Mittwoch, 5. November 2008
08:28
Werberat findet "Ficken" nicht gut.
Fachpresse hat ja was. Die Bild, das Fachorgan der Masse, nutzt kurze Sätze, klare, deutsche Worte. Die Zeit, das Fachblatt für Pädagogen und Reflektoren (oder so), eher nicht. Aber das alles ist stringent und passend. Wie also schreibt ein Fachblatt für Marketing und Kommunikation? Modern, geschliffen? Hm, eher bieder gedrechselt, wenn ich diese Meldung auf horizont. net zum Maßstab nehme. Aber ignorieren wir die Form, konzentrieren wir uns auf den Inhalt:
Frage: Was ist dann, wenn man der Logik folgt, mit den Hinweisen, wonach man "nicht trinken und fahren" solle. Macht er die Getränke nicht gerade für Autofahrer interessant?
Und dass der Werberat einen Zusammenhang zwischen Alkohol und Geschlechtsverkehr ablehnt - interessanterweise ja auf Zuruf der Konkurrenten -, zeugt von einem pädagogisch-diktatorisch-propagandistischen Kommunikationsverständnis.
(vgl. Heuchelei)
Dazu auch: Ficken
- Der Deutsche Werberat setzt in Sachen Alkoholprävention ein Zeichen und rügt einen Hersteller, der einen Partylikör namens „Ficken" auf den Markt gebracht hat. Anstoß nimmt die Selbstinstanz der Deutschen Werbewirtschaft aber nicht an dem Produktnamen allein, sondern auch an der dazugehörigen Werbung.
Im Internet und auf Plakaten verwendet der Schnapshersteller EFAG Trade Mark Company eine fiktive Altersgrenze von 20 Jahren, um das Getränk insbesondere für Jugendliche interessant zu machen. Den bewusst hergestellten Zusammenhang zwischen Alkohol und Geschlechtsverkehr lehnt der Werberat ebenso ab.
Die Beschwerde erhielt das ZAW-Gremium aus der Branche selbst: vom Schutzverband der Spirituosenindustrie. Der Hersteller sieht das Ganze weniger dramatisch: Das Wort „Ficken" sei längst Teil der Umgangssprache breiter Bevölkerungsschichten, zudem sei die Werbung satirisch gemeint.
Frage: Was ist dann, wenn man der Logik folgt, mit den Hinweisen, wonach man "nicht trinken und fahren" solle. Macht er die Getränke nicht gerade für Autofahrer interessant?
Und dass der Werberat einen Zusammenhang zwischen Alkohol und Geschlechtsverkehr ablehnt - interessanterweise ja auf Zuruf der Konkurrenten -, zeugt von einem pädagogisch-diktatorisch-propagandistischen Kommunikationsverständnis.
(vgl. Heuchelei)
Dazu auch: Ficken
Geschrieben von Heiko Walkenhorst in XXX
2 Kommentare - 1 Trackback
Tags für diesen Artikel: efag trade mark company, werberat


Kommentare
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Lothar:
Muss sein! So was muss nicht zulassen werden!Jeckll:
Prima Lothar,keinen deutschen Satz formulieren können aber ohne Begründung deine Meinung kund getan.
Du solltest Präsident werden.
Zum Thema: Wie der Newsverfasser schon selbst schreibt wären nach Argumentation des Werberats jegliche Warnschilder kontraproduktiv und die "Rauchen tötet" Schildchen auf den Kippenpackungen die größte Werbekampagne in der Geschichte der Tabakwarenindustrie.
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