Eine Krähe hackt der anderen bekanntlich kein Auge aus.
Umso erstaunlicher, dass nun sogar die Zeitschrift Callcenterprofi in ihrem aktuellen Newsletter unter dem Titel
"Kunden
setzen an zur Gegenwehr" auf ein
Telemarketing-Gegenwehr-Skript
für genervte Verbraucher verweist.
Das die Verwendung eines solchen Skriptes nach der Neufassung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb überhaupt noch nötig ist mag schon verwundern. Schliesslich heisst es in § 7 Abs. 2 Nr. 2:
Eine unzumutbare Belästigung ist insbesondere anzunehmen (...)
(...) bei einer Werbung mit Telefonanrufen gegenüber Verbrauchern ohne deren Einwilligung oder gegenüber sonstigen Marktteilnehmern ohne deren zumindest mutmaßliche Einwilligung;
Es sei mal dahingestellt ob der genervte Verbraucher die nötige Lust verspürt hier investigativ tätig zu werden und das Spielchen von Anfang bis Ende durchzuziehen.
Es bleibt ein Tropfen auf den heissen Stein.
Daher schlage ich heute das ultimative Gegenwehr-Skript vor, nicht etwa für Verbraucher, vielmehr für genervte Callcenter-Agents:
"Lieber Teamleiter, Callcenter-Leiter, Chef,
bitte verzichte künftig darauf mich zum Mittäter Deiner kriminellen Machenschaften zu machen. Qualifiziere mich stattdessen, damit ich in anspruchsvollen Projekten engagiert und professionell arbeiten kann. Du kannst dafür übrigens auch ruhig ein paar Euros mehr als bisher verlangen. Deine neuen, seriösen Kunden (es gibt mehr als du denkst) zahlen gerne gutes Geld für gute Arbeit.
Aber lass mich zukünftig aus diesem wettbewerbswidrigem Bockmist raus. Ich bin zu gut dafür!"
Lieber Herr Jünger vom Callcenterprofi, Sie dürfen nun auch gerne dieses Skript abpinnen.