Wer hätte gedacht, dass gerade traditionelle Berufstände (denen so mancher selbsternannte Experte vermutlich bereits das Aussterben voraussagt) vom Internetmarketing und hier speziell von der Suchmaschinen-Optimierung profitieren können.
Da ist z.B. ein Tischler, der exklusive Betten aus
Zirbenholz herstellt, in denen man nachgewiesener Weise besser schläft, oder eine junge Mutter, die aus LKW-Plane bunte
Kindergartentaschen
per Hand zusammennäht.
Beide Firmen sollten es der Theorie nach in einem Hochlohnland, in dem zudem die Devise „Geiz ist geil“ gilt, sehr schwer haben, in ihrer jeweiligen Region hinreichend viele Aufträge zu finden, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Schafft man es jedoch, mit den relevanten Suchwörtern bei google ganz oben platziert zu sein, dann kann es gelingen, dass man in der gesamten deutschsprachigen Welt Aufträge akquiriert.
Selbst wenn ein Suchwort wie „Zirbenholz“ nur einige hundertmal im Monat in die Suchschlitze von google & Co. eingegeben wird, kann dies reichen, damit ein Tischler zusätzliche interessante Aufträge ergattert. Mit Hilfe der Suchmaschinen wird das Internet zu einer Art globalem Gehirn, welches im richtigen Augenblick die richtige Information aus dem Internet fischt, auch wenn diese nur in homöopathischer Dosis existiert.
Hiervon profitieren insbesondere Unternehmer, die sich in absoluten Nischen bewegen. Denn auch in Nischen ist es leichter, die vordersten Plätze bei den Suchmaschinen zu erlangen. Manche Nische wird aber erst durch den durch google generierten Internettraffic zu einer Nische. Ohne selbigen bliebe so manche Geschäftsidee eine fixe Idee.