Esther Rudolph:
Zurecht, meine Liebe...Kommentar schreiben